33 Live-Talks während der Frankfurter Buchmesse

STERN und Penguin Random House laden während der Frankfurter Buchmesse Autor*innen zu 33 Bücher-Talks ein. Auf der Bühne in Halle 3 – und live auf stern.de und penguinrandomhouse.de – gibt es Gespräche unter anderem mit Segler Boris Herrmann, Schlagerikone Roland Kaiser sowie den Superstars Alvaro Soler und Riccardo Simonetti.
Weitere Gäste der jeweils 30 Minuten langen Bücher-Talks sind vielfach ausgezeichnete Autor*innen wie Jenny Erpenbeck, Terézia Mora, Bestsellerautoren Bernhard Aichner und Marc Elsberg oder Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Nava Ebrahimi.

Los geht es am Buchmessen-Mittwoch um 12 Uhr, die letzte Veranstaltung findet am Buchmessen-Sonntag um 16 Uhr statt. Das abwechslungsreiche Programm wird täglich gestreamt und verschiedene Social-Media-Teams berichten live von der Messe – unter anderem auch aus dem Backstage-Bereich.

Alle Programmdetails der Veranstaltungsreihe

Hier finden Sie alle Informationen zu unserem Programm und den Gästen der 30-Minuten-WG.

Mittwoch, 20. Oktober

12 Uhr: Warum schreiben Sie Krimis, Herr Bergmann? Michel Bergmann im Gespräch mit Bärbel Schäfer

Michel Bergmann, jüdischer Autor und Producer, geboren in Basel, Kinderjahre in Paris, Jugendjahre in Frankfurt am Main. Nach Studium und Job bei der »Frankfurter Rundschau« beim Film gelandet. Zuerst Producer, dann Regisseur, zuletzt als Drehbuchautor u.a. »Hallo, Onkel Doc!« »Otto – Der Katastrofenfilm«. Seit 2010 auch Romanautor: u.a. »Die Teilacher«, »Herr Klee und Herr Feld«, »Weinhebers Koffer«. »Der Rabbi und der Kommissar« (Heyne Verlag) ist sein erster Kriminalroman.

13 Uhr: Was machen 33 Jahre Haft mit einem Menschen? Jens Söring im Gespräch mit Bärbel Schäfer

Jens Söring saß drei Jahrzehnte unter härtesten Bedingungen in US-Haft, verurteilt für den Mord an den Eltern seiner Freundin, bis er auf Bewährung freigelassen wurde. Bis heute gibt es Zweifel an seiner Schuld. »Rückkehr ins Leben. Mein erstes Jahr in Freiheit nach 33 Jahren Haft« (C. Bertelsmann) ist die aufwühlende Geschichte eines Mannes, der mit seiner Vergangenheit leben und sich eine Zukunft aufbauen muss.

14 Uhr: Wie verstehen Sie den Koran, Herr Idriz? Benjamin Idriz im Gespräch mit Abdul-Ahmad Rashid (ZDF)

„Wer die Auslegungen der früheren Korangelehrten als absolut und allein richtig für alle Zeiten auffasst und keine neuen Interpretationen zulässt, der ist wie tot, denn er lebt in einer Zeit, die nicht mehr existiert. Dieser Mensch hat der, Menschheit in der Gegenwart nichts mehr zu sagen.“, erklärt Imam Benjamin Idriz. Seit 25 Jahren ist er der Imam der islamischen Gemeinde im oberbayerischen Penzberg. In seinem Buch »Wie verstehen Sie den Koran, Herr Imam?« (Gütersloher Verlagshaus) schildert er die Grundlinien seiner Deutung, die sich nicht allein an den traditionellen Interpretationsweisen orientieren und eine Aktualisierung der Botschaft im Heute und Hier möglich machen.

16 Uhr: »Erneuerbare Energien zum Verstehen und Mitreden!« Harald Lesch im Gespräch mit Martin Schlak (STERN Redaktion)

In »Erneuerbare Energien zum Verstehen und Mitreden« (C. Bertelsmann) zeigt Prof. Harald Lesch gemeinsam mit Florian Lesch, Christian Holler, Joachim Gaukel und Studierenden der Hochschule München kurz, anschaulich und verständlich, was erneuerbare Energien leisten können und wie sie sich im Vergleich untereinander bewerten lassen. All das unter der großen Frage: Wird es gelingen, mit erneuerbaren Energien unseren großen Energiebedarf zu stillen?

