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Ciara Geraghty

Das Leben ist zu kurz für irgendwann

Ungekürzte Lesung mit Inka Friedrich
Hörbuch Download
18,95 [D]* inkl. MwSt.
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Zwei Freundinnen fürs Leben. Eine mutige Entscheidung. Und eine Reise, die alles verändert.

Terry und Iris sind Freundinnen. Sie würden durchs Feuer füreinander gehen. Aber Iris ist krank. So krank, dass sie sich heimlich entschließt, ihr Leben in der Schweiz zu beenden. Als Terry eines Tages entdeckt, dass Iris auf dem Weg dorthin ist, zögert sie keine Sekunde. Mit ihrem betagten Dad auf dem Rücksitz gelingt es ihr, Iris am Hafen von Dublin einzuholen. Die drei begeben sich auf die Reise durch England und Frankreich, die ganz anders verläuft, als Terry es sich je hätte vorstellen können. Und was die schlimmste Zeit in ihrem Leben hätte werden können, wird ihre beste.


Aus dem Englischen von Sibylle Schmidt
Originaltitel: The Rules of the Road (HarperCollins)
Originalverlag: Goldmann HC
Hörbuch Download, Laufzeit: 8h 56min
ISBN: 978-3-8445-3978-3
Erschienen am  22. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Das Leben ist zu kurz für irgendwann von Ciara Geraghty

