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Der Trotzkopf

Nostalgie für Kinder

Gekürzte Lesung mit Heike Makatsch
Mit Illustrationen von Max Meinzold
Ab 10 Jahren
Hörbuch Download (gekürzt)
11,95 [D]* inkl. MwSt.
11,95 [A]* (* empf. VK-Preis)
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Turbulente Internatsabenteuer, Streiche, Mädchenfreundschaften und die erste große Liebe

Ein Klassiker der „Backfisch-Literatur“, der Generation für Generation weitergegeben wird: Der „Trotzkopf“, die ungestüme und freche Ilse, wird vom elterlichen Hof ins Internat geschickt. Hier soll sie, die bisher eher wild aufgewachsen ist, standesgemäß erzogen werden. Nach ersten Eingewöhnungsschwierigkeiten findet Ilse schnell enge Freundinnen, mit welchen sie Streiche schmiedet, aber auch die traurigen Seiten des Lebens kennenlernt. Die großen Gefühle und die Natürlichkeit des „Trotzkopfs“ begeistern bis heute ungebrochen.


Mit Illustrationen von Max Meinzold
Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: 5h 45min
ISBN: 978-3-8371-5269-2
Erschienen am  19. Oktober 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Nostalgischer Klassiker des Backfischromans - großartig gelesen von Heike Makatsch

Von: Else S.

15.02.2021

Zu Beginn ist der Trotzkopf - die Protagonistin Ilse Macket - fünfzehn Jahre alt und bereits konfirmiert. Ilse wird als ebenso ungestümer wie liebenswerter Backfisch charakterisiert, der sich für die Jungen einer Katze begeistern kann. Allerdings weiß Ilse sich nicht entsprechend der Gepflogenheiten ihrer Zeit zu benehmen. Sie schlingt ihr Essen hinunter, auch stören sie Flecken und Risse an ihrer Kleidung nicht. Ilse ist von ihrem Vater - Herrn Oberamtmann Macket - allein groß gezogen worden, da ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt gestorben ist. Erst seit einem knappen Jahr hat Ilse in Frau Anne eine Stiefmutter, die Ilse Sitte und Anstand ihrer Zeit beibringen und sie zu einer Dame erziehen möchte. Als Frau Anne dies nicht gelingt, schafft sie es Herrn Oberamtmann Macket zu überzeugen, Ilse auf ein Mädchenpensionat zu schicken. Im weiteren Verlauf des Trotzkopfes werden Ilses Geschichten aus ihrer Zeit im Internat geschildert. Dort erlebt sie Abenteuer, heckt Streiche aus, schließt Freundschaften, erlebt jedoch auch Trauriges. Obwohl Ilses trotziges, rebellisches Wesen sich zunächst widersetzt, so fügt sie sich am Ende doch in die standesgemäße Erziehung am Pensionat, wenn sie etwa Handarbeiten lernt. Und schließlich findet sie die erste große Liebe. Am Trotzkopf finde ich nicht nur Ilses Charakterisierung sehr gelungen, sondern auch die von Ilses bester Freundin Nellie sowie von Ilses Lieblingslehrerin Charlotte Güssow. Die Charaktere wirken heutzutage natürlich schon ein wenig aus der Zeit gefallen, sind dafür aber lebendig geschildert und authentisch charakterisiert. An der Protagonistin Ilse gefällt mir ausgesprochen gut, dass sie zu Beginn ebenso natürlich wie temperamentvoll und wild ist. Auch dass sie wenig Wert auf ihr Äußeres legt, sie Risse und Flecken in ihrer Kleidung nicht stören und es ihr gleich ist, ob andere darüber lachen oder spotten, sagt mir sehr zu. Letztlich fügt Ilse sich in die standesgemäße Erziehung zur Dame. So mögen manche am Trotzkopf aus heutiger Sicht das Frauenbild kritisieren, das aber bereits über 130 Jahren alt ist. Für mich jedoch ist der Trotzkopf ein Klassiker und zudem nicht nur der erste Backfischroman, sondern meiner Ansicht nach immer noch der Beste. Und dass der Trotzkopf keine Vorlage dafür bietet, wie junge Damen heutzutage erzogen werden sollten, sollte wohl jedem Leser bzw. Hörer klar sein. Für mich ist der Trotzkopf ein unterhaltsamer Backfischroman mit sympathischer, temperamentvoller Protagonistin. Allerdings stimme ich Ilses Vater zu, dass mir die Ilse zu Beginn des Trotzkopfes in ihrem rebellischen, nicht auf Äußerlichkeiten bedachten und sich nicht den damals gängigen Regeln unterwerfenden Wesen besser gefallen hat. Der Trotzkopf wird von Heike Makatsch in gekürzter Fassung gelesen, die aber immer noch 5 CDs und eine Gesamtspielzeit von ca. 5 Std. 45 Min. umfasst. Die Lesung von Heike Makatsch gefällt mir ausgesprochen gut. Denn ihre markante Stimme passt sehr gut zum Trotzkopf Ilse, wie ich finde. Aber auch Ilses Freundin Nellie wird von Heike Makatsch in einzigartiger Weise gesprochen. Selbst wenn man den Trotzkopf schon kennt, kann ich dieses Hörbuch nur wärmstens empfehlen, da die Lesung von Heike Makatsch diesen bekannten Klassiker ganz neu rüberkommen und anders wirken lässt. Nichtsdestotrotz bietet dieses Hörbuch für mich ein Schwelgen in Nostalgie und entführt mich in eine andere Zeit. Dazu trägt mit Sicherheit auch bei, dass die Sprache des Originals aus dem Jahre 1885 nicht angepasst wurde, um diese zu aktualisieren. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für das Nostalgie Feeling, das dieser Klassiker des Backfischromans bietet, dem Heike Makatsch mit ihrer großartigen Lesung einen neuen Twist verleiht.

