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Eine neue Krimireihe des Bestsellerautors Bernhard Aichner (»Totenfrau«)

Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche. Sie liegt dort seit zwanzig Jahren. Ein gefundenes Fressen für David Bronski, den Pressefotografen. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten. Was dieser Fall jenseits des Spektakulären mit ihm zu tun hat, verschweigt er. Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest. Ist fasziniert von der Stille des Todes. Es ist wie eine Sucht. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen. Er lebt nur noch für seine Arbeit. Und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu finden nach einem schlimmen Schicksalsschlag.


Originalverlag: btb HC
Hörbuch MP3-CD, 1 CD, Laufzeit: 7h 14min
ISBN: 978-3-8445-4191-5
Erschienen am  22. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Innsbruck, Österreich

Ein Bronski Krimi

Rezensionen

Der fesselnde Auftakt einer neuen Krimireihe - wendungsreich, tiefgründig und schockierend.

Von: Thea

04.06.2021

Der einst als Fotograf tätige Kurt Langer ist seit Jahren obdachlos. Nur der Alkohol ist noch sein Freund, während er in einem Zelt am Waldrand hausiert. Doch der Winter in Innsbruck ist kalt. Um nicht zu erfrieren, bricht er in eine Wohnung ein und findet eine mumifizierte Leiche ohne Kopf. Sofort ruft seinen früheren Kollegen David Bronski an, der auch gleich nach Innsbruck kommt, um als erster am Tatort zu sein. Aber nicht nur die Tote, die sich bei genauerer Betrachtung als die vermisste Milliardärin Zita Laufenberg entpuppt und ihr seltsamer Zustand geben ihm Rätsel auf. Auch ein Foto in der Wohnung, das seine verschwundene Tochter Judith zeigt, lässt ihn nicht mehr ruhen. Gemeinsam mit seiner Schwester Anna und der Reporterin Svenja Spielmann geht er den Dingen auf den Grund und versucht er herauszufinden, was 20 Jahre zuvor geschehen ist. „Dunkelkammer“ ist ein atmosphärisches und aufwendig inszeniertes Hörbuch, das 434 Minuten lang atemlose Unterhaltung verspricht. Gleich eine ganze Riege an bekannten Schauspielern und Sprecher sind dazu mit an Bord. Wie zum Beispiel Florian Lukas, der mit dem Kinoerfolg „Der Eisbär“ bekannt geworden ist, Boris Aljinovic, der als Kommissar Felix Stark im Berliner „Tatort“ Verbrecher jagte oder Cathlen Gawich, die als deutsche Stimme von Elizabeth Banks als Stimme von Elizabeth Banks in der mehrteiligen Kinoverfilmung "Die Tribute von Panem" zu hören ist. Ein krimineller Genuss, der tief in eine Geschichte eintauchen lässt, die ungeheuerlich ist. Denn ohne Skrupel zu hegen wird hier mit dem Leben von Menschen gespielt, die schwere Schicksalsschläge ertragen mussten und deshalb nicht in der Lage sind, die perfiden Spielchen eines kranken Psychopaten zu ertragen. Haut- und Angelpunkt der Story ist der Pressefotograf David Bronski, der in Berlin für eine renommierte Tageszeitung tätig ist und viele Jahre zuvor seine vier Monate alte Tochter Judith und später seine Ehefrau Mona verloren hat. Ein Mann, der von Trauer zerfressen ein besonders bizarres Hobby betreibt, das auf Unverständnis und Abneigung stößt. Er fotografiert tote Menschen, entwickelt ihre Bilder in der Dunkelkammer und findet in den makabren Porträts seinen Trost. Dadurch nimmt ihn der Hörer anfangs als kalten und berechnenden Egomanen wahr, der seine beruflichen Erfolge über alles stellt und merkt erst spät, dass auch ein David Bronski tiefergehende Gefühle besitzt. Diese treiben ihn dann auch in eine Recherche hinein, bei der er bis an seine Grenzen geht und daurch lange Zeit zum Spielball eines Mörders wird. Fazit und Bewertung: „Dunkelkammer“ ist der gelungene Auftakt einer neuen Krimireihe um den Pressefotografen David Bronski, der wendungsreich, tiefgründig und schockierend in Erscheinung tritt und als Hörbuch fesselnd unterhält.