17 Uhr: Postapokalypse Now! Der russische Bestsellerautoren Dmitry Glukhovsky im Gespräch mit Ulrich Sonnenschein

Dmitry Glukhovsky, 1979 geboren, ist einer der populärsten Autoren Russlands. Postapokalypse Now! So könnte man Glukhovskys literarisches Werk überschreiben. Und auch sein neuer Roman »Der Posten« (Heyne Verlag) spielt mit dieser Vision: Nach einem verheerenden Bürgerkrieg sind ganze Landstriche verseucht, Moskau hat alle Gebiete östlich der Wolga aufgegeben. Die einzelnen Städte haben kaum noch Kontakt zur Regierung, nur über das ausgedehnte Eisenbahnnetz kommen ab und an noch Züge, die die Außenposten versorgen. Auf einem solchen Posten träumt Jegor seit seiner Kindheit von der Welt jenseits der Eisenbahnbrücke, über die schon seit Jahrzehnten niemand mehr gekommen ist. Bis heute …

Donnerstag, 21. Oktober

10 Uhr: »Der lange Atem der Bäume« Peter Wohlleben im Gespräch mit Matthias Schmidt (STERN Redaktion)

Mit »Der lange Atem der Bäume« (Ludwig) knüpft Peter Wohlleben, Deutschlands bekanntester Förster, direkt an seinen Millionenseller »Das geheime Leben« der Bäume an – ebenso zum Staunen, aber dabei gleichzeitig scharf und kritisch: Auf der einen Seite schildert er neue verblüffende Erkenntnisse über das Leben der Bäume und ihre Fähigkeiten, zu lernen und mit dem Klimawandel umzugehen. Zugleich geht er hart ins Gericht mit den von Ahnungslosigkeit geprägten Akteuren in Wirtschaft und Politik, die Bäume ausschließlich zur Holzgewinnung und zur Imagepflege pflanzen und die Natur damit in Wahrheit rücksichtslos ausbeuten. Dabei erklärt Peter Wohlleben schlüssig, warum es so wichtig ist, natürliche Wälder zu erhalten und der Natur die Zeit und Ruhe zu geben, die sie braucht, um aus eigener Kraft zu wachsen. Denn jeder menschliche Eingriff in den Wald schwächt das Ökosystem zusätzlich und zugleich auch unsere Chance, den Klimawandel zu stoppen.

11 Uhr: Die Zeit heilt alle Wunden, doch das Gewissen heilt sie nicht. Ellen Sandberg im Gespräch mit Stefanie Hellge (STERN Chefredaktion)

Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg. Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die immer monatelang in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser. Ihr großes Anliegen ist es, gegen das Vergessen anzuschreiben. Und so widmet sie sich wie schon in ihren früheren Romanen auch in »Das Geheimnis« (Penguin Verlag) großen gesellschaftlichen Themen wie Schuld und der Suche nach Gerechtigkeit.

12 Uhr: Wie ist es, wenn der erste Roman erscheint? Khuê Phạm und Florian Gottschick im Gespräch mit Stefanie Hellge (STERN Chefredaktion)

Die Debütautor*innen Khuê Phạm (»Wo auch immer ihr seid«, btb Verlag) und Florian Gottschick (»Henry«, Penguin Verlag) – Khuê Phạm gehört zu den wichtigsten Stimmen einer neuen Generation von deutschen Autor*innen. Sie arbeitet als Redakteurin bei der ZEIT und wurde für ihre journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet. »Wo auch immer ihr seid« ist eine literarische Annäherung an ihre eigene Familie, deren Lebensweg sie über fünf Jahrzehnte nachzeichnet. Florian Gottschick ist Drehbuchautor und Regisseur. Die Filme unter seiner Regie liefen auf über 70 internationalen Filmfestivals. Sein Diplom-Film »Nachthelle« wurde für den Grimme-Preis nominiert. Er lehrt als Dozent Filmschauspiel, Drehbuch/Dramaturgie und Filmregie. Temporeich, originell, mit eindrücklichen Bildern und feinem Humor erzählt er in »Henry« von einer Entführung aus Versehen, die allen Beteiligten das Wichtigste überhaupt lehrt: Wenn es einen Sinn im Leben gibt, dann ist es das Leben selbst.