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Nostalgie pur

Von: 78sunny

30.10.2020

Oh mein Gott, war das wieder eine Reise zurück in die Vergangenheit. Das war wirklich Nostalgie pur und das sollte jeder, der das liest auch bei meiner Rezension beachten. Ich weiß nicht, wie mir das ganze gefallen hätte, würde ich damit nicht so schöne Erinnerungen aus meiner Kindheit mit verbinden. Realistisch gesehen, ist das ganze nicht mehr zeitgemäß geschrieben und der moralische Zeigefinger trifft einen so manches mal mitten ins Gesicht, aber es handelt halt auch von einer Zeit, die so ganz anders war als unsere. An die gestelzte Wortwahl hatte ich mich schnell gewöhnt und es rundete dieses nostalgische Gefühl richtig ab. Ich würde es mir hier nicht anders wünschen. Witzig fand ich, wie unterschiedlich ich die Geschichte nun als Erwachsene aufnahm. Ich weiß noch genau welche Szenen mich als Kind so begeistert hatten, denn „Der Trotzkopf“ gehörte damals zu meinen Lieblingsbüchern. Heute kann ich nicht mehr recht nachvollziehen, wie großartig ich die ein oder andere Szene fand, aber sehr gut unterhalten haben sie mich trotzdem und mir fielen nun andere Szenen mehr ins Auge. Ich finde es wird einfach eine richtig schöne Geschichte von einer 15 Jährigen erzählt, die erst machen durfte was sie wollte und dann plötzlich in ein Pensionat für ein Jahr gesteckt wird, wo man sie zur Dame macht. Natürlich ist das heutzutage alles nicht mehr mit unseren Moral- und Erziehungsvorstellungen zu vereinbaren und so stießen mir so manche Szenen einfach auch etwas schwer auf. Die Entwicklung von Ilse sehe ich heute natürlich eher bedenklich und Individualismus wird hier nicht groß geschrieben. Allerdings finde es bei dieser Art von Buch auch irgendwie merkwürdig es auf diese Aspekte auseinanderzunehmen. Gerade die sehr gestelzte Ausdrucksweise hilft da doch sehr, den Abstand zu gewinnen und sich zu erinnern, dass es andere Zeiten gab und dies eben eine Geschichte ist und nicht mehr. Ilse ist 15 Jahre zu Beginn des Buches, benimmt sich aber (mit der heutigen Zeit verglichen) eher wie eine 10jährige. Ich mochte ihre wilde Art, die sie eigentlich nie komplett ablegte, aber die doch stark verändert wurde durch die Erziehung im Pensionat. Diese Entwicklung kann ich teilweise nicht nachvollziehen, aber es ist wirklich schwierig sich in ein Mädchen dieser Zeit hinein zu versetzten. Da muss ich dann auch oft an Geschichten denken, die mir meine Mutter aus ihrer Kindheit und Jugend erzählt hat, die für mich auch in keinster Weise nachvollziehbar sind. So ist es vielleicht doch gar nicht so abwegig, dass Ilse sich sehr schnell das annahm, was man ihr dort beibrachte. Wirklich mitgefühlt habe ich dann wieder bei der sehr, sehr traurigen Szene des Buches und das ging mir heute so wie früher. Auch in der Hörbuchfassung kam das sehr emotional herüber. Allgemein hatte ich viele Szenen wirklich vor Augen und vor allem wurde die Charaktere richtig gut beschrieben. Ein Nebencharakter hatte es mir damals wie heute schwer angetan – die Engländerin und beste Freundin von Ilse, Nelly. Sie ist einfach so ein herzensguter Mensch und für Ilse wirklich eine wahre Freundin. Auch die Gesten, die sowohl Ilse als auch Nelly anderen gegenüber machen, waren wirklich schön und auch das war mir von damals noch sehr im Gedächtnis geblieben. Vor allem die wunderschöne Weihnachtsszene. Und wenn einem so was noch nach Jahren ans Herz geht, muss es doch einfach gut sein. Einzig wirklich negativ fand ich am Schreibstil, dass die Autorin es dem Leser wohl nicht zutraute, zwischen den Zeilen zu lesen. Sie musste immer wieder recht plump darauf hinweisen, dass ein Charakter, der gerade sehr streng war, es doch so sehr aus Liebe tat oder ähnliches. Das ist der Grund warum das Buch keine 5 Sterne von mir bekommt. So etwas stört mich, vor allem wenn es so plump geschrieben wird und nicht irgendwie umschrieben. Da kann ich dann auch kein Auge zudrücken, weil das ganze ja 1885 erschienen ist. Die Hörbuchfassung ist übrigens sehr zu empfehlen. Heike Makatsch liest das Ganze hervorragend und verstellt ihre Stimmer sehr angenehm. Der absolute Hammer war aber wie sie Nellys Akzent und ihre merkwürdige Sprache herüberbrachte. Ich würde dem Hörbuch daher immer den Vorzug geben. *Fazit:* 4 von 5 Sternen Die Art und Weise wie es geschrieben wurde, ist heute zwar nicht mehr ganz zeitgemäß, aber es vermittelt wirklich einen tollen Nostalgie-Effekt. Heute wie damals hat mich die Geschichte sehr begeistern können, auch wenn ich sie heute doch etwas kritischer betrachte.