Von: Vanessa

01.05.2021

Das Leben ist zu kurz für irgendwann von Ciara Geraghty ist ein Roman über die Freundschaft von Terry und Iris. Terry ist Hausfrau und Mutter und lebt mit ihrer Familie in Dublin. Als sie zufällig bei Iris vorbeikommt, öffnet niemand die Tür. Da Iris an MS leidet, macht sich Terry Sorgen und steigt ins Haus ein. Dort findet sie niemanden vor außer zwei Briefen, von denen der erste an sie adressiert ist. Iris schreibt darin, dass sie sich entschieden hat, ihr Leben in einer Schweizer Klinik für Sterbehilfe zu beenden. Terry kann das nicht zulassen und folgt Iris zur Fähre, deren Buchung sie im Computer gefunden hat. Iris ist alles andere als begeistert, gestattet Terry und deren Vater aber sie zumindest bis nach England zu begleiten. Terry hat ihren Vater gerade bevor sie zu Iris‘ Haus fuhr aus dem Altenheim abgeholt, da sie dort Probleme mit Ungeziefer haben. Terrys Vater ist sehr dement und erinnert sich kaum noch an seine eigene Tochter. Eine Reise mit einem ständigen Ortswechsel ist eigentlich nichts mehr für ihn. In London will Iris sich ein Konzert ansehen und Terry ruft heimlich Iris‘ Mutter Vera an, damit die beiden sich endlich versöhnen können. Iris ist zwar nicht begeistert, spricht aber zumindest mit ihrer Mutter. Außerdem kauft Terry sich neue Kleidung, da sie ja für sich nichts einpacken konnte. Während sie unterwegs sind, rufen ihre Töchter Kate und Anna und ihr Mann Brandon immer wieder an, denn sie bräuchten ihre Mutter beziehungsweise ihre Frau in Dublin. Während Brandon gerade Verhandlungen mit Geschäftspartnern führt, wo er seine Frau als moralische Unterstützung Zuhause brauchen könnte, sind Anna und Kate gerade in stressigen Phasen. Die eine lernt gerade für ihre Abschlussprüfungen an der Uni und die andere plant ein Theaterstück. Terry fällt es schwer so weit weg von ihren Töchtern zu sein; schließlich ist es ihre Aufgabe sich um ihre Kinder und ihren Ehemann zu kümmern. Terry und Iris fahren in der Folge quer durch Frankreich und genießen ihren gemeinsam Roadtrip. Sie machen Halt in einem französischen Schloss, in dem Iris mit dem einzigen Angestellten schläft und Iris und Terry gemeinsam im Garten kiffen. Nachdem Terrys Vater ihren Wagen gegen den nächstbesten Baum gesetzt hat, läuft Terry ins nächste Dorf, um dort Hilfe zu holen. Terry fährt mit dem Motorrad des Mechanikers zurück zu ihrer Freundin und ihrem Vater, obwohl sie Angst vor Motorrädern hat. Am Abend gehen die drei gemeinsam in einen Jazz-Club, der nur bei Vollmond existiert und tanzen dort stundenlang. Nach diesem wunderschönen Abend streiten sich Iris und Terry fürchterlich und in der Folge reist Iris alleine ab. Terry und ihr Vater reisen Iris panisch hinterher, denn Terry möchte ihre Freundin in ihren letzten Stunden auf keinen Fall alleine lassen, auch wenn sie mit Iris‘ Entscheidung nicht einverstanden ist. Mit dem notdürftig reparierten Auto fährt Terry Iris hinterher und sucht in ganz Zürich nach ihr. Sie ruft alle Hotels an und fragt nach allen möglichen Kombinationen von ihren Vor- und Nachnamen, allerdings ist keine Frau mit einem dieser Namen in irgendeinem Hotel in Zürich. Erst als sie nach Mary Lennox, der Protagonistin aus Der geheime Garten, Iris‘ Lieblingsbuch, fragt, findet sie Iris und ruft sie an. Terry verspricht ihr, sie am nächsten Tag in die Klinik zu begleiten und bis zum Ende bei ihr zu bleiben… Das Leben ist zu kurz für irgendwann von Ciara Geraghty habe ich als Hörbuch gehört, sodass ich sowohl etwas zum Inhalt als auch zum Medium schreiben werde. Die Figuren, Terry und Iris vor allem, haben mir sehr gut gefallen. Obwohl es eigentlich um Iris geht, liegt der Fokus klar auf Terry. Aus ihrer Sicht wird die gesamte Reise geschildert und sie lernt unglaublich viel über sich selbst während sie mit ihrer besten Freundin und ihrem dementen Vater quer durch Europa reist. Terry versucht viele Dinge, vor denen sie früher Angst hatte und traut sich immer wieder aus ihrem eigenen Schneckenhaus, obwohl sie eigentlich eine sehr ängstliche Person ist und sich ständig Gedanken darüber macht was alles schief gehen könnte. Iris ist egoistischer, aber auch sie hat ein gutes Herz. Sie hat wirklich viel durchmachen müssen, ihr Vater, der schwerkrank war, ihre eigene Krankheit, ihre Mutter, die wegläuft als Iris noch sehr jung ist, aber gerade das alles scheint sie gestärkt zu haben. Sie ruht in sich und ihr ist die Meinung der anderen allzu oft egal, wodurch sie wahrscheinlich egoistischer wirkt als sie eigentlich ist. Dennoch ist mir Iris sympathisch. Die Handlung selbst hat mir ebenfalls gut gefallen. Ich hatte ja gedacht, dass die Reise sehr bedrückt und traurig ablaufen würde und war nicht so sicher, ob ich das Hörbuch wirklich hören will, aber es war viel lustiger als ich befürchtet hatte. Terry hat eine unglaublich lustige Art und auch Iris trägt ihres zur Leichtigkeit des Romans bei. Die Beschreibungen der Landschaft und all das, was Terry ausprobiert, sorgen dafür, dass der Roman sich sehr leicht hat weghören lassen. Ich mag solche Romane, in denen die Protagonistin aus ihrem Leben ausbricht, neue Dinge ausprobiert, über sich hinauswächst und dann ihr Leben ändert und genau so ist es hier mit Terry. Der Vorgang, was gedanklich und emotional in ihr passiert, bleibt zwar undurchsichtig; zumindest für mich. Hier hätte ich mir mehr Gedanken- und Gefühlsschilderungen gewünscht, aber dennoch sind Terry Beweggründe nachvollziehbar. Ich mag es in letzter Zeit ja auch ganz gerne, wenn die Romane eine gewisse Leichtigkeit haben und dennoch eine wichtige Botschaft vermitteln und das ist Ciara Geraghty sehr gut gelungen. Obwohl Terrys Vater Demenz hat, scheint ihm die Reise auch irgendwie gut zu tun; was nicht heißt, dass man seine älteren dementen Verwandten aus dem Altenheim reißen und quer durch Europa schleifen sollte. Aber ich finde es wichtig, dass sich in diesem Roman so viel um das Thema Demenz dreht. Iris arbeitet in diesem Bereich, Terry wollte ihren Vater Zuhause pflegen und schildert ihre widersprüchlichen Gefühle. Sie erzählt davon wie verzweifelt sie war, weil ihre alte Mutter ihren Mann bis zu ihrem Tod gepflegt hat, Terry es aber trotz Pflegekraft, die ihr hilft, nicht länger als ein halbes Jahr konnte. Und sie schildert, dass sie ihren Vater liebt und dennoch Unverständnis und an manchen, schlechten Tagen oder in schlimmen Situationen beinahe sogar Hass für ihn empfindet. Das ist unglaublich hart, zeigt aber wie komplex Gefühle, gerade in einer solch schwierigen Situation, sein können. Auch dass das Thema Sterbehilfe hier so präsent ist, hat mir gut gefallen. Das ist ein unglaublich schwieriges Thema, zu dem es etliche verschiedene Meinungen gibt, die sicherlich auch meistens ihre Berechtigung haben. Natürlich wird das Thema auch in der Schule thematisiert und dann muss eine Pro und Kontra-Argumentation dazu geschrieben werden, aber sich einmal in die Figuren im Roman hineinzuversetzen und diese widersprüchlichen Ansichten vorgestellt und vorgelebt zu bekommen, hilft, darüber auch noch einmal selbst nachzudenken. Auf der einen Seite eine Frau, die Angst vor einem qualvollen Tod hat und auf der anderen Seite ihre beste Freundin, die die Freundin noch nicht verlieren möchte. Inka Friedrich ist die Sprecherin von Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Ich mochte ihre Stimme sehr gerne und sie hat toll zu Terry gepasst. Auch den dementen Vater von Terry hat sie toll gesprochen und auch Iris konnte man gut von Terry unterscheiden und sie hat ihr ihre eigene Charakteristik gegeben. Das Hörbuch selbst ist ungekürzt, was ich ja immer ganz gut finde. Zumal es keine Längen im Roman gab, wo man sich dann doch mal eine Kürzung gewünscht hätte. Schade finde ich, dass es den Roman nur als Download-Hörbuch gab, weil ich das Cover wirklich schön finde, aber so ist das leider manchmal. Insgesamt hat mir Das Leben ist zu kurz für irgendwann von Ciara Geraghty sehr gut gefallen und ich empfehle das Hörbuch gerne weiter.