13 Uhr: Thriller made in Austria! Jan Beck und Bernhard Aichner im Gespräch mit Nicolas Büchse (STERN CRIME)

In seinen Thrillern blickt der gelernte Jurist Jan Beck tief in die menschlichen Abgründe. Mit seinem Debüt »Das Spiel« stand er wochenlang auf den deutschsprachigen Bestsellerlisten. Mit »Die Nacht« (Penguin Verlag) ist gerade der zweite Teil der Thriller-Reihe um das Ermittlerduo Inga Björk und Christian Brand erschienen und direkt zum Bestseller geworden. Wieder stehen die beiden vor der Herausforderung, in einem perfiden Wettlauf gegen die Zeit eine grausame Mordserie zu verhindern. Der österreichische Bestsellerautor Bernhard Aichner wurde für seine Arbeit mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. mit dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017. Seine »Totenfrau«-Trilogie stand monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Die Romane wurden in 16 Länder verkauft und werden gerade von Netflix und dem ORF verfilmt. David Bronski, der Held seiner neuen Krimireihe (aktuell: »Gegenlicht«, btb Verlag), ist Pressefotograf wie einst Aichner selbst, und avancierte sofort zum Nr. 1-Bestseller in Österreich.

14 Uhr: Roland Kaiser: Ein großer Entertainer - ein großes Leben. Roland Kaiser im Gespräch mit David Baum (STERN Redaktion)

Roland Kaiser wird seit fast 50 Jahren auf deutschen Bühnen gefeiert. Seine Fangemeinde umfasst mittlerweile drei Generationen. Er gilt als DER Erfolgskünstler des deutschen Schlagers. Angefangen hat es ganz unglamourös. 1952 in Berlin zur Welt gekommen, gab seine leibliche Mutter ihn fort. Ronald Keiler, wie er damals hieß, wuchs bei einer Pflegemutter auf, einer einfachen und warmherzigen Frau, deren gelebte Werte ihn bis heute leiten. Er erlebte den Mauerbau, hörte 1961 Willy Brandts Rede vor dem Schöneberger Rathaus und 1963 John F. Kennedy, als er sagte Ich bin ein Berliner. Durch einen Zufall wurde er mit 21 Jahren ins legendäre Hansa-Tonstudio eingeladen und bekam umgehend einen Plattenvertrag. Aus Ronald Keiler wurde Roland Kaiser. In seiner Autobiographie »Sonnenseite« (Heyne Verlag) blickt Roland Kaiser zurück – und erzählt dabei nicht nur aus seinem Leben, sondern immer wieder auch deutsche Zeitgeschichte.

15 Uhr: Segelstar Boris Herrmann und Journalist Andreas Wolfers im Gespräch mit Matthias Schmidt (STERN Redaktion) über das härteste Segel-Rennen der Welt

Boris Herrmann segelte Greta Thunberg zum UN-Klimagipfel über den Atlantik und startete als erster Deutscher bei der Vendée Globe, der berühmtesten und härtesten Regatta der Welt. In seinem Buch »Allein zwischen Himmel und Meer. Meine 80 Tage beim härtesten Segelrennen der Welt« (C. Bertelsmann) schildert er gemeinsam mit Andreas Wolfers erstmals ausführlich seine Erlebnisse und Emotionen während des fantastischen Rennens, die Höhen und Tiefen während der 80 Tage allein auf dem Meer und seinen Einsatz für den Schutz der Meere sowie unserer Umwelt.

16 Uhr: Welche Fragen wurden Ihnen noch nie gestellt, Frau Ebrahimi? Nava Ebrahimi im Gespräch mit Ariane Wick (hr3)

Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, erhielt 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Für ihren ersten Roman »Sechzehn Wörter« wurde sie mit dem Österreichischen Buchpreis sowie dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Sie war Finalistin des Open Mike und Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens. In »Das Paradies meines Nachbarn« (btb Verlag) erzählt sie über das Fremde in uns selbst und über die Verantwortung, die wir für andere haben.