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Vita

Emmy von Rhoden

Emmy von Rhoden (1829-1885) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie schrieb zahlreiche Erzählungen, die im „Familienbuch des österreichischen Lloyd” und in der Berliner Zeitschrift „Victoria” veröffentlicht wurden. Ihr Roman „Der Trotzkopf. Eine Pensionsgeschichte für erwachsene Mädchen” wurde wenige Wochen nach ihrem Tod veröffentlicht und ein riesiger Erfolg, der bis heute anhält. Er gehörte als sog. „Backfisch-Roman“ über Generationen hinweg zur Standard-Lektüre heranwachsender Mädchen. Aufgrund des Erfolgs verfasste Emmy von Rhodens Tochter Else Wildhagen zwei Fortsetzungen: „Aus Trotzkopfs Brautzeit” und „Aus Trotzkopfs Ehe”. Die niederländische Schriftstellerin Suze la Chapelle-Roobol (1855-1923) beendete den Trotzkopf-Zyklus schließlich mit dem Band „Trotzkopf als Großmutter”. Die Geschichten wurden 1983 als 8-teilige Fernsehserie für den Bayerischen Rundfunk verfilmt.

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Heike Makatsch

Heike Makatsch, geboren 1971 in Düsseldorf, wurde zunächst als Moderatorin bei Viva und Bravo TV populär. Schnell bewies Makatsch ihr Schauspiel-Talent, vor allem in der Zusammenarbeit mit Detlev Buck und Doris Dörrie. Ihr internationales Kinodebüt gab sie in der Erfolgskomödie „Tatsächlich Liebe" an der Seite von Emma Thompson und Hugh Grant. Die Kritik lobt ihre „verblüffende und betörende Kunst" und ihre „atemberaubende Präsenz".

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Max Meinzold, geboren 1987, ist freischaffender Grafikdesigner und Illustrator. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Science-Fiction, Fantasy und der Kinder- und Jugendliteratur. Für seine moderne, innovative Buchgestaltung wurde er bereits für zahlreiche Preise nominiert. Er lebt und arbeitet in München.

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