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Agatha Christie

Ein unerwarteter Gast

Ungekürzte Lesung mit Hans Eckardt
(1)
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Ein Fremder ertappt eine Möderin in ihrem Haus - wieder ein Meisterwerk von Agatha Christie

Ein Fremder verunglückt im dichten Nebel mit seinem Wagen und kommt auf der Suche nach Hilfe zu einem Haus, in dem offensichtlich wohl gerade ein Mord geschehen ist. Er übrerrascht dort eine Frau bei ihrem toten Mann — eine Pistole in der Hand.

Ist sie die Mörderin oder spricht nur der Augenschein gegen sie? Versucht sie einen der übrigen Hausbewohner, die alle ein Motiv haben, zu decken? Und welche Rolle spielt der unerwartete Gast bei der Lösung des Falles?


Übersetzt von Otto Bayer
Hörbuch Download, Laufzeit: 4h 21min
ISBN: 978-3-8445-4226-4
Erschienen am  26. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Durchaus spannend, aber vorhersehbar

Von: Geschichtentänzer

18.04.2022

Zur Entspannung gibt es nichts Besseres, als ein Agatha Christie-Hörbuch. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht. Dabei ist es ganz egal, wer der Ermittler ist. Die Queen of crime hat immer einen ganz eigenen Charme in ihre Bücher gebracht, sodass eigentlich jeder Krimi aus Christies Hand lesens- bzw. hörenswert ist. So langsam wird es aber immer schwieriger, Hörbücher zu finden, die ich noch nicht kenne. Deswegen bin ich auch dem Hörverlag überaus dankbar, der so unglaublich viele Christie-Bücher vertont hat. Mittlerweile bin ich bei den eher unbekannten Fällen angekommen und so stieß ich auch auf „Ein unerwarteter Gast“. Der Klappentext hat mich wirklich beeindruckt, also führte kein Weg an diesem Werk vorbei. Nach dem Hören muss ich aber sagen, dass es sich tatsächlich um eines der schwächeren Hörbücher handelt, sodass „Ein unerwarteter Gast“ zwar durchaus interessant ist, aber Luft nach oben bleibt. Klappentext Ein Fremder verunglückt im dichten Nebel mit seinem Wagen und kommt auf der Suche nach Hilfe zu einem Haus, in dem offensichtlich wohl gerade ein Mord geschehen ist. Er überrascht dort eine Frau bei ihrem toten Mann — eine Pistole in der Hand. Ist sie die Mörderin oder spricht nur der Augenschein gegen sie? Versucht sie einen der übrigen Hausbewohner, die alle ein Motiv haben, zu decken? Und welche Rolle spielt der unerwartete Gast bei der Lösung des Falles? Meinung Das Hörbuch geht ca. viereinhalb Stunden und startet durchaus vielversprechend. Die Atmosphäre ist von Anfang an geheimnisvoll und angespannt. Wie der Klappentext schon erwähnt, kommt ein Fremder in ein Haus, in dem offensichtlich gerade ein Mord geschehen ist. Die Frau steht neben ihrem verstorbenen Mann und der „unerwartete Gast“ ruft nicht etwas die Polizei, sondern wird ziemlich schnell Teil der Geschichte. Relativ lange spielt die Geschichte im Salon des Hauses und nur die beiden erwähnten Personen (und die Leiche) sind anwesend. Ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass „Ein unerwarteter Gast“ zunächst als Theaterstück konstruiert und später umgearbeitet wurde. Tatsächlich merkt man dies beim Hören. Ich habe mich beispielsweise lange gefragt, ob es sich um ein sogenanntes „Zwei-Mann-Stück“ handelt oder ob noch mehr Personen irgendwann mitspielen. Zunächst hatte ich nämlich den Eindruck, dass dies nicht geschehen würde. Tatsächlich kommen aber nach und nach die weiteren Hausbewohner ‚auf die Bühne‘. Es entwickelt sich eine durchaus spannende Geschichte, die viele Fährten legt und Raum für Spekulation lässt. Ich hatte ziemlich schnell eine Vermutung, wer der Mörder sein müsste. Aber auch mich verwirrten die vielen Fährten, sodass ich mir eine weitere Alternative überlegte. Wie der Fall dann tatsächlich ausgeht, hat mich leider nicht überrascht. Und auch das Ende empfand ich als nicht wirklich befriedigend, aber durchaus nachdenklich. Ich habe zumindest auch lange nach dem Hören immer mal wieder an diese Geschichte gedacht. Die Figuren sind leider alle relativ farblos, sodass ich mich schon jetzt nicht mehr an ihre Namen erinnere. Im Grunde lässt sich sagen, dass jeder der Beteiligten ein Motiv hatte und das macht die Geschichte definitiv spannend. Auch der Schreibstil ist wirklich gut und der Sprecher Hans Eckardt hat eine angenehme Stimme, die der Geschichte die richtige Atmosphäre einhaucht. Insgesamt ist „Ein unerwarteter Gast“ wirklich kurzweilig und abgesehen vom Anfang passiert wirklich viel. Langeweile kommt zumindest keine auf! Und doch ärgerte mich, dass meine erste Vermutung in Bezug auf des Rätsels Lösung korrekt war. Fazit „Ein unerwarteter Gast“ ist ein netter Zeitvertreib und auch bei mir führte die Geschichte dazu, mich zu entspannen. Allerdings gibt es wirklich bessere Christie-Fälle. Denn trotz vieler gelegter Fährten überrascht das Ende keineswegs. Als Bühnenstück würde mich das Werk sehr interessieren. Als Hörbuch vergebe ich dank Kurzweiligkeit und guten Sprechers dann doch noch vier von fünf Sternen.

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Vita

Als »Queen of Crime« wird Agatha Christie, 1890 bis 1976, allein schon wegen ihres gigantischen Publikumserfolges bezeichnet: Die geschätzte Gesamtauflage ihres Werkes beläuft sich auf über zwei Milliarden. Neben Theaterstücken und »gewöhnlichen Romanen«, die unter dem Pseudonym Mary Westmacott erschienen, hat Christie im Laufe eines halben Jahrhunderts etwa achtzig Kriminalromane und dreißig Bände mit Kurzgeschichten publiziert.

In den 50er Jahren begann sie, ihre Krimistorys für das Theater zu adaptieren. Ihr bekanntestes Kriminaldrama »The Mousetrap« wird noch heute, nach über 60-jähriger Laufzeit, im St. Martin's Theatre im Londoner West End gespielt. 1971 wurde Agatha Christie eine der höchsten Auszeichnungen Großbritanniens verliehen – der Titel »Dame Commander of the British Empire«.

Zur Autorin

Hans Eckardt

Hans Eckardt, 1939 bis 2009, war ein deutscher Hörbuchverleger, Regisseur und Rezitator. Seine ersten Erfahrungen als Hörbuchregisseur sammelte er als Leiter der Deutschen Blinden-Hörbücherei (DBH) an der Deutschen Blindenstudienanstalt (BliStA). Seit 1987 unterhielt Eckardt zusammen mit seiner Frau Heidemarie den Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen, zunächst in Ebsdorfergrund-Beltershausen dann in Marburg. Dabei handelt es sich um einen der ersten Verlage Deutschlands, der sich ausschließlich auf gesprochene Bücher konzentrierte und dessen Markenzeichen qualitativ hochwertige Literatur-Lesungen waren. Eckhardt selbst las zahlreiche Hörbücher als Sprecher ein, u. a. Texte von Wolfgang Borchert und Kriminalromane von Agatha Christie.

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