16:45 Uhr: Sind wahre Verbrechen gruseliger als die Fiktion? Autor und Podcaster Philipp Fleiter im Gespräch mit Florian Valerius (@literarischernerd)

Die schlimmsten Verbrechen passieren meist nicht in der Großstadt, sondern direkt nebenan. Wenn die nette Nachbarin angeblich im Urlaub ist, in Wirklichkeit aber einbetoniert unter der Garage liegt oder wenn ein kleines Mädchen plötzlich spurlos vom elterlichen Bauernhof verschwindet, sind das Fälle, die man nicht vergisst. Radiojournalist Philipp Fleiter berichtet schon seit Jahren über Verbrechen und ihre Hintergründe. Sein Nr.-1-True-Crime-Podcast »Verbrechen von Nebenan« (Goldmann Verlag), den er 2019 startet, wurde schnell zu einem der erfolgreichsten deutschen Podcasts überhaupt. Jetzt erscheinen seine spektakulärsten Folgen plus zehn bisher unveröffentlichte Kriminalfälle und zahlreiche Experteninterviews erstmals als Buch.

Freitag, 22. Oktober

10 Uhr: Diskriminierung – alles eine Frage der Erziehung? Nkechi Madubuko im Gespräch mit Stefanie Hellge (STERN Chefredaktion)

Der Alltag in Deutschland ist längst multikulturell und Kinder kommen durch Gleichaltrige mit anderen Familienmodellen, Religionen, Hautfarben und Sprachen in Berührung. Doch diese Vielfalt führt nicht automatisch dazu, dass alle auch „gleich“ wahrgenommen und behandelt werden. In ihrem Ratgeber »Erziehung zur Vielfalt« (Kösel Verlag) geht die Soziologin und Diversity-Expertin Dr. Nkechi Madubuko der Problematik auf den Grund. Kinder lernen Vorurteile durch ihr Umfeld, durch gesellschaftlich geduldete Diskriminierung und die mangelnde Repräsentation von Unterschieden in der dominanten Kultur.Mit Stefanie Hellge spricht Nkechi Madubuko darüber, wie Eltern ihren Kindern einen wertschätzenden Umgang mit Vielfalt vermitteln können. Denn Eltern legen die Grundlagen für die kindliche Offenheit gegenüber Unterschieden – im Denken, in der Sprache und im Handeln – und können über ihre Erziehung Ausgrenzung, Alltagsrassismus und Diskriminierung etwas entgegensetzen.

11 Uhr: "Lasst uns tanzen und Champagner trinken!" - Michaela Karl im Gespräch über Isadora Duncan mit Wiebke Hüster (FAZ)

Isadora Duncan (1877–1927) war der erste weibliche Superstar des 20. Jahrhunderts und eine der einflussreichsten Persönlichkeiten ihrer Zeit. Kompromisslos, radikal und innovativ war die champagnertrinkende Rebellin mit Hang zum großen Drama und den falschen Männern ihrer Zeit weit voraus: Als Feministin stand sie für weibliche Selbstbestimmung ein und lebte eine Freiheit, die für Frauen bis dahin undenkbar war. In ihrer Biografie zeichnet Michaela Karl ein differenziertes Portrait der schillernden Tänzerin. Michaela Karl, geboren 1971, promovierte 2001 an der FU Berlin mit einer Arbeit über Rudi Dutschke. Ihre Biographien über Dorothy Parker, Zelda und F. Scott Fitzgerald, Unity Mitford, Bonnie & Clyde und Maeve Brennan waren allesamt vom Publikum geliebte und von der Presse hochgelobte Bestseller. Michaela Karl ist Mitglied der Münchner Turmschreiber. 2020 erhielt sie den Kulturpreis Bayern.