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Solide Geschichte, doch sehr langatmig

Von: The Librarian

30.04.2021

Mein erstes Hörbuch des Autors hat mich nur zur Hälfte überzeugt, obwohl eine starke Idee hinter der Geschichte steckt. Warum das so ist kannst du unten im Text nachlesen. Meine Meinung zur Geschichte: Vor einigen Monaten hat mir eine Freundin von einem Buch des Autors vorgeschwärmt. Da mich das neugierig auf seinen Stil gemacht hat und mich der Klappentext dieses Buches ansprach, habe ich mich dazu entschlossen es zu hören. Der Anfang begann vielsprechend, auch wenn mich die Erzählform am Anfang etwas irritierte. Außerdem war der Wechsel zwischen den 13 Protagonisten, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, etwas gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit jedoch kam ich gut hinein und verfolgte das Geschehen. Mir war im ersten Drittel bereits klar, wer der wahre Mörder ist. Schon nach der zweiten Begegnung mit der Person war der Verdacht bestätigt, kurze Zeit später Gewissheit. Aufgrund dessen war die Geschichte für mich sehr vorhersehbar. Lediglich die Details waren mir unklar und wer Anteil an seinem „Erfolg“ hatte. Die Vorhersehbarkeit hat mich beim Hören grundsätzlich nicht gestört. Wenn die Story gut erzählt wird, kann es sehr spannend sein, den Täter zu stellen. Es war zum Teil ein schrecklich perfides Katz- und Mausspiel für Bronski. Der Autor hat die verschiedenen Handlungsstränge, Taten und Verstrickungen meisterhaft miteinander verbunden. Die psychologische Komponente war gut ausgearbeitet. Die Geschichte besteht teilweise auch aus sehr vielen Dialogen. Was mir nicht gefallen hat, waren die ausschweifenden und zum Teil wirklich langatmigen Gedankengänge der Protagonisten. Besonders bei Bronski und Svenja war das mehr als nervig. Manchmal waren die Abschnitte einfach zu detailliert beschrieben und zogen die gesamte Geschichte viel zu sehr in die Länge. Als ich noch 3,5 Stunden vor mir hatte, sehnte ich die Aufdeckung des Täters regelrecht herbei. Nicht weil die Spannung so hoch war. Nein, sondern weil ich wollte das es endlich vorbei ist. Zu meiner Erleichterung war die letzte Hörstunde wieder spannend. Endlich wurden die Geheimnisse und genauen Taten des Täters enthüllt. Die Wahrheit kam ans sich und war noch schlimmer als Bronski dachte. Beinahe wäre es schief gegangen, wenn nicht klischeemäßig noch schnell „Rettung“ gekommen wäre. Gestört hat mich das nicht, weil das Ganze sowohl storytechnisch, als auch emotional richtig gut gemacht war. Zu meiner Freude gab es ein Happy End und am Ende wurde alles stimmig aufgelöst. Meine Meinung zu den Sprechern/Innen: Sprecher/Sprecherinnen des Hörbuchs: Florian Lukas, Boris Aljinovic, Steffen Groth, Cathlen Gawlich, Anke Reitzenstein, Helmut Mooshammer, Petra Hartung, Wolfgang Michael, Clara Wolfram, Alina Stiegler, Gunnar Helm, Wilfried Hochholdinger, Franz-Josef Becker Ich war überrascht, als ich anhand der Hörbuch-Hülle sah, dass die Geschichte von 13 Sprechern gesprochen wird. Jede Figur bekam auf diese Weise seine eigene Stimme. Das Konzept hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich mich daran gewöhnen musste. Dadurch bekamen die Protagonisten eine gute Tiefe, weil die Sprecher und Sprecherinnen mit ihren Stimmen Identitäten erschufen. Ein sind einige sehr markante Stimmen dabei, die ich aus Film und Fernsehen kenne. Hervorgestochen haben für mich Boris Aljinovic (David Bronski), Alina Stiegler (Mona Bronski) und Petra Hartung (Anna Dragic), weil sie die Emotionen der Protagonisten derart stark über ihre Stimme transportierten, dass ich es regelrecht spüren konnte. Alle Sprecher gemeinsam haben zusammen ein gewaltiges Hörbuch erschaffen. Dank ihnen habe ich es durch die langatmigen Abschnitte geschafft. Als Printbuch hätte ich es womöglich abgebrochen. Mein Fazit: Der Kriminalroman um Bronski und dem Mord ist mit guten in Ideen gespickt und beinhaltet ein schreckliches Katz- und Mausspiel zwischen Täter und seinen Opfern. Allerdings wusste ich schon im ersten Drittel, wer der Täter ist. Trotzdem interessierte es mich, wie er all das geschafft hatte und wie seine Taten aufgedeckt werden. Zeitweise hatte ich mit den ausschweifenden Gedankengängen und den langatmigen Beschreibungen zu kämpfen. Manchmal war ich versucht die Geschichte abzukürzen. Doch ich habe es Dank der grandiosen Sprecher nicht getan und hielt durch. Die Idee des Autors war beeindruckend, obwohl der Weg bis zur Aufdeckung (zu) lang war. In der letzten Hörstunde kam die Spannung endlich wieder zurück. Ohne die hervorragenden Sprecher hätte ich es nicht geschafft, die Geschichte zu beenden. Sie mit 13 Sprecher und Sprecherinnen zu vertonen, war eine gute Idee. Ich habe sehr lange überlegt, wie viele Sterne ich vergeben soll. Es ging eine Weile zwischen 3 und 4 Sternen hin und her. Schlussendlich habe ich mich für 4 von 5 möglichen Sternen entschieden.