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Vita

Ciara Geraghty lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Dublin. »Das Leben ist zu kurz für irgendwann« eroberte die Herzen der Leserinnen und Leser im Sturm und stand unter den Top Ten der Irish-Times-Bestsellerliste.

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Inka Friedrich

Inka Friedrich, geboren 1965 in Freiburg, absolvierte ihre Schauspielausbildung nahm an der Hochschule der Künste in Berlin. Nach ihrem Abschluss 1988 ging sie zum Theater Basel feierte dort erste Erfolge. 1990 ernannte sie die Zeitschrift »Theater heute« zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres. Seit 1998 arbeitet sie als freie Schauspielerin. Ab Mitte der 1990er Jahre war sie neben Rollen im Deutschen Theater, dem Schauspielhaus Zürich und dem Burgtheater Wien auch im Fernsehen zu sehen, seit 2007 u. a. im »Tatort«. Ihr Kinodebüt gab sie in »Willenbrock«. Für ihre Rolle als arbeitslose und alleinerziehende Mutter in »Sommer vorm Balkon« (2006) wurde sie für den Deutschen Filmpreis nominiert. Dem Serienpublikum ist sie durch ihre Rolle als Sandra Schmidt aus der preisgekrönten Echtzeit-Serie »Zeit der Helden« ein Begriff. Für den Hörverlag las sie unter anderem Sue M. Kidds »Erfindung der Flügel«.

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