12 Uhr: Von Norwegen bis Rumänien − wohin die Recherche Krimiautorinnen führt. Susanne Saygin und Elisabeth Herrmann im Gespräch mit Stefanie Hellge (STERN Chefredaktion)

Krimis schreiben kann jeder? Für ihr Debüt »Feinde« recherchierte Susanne Saygin fünf Jahre lang, u.a. zum Thema Arbeitsmigration, wofür sie bis nach Rumänien fuhr; Elisabeth Herrmann reiste zum Polarkreis, um vor Ort die Geschichte der Samen zu studieren. Beide Autorinnen berichten von ihren Recherchen zu ihren aktuellen Büchern »Crash« (Heyne Verlag) und »Ravna« (cbj Verlag) und reden darüber, warum gerade in der Kriminalliteratur Authentizität und Genauigkeit so wichtig sind.

13 Uhr: Franz Hohler im Gespräch mit Martin Maria Schwarz (hr2-kultur) über seine Erzählungen »Der Enkeltrick«

Die Erzählungen in »Der Enkeltrick« (Luchterhand Literaturverlag) des Schweizer Autors und Kabarettisten handeln von merkwürdigen Begebenheiten und dem plötzlichen Einbruch des Wunderbaren. Es sind die unscheinbaren Risse im alltäglichen Gefüge, von denen Franz Hohler so meisterhaft pointiert und abgründig erzählt. Franz Hohler wurde 1943 in Biel, Schweiz, geboren. Er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes. Hohler ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Alice-Salomon-Preis und dem Johann-Peter-Hebel-Preis.

14 Uhr:El Mismo Sol – Unter derselben Sonne - Alvaro Soler im Gespräch mit Hannes Roß (STERN Redaktion)

La Cintura, Sofía, El Mismo Sol: Alvaro Soler ist ein Weltstar mit zahlreichen Gold- und Platin-Alben. Auch dank seinem Mitwirken an Shows wie ‚Sing meinen Song‘ und ,The Voice Kids‘ ist seine Fangemeinde riesig. Er teilt seine Gedanken und Erlebnisse mit uns und schreibt über die Verantwortung für unseren Planeten. Soler ist die musikalische Stimme einer Generation, die Verantwortung übernimmt und dabei das Leben feiert.

15 Uhr: Die digitale Seele & psychologische Strategien von Social Media - Christian Montag, Moritz Riesewieck und Hans Block im Gespräch mit Hannes Roß (STERN Redaktion)

Prof. Dr. Christian Montag ist Professor für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm sowie Visiting-Professor an der University of Electronic Science and Technology of China (UESTC) in Chengdu, China. In seinem aktuellen Buch »Du gehörst uns!« (Blessing Verlag) analysiert er die psychologischen Strategien von Facebook, TikTok, Snapchat & Co. und macht praktikable Vorschläge, wie wir digital unsere Selbstständigkeit wahren können. Moritz Riesewieck und Hans Block sind Theater- und Filmregisseur und Shootingstars des internationalen Dokumentarfilm-Kinos. Ihr Film »The Cleaners« über die gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur feierte 2018 auf dem US-amerikanischen Sundance-Filmfestival Premiere. Er sorgte weltweit für Furore, wurde auf mehr als 70 internationalen Filmfestivals und in zahlreichen Ländern im TV gezeigt, war für einen Emmy nominiert und wurde u.a. mit dem »Prix Europa« für den besten europäischen TV-Dokumentarfilm 2018, dem Grimme-Publikumspreis und dem Metropolis-Regiepreis ausgezeichnet. In ihrem ersten gemeinsamen Buch »Die digitale Seele« (Goldmann Verlag) begeben sich die preisgekrönten Filmemacher auf eine hochspannende Reise ins digitale Jenseits. Was passiert mit dem Menschen, wenn ihm seine letzte große Gewissheit genommen wird – die der eigenen Sterblichkeit?

16 Uhr: Jenny Erpenbeck im Gespräch mit Michael Braun über »Kairos«

Jenny Erpenbeck gehört zu den eindrucksvollsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Für ihr literarisches Werk – darunter Erzählungen, Romane und Theaterstücke – wurde sie vielfach ausgezeichnet. Sie erhielt u.a. den Joseph-Breitbach-Preis, den Independent Foreign Fiction Prize, den Thomas-Mann-Preis und den Premio Strega Europeo. Außerdem wurde sie mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. In »Kairos« (Penguin Verlag) erzählt Jenny Erpenbeck vor dem Hintergrund der untergehenden DDR und des Umbruchs nach 1989 von den Abgründen des Glücks – vom Weg zweier Liebender im Grenzgebiet zwischen Wahrheit und Lüge, von Obsession und Gewalt, Hass und Hoffnung. Mit »Kairos« ist Jenny Erpenbeck für den Bayerischen Buchpreis 2021 nominiert.