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Vita

Bernhard Aichner (1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Er schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017.

Die Thriller seiner "Totenfrau"-Trilogie standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Die Romane wurden in 16 Länder verkauft, u.a. auch nach USA und England. Mit "BÖSLAND" und "DER FUND" schloss er 2018 und 2019 an seine internationalen Erfolge an.

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Florian Lukas, 1973 geboren, hat seine Karriere am Theater begonnen, sich dann aber bald einen Namen mit Filmrollen gemacht. Nach den Kinoerfolgen »Absolute Giganten« und »St. Pauli Nacht« (beide 1998) erhielt er bereits erste Auszeichnungen. Für seine Darstellung in »Goodbye, Lenin!« (2003) folgten der Deutsche Filmpreis sowie ein Bambi. In dem preisgekrönten Fernsehmehrteiler »Weissensee« spielt Florian Lukas die Hauptrolle, auch in vielen weiteren Kino- und TV-Produktionen ist er zu sehen. Daneben bestreitet er Lesungen und spricht Hörbücher.

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Boris Aljinovic

Boris Aljinović, geboren 1967, studierte zunächst Englisch und Französisch an der FU Berlin. Anschließend absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Er spielte in Weimar, Schwerin sowie in Berlin am Renaissance-Theater. 1993 gab Aljinovic sein Leinwanddebüt in dem Episodenfilm "Flirt", von 1999 bis 2001 gehörte Boris Aljinović zum Ensemble der Krankenhaus-Soap "Klinikum Berlin Mitte - Leben in Bereitschaft". Seit 2001 spielt er im Berliner "Tatort". Auf der Kinoleinwand erschien er zuletzt in "7 Zwerge - Männer allein im Wald" (2004).
Für den Hörverlag spricht er u. a. in den Hörspielen "In 80 Tagen um die Welt" von Jules Verne und "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier und liest "Zähne und Klauen" von T.C. Boyle. 2007 wurde er mit dem Deutschen Hörbuchpreis als Bester Interpret ausgezeichnet.

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Steffen Groth

Steffen Groth, geboren 1974, spielt zwischen preisgekrönten Filmen wie »Alles auf Zucker« und der renommierten Serie »Weissensee« in nahezu jedem Genre. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Hauptrolle in »Doctor's Diary« und zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen. Er arbeitet zudem erfolgreich als Synchron- und Hörbuchsprecher.

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Cathlen Gawlich, geboren 1970, absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam. Von 1991 bis 2001 war sie Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin. Außerdem hatte sie Gastengagements am Maxim Gorki Theater Berlin und der Staatsoper Berlin. Seit 2004 ist sie regelmäßig an der Schaubühne in Berlin zu sehen. Sie ist die Synchronstimme von Sandy dem Eichhörnchen in »SpongeBob Schwammkopf«, spricht den Kakadu im gleichnamigen Kinderprogramm von Deutschlandradio Kultur und leiht Rose in der Fernsehserie »Two and a Half Men« ihre Stimme.

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