Samstag, 23. Oktober

10 Uhr: Im Heute leben, im Damals schreiben. Maria Nikolai, Britta Habekost und Julia Kröhn im Gespräch mit David Baum (STERN Redaktion)

Die Bestseller-Autorinnen Maria Nikolai und Julia Kröhn schreiben opulente Sagas mit großen Liebesgeschichten und brillant recherchierte Romane über bedeutende historische Etappen. Britta Habekost entwickelt bildgewaltige und schonungslose Kriminalromane. Gemeinsam ist den drei die Verlagerung ihrer Handlung in die Vergangenheit. Welche Gründe haben die Autorinnen für die Wahl ihres historischen Settings? Wie und wo läuft die Recherche ab? Und welche Herausforderungen oder Vorteile ergeben sich, wenn man sich beim Schreiben von der eigenen Zeit löst?

11 Uhr: Über die Entstehung und die überraschende Aktualität eines Meisterwerks der Philosophie. Martin Mittelmeier im Gespräch mit Matthias Bolsinger (STERN CRIME)

Die »Dialektik der Aufklärung« von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno gilt als philosophischer Klassiker. Martin Mittelmeier beschreibt in seinem Buch »Freiheit und Finsternis« (Siedler Verlag) zugänglich und unterhaltsam die intellektuellen, aber auch die sehr menschlichen Einflüsse der Autoren und ihrer Beziehungen auf das Werk und zeigt dabei die Aktualität der verhandelten Themen – von Kulturkritik über unsere Beziehung zur Natur bis hin zu aufkeimendem Antisemitismus und Rassismus – auf.

12 Uhr: Christoph Peters im Gespräch mit David Baum (STERN Redaktion) über seinen Reisebericht »Tage in Tokio«

Seit 35 Jahren beschäftigt sich Christoph Peters mit Japan. Er hat Romane über Japan geschrieben, sich in der traditionellen Teezeremonie ausgebildet, sammelt japanische Keramiken. Doch in Japan ist er nie gewesen. Die erste Reise nach Tokio muss also zum Abgleich werden zwischen Phantasie und Realität. »Tage in Tokio« (Luchterhand Literaturverlag) ist die Liebeserklärung an ein faszinierendes und widersprüchliches Land, das mit jedem Versuch, es zu verstehen, auch etwas über uns erzählt.

14 Uhr: Die Erfolgsgeschichte von BLACKOUT – ein Phänomen, das nie an Aktualität verliert. Marc Elsberg im Gespräch mit Matthias Bolsinger (STERN CRIME)

Stromausfälle bringen unser normales Leben immer wieder zum Erliegen und stürzen uns in ein mehr oder minder großes Chaos. Marc Elsberg hat das Szenario eines europaweiten Blackouts schon vor fast 10 Jahren in einem atemberaubenden Thriller ausgemalt, damit Millionen Leser*innen begeistert und »BLACKOUT« (Blanvalet Verlag) zu einem Phänomen gemacht, das in diesem Herbst auch noch als Blockbuster-Serie ins Fernsehen kommt – Grund genug, eine aufwändig ausgestattete Premiumausgabe mit viel exklusivem Zusatzmaterial zu veröffentlichen. Experten wie Ranga Yogeshwar melden sich darin zu Wort, die Macher der TV-Serie geben Einblick in die Dreharbeiten in Zeiten von Corona und Marc Elsberg verrät in einer Kurzgeschichte, wie es weiter geht. Im Gespräch mit Matthias Bolsinger erzählt Marc Elsberg von der Erfolgsgeschichte seines Bestsellers und erklärt, weshalb das Thema nicht an Aktualität verliert.

15 Uhr: »Eine Art Familie« - Jo Lendle im Gespräch mit Knut Cordsen (BR Kulturredaktion)

Jo Lendle wurde 1968 geboren und studierte Kulturwissenschaften und Literatur in Hildesheim, Montreal und Leipzig. Sein neuer Roman »Eine Art Familie« (Penguin Verlag) ist sein bislang persönlichstes Buch, denn er erzählt die Geschichte seiner eigenen Familie: vom Leben im Kaiserreich, im Nationalsozialismus, in der jungen DDR und in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit – und er erzählt vom seltsamen Gefühl, auf der Welt zu sein.

16 Uhr It’s now: Wandel als Chance – Denkanstöße für die Zukunft unserer Arbeit. Janina Kugel im Gespräch mit Simone Menne (STERN, „Die Boss“)

Janina Kugel war über viele Jahre der geheime Superstar von Siemens. Sie verpasste dem Konzern »ein junges, cooles Image auf der Höhe der Zeit« (FAZ). Als Speakerin bei internationalen Tech- und Zukunftskonferenzen, als Social-Media-Influencerin oder TED-Talkerin predigte Kugel Disruption, Diversity und Digitalisierung. Als eine der wenigen Frauen in Top-Positionen gewann sie – weit über den deutschen Sprachraum hinaus – enorme Reputation als Vordenkerin bei den wichtigsten Zukunftsthemen. In Ihrem Buch »It's now. Leben, führen, arbeiten - Wir kennen die Regeln, jetzt ändern wir sie« (Ariston Verlag) lenkt Janina Kugel den Blick auf die großen Chancen des Wandels und macht Mut und Lust auf Veränderung, denn »Future of Work« heißt vor allem eins: Dass sich neue Möglichkeiten auftun. Mit vielen Beispielen und Geschichten, auch über ihre persönlichen Erfahrungen als Topmanagerin und Mutter von Zwillingen, zeigt Janina Kugel, dass es auch anders geht. Mit konkreten Vorschläge und Denkanstöße, wie wir Wandel gestalten können.

17 Uhr: Afrika! Rückblicke in die Zukunft eines Kontinents - Bartholomäus Grill im Gespräch mit Marc Goergen (STERN, Afrika Korrespondent)

Bartholomäus Grill hat fast vier Jahrzehnte lang als Korrespondent der ZEIT und des SPIEGEL aus Afrika berichtet. Nun zieht der legendäre Reporter Bilanz und richtet seinen Blick zugleich nach vorn: Wo steht Afrika heute, was wird die Zukunft bringen? 2006 wurde Grill für eine Reportage über den Tod seines Bruders mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet. Bei Siedler erschien sein Bestseller »Ach, Afrika« (2003), außerdem »Um uns die Toten« (2014) und zuletzt »Wir Herrenmenschen« (2019). Grill lebt in Kapstadt.

Sonntag, 24. Oktober

13 Uhr: Terézia Mora im Gespräch mit Beate Tröger über ihr Tage- und Arbeitsbuch »Fleckenverlauf«

In »Fleckenverlauf« (Luchterhand Literaturverlag) hat Terézia Mora sieben Jahre regelmäßig ihre Gedanken und Beobachtungen in einem Blog festgehalten. Kurze Texte, in denen die vielfach preisgekrönte Autorin spontane Eindrücke festhält und Glücksmomente im Alltag sucht. Für ihren Roman »Das Ungeheuer« erhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband »Seltsame Materie«, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen.

14 Uhr: Das Böse im Alltag – wenn einem das Verbrechen plötzlich ganz nahe kommt. Gerichtsreporterin Christine Brand erzählt im Gespräch mit Félice Gritti (STERN CRIME) von ihren dramatischsten Fällen

Christine Brand, Autorin des Bestsellers »Blind« und weiterer Kriminalromane um ein Schweizer Ermittlerduo, hat als Gerichtsreporterin (u.a. für die »Neue Zürcher Zeitung«) viele Prozesse begleitet und dabei Täter*innen, Opfer und Publikum im Gerichtssaal hautnah miterlebt. Sechs dieser Fälle aus Deutschland und der Schweiz haben sie so geprägt, dass sie darüber das Buch »Wahre Verbrechen. Die dramatischsten Fälle einer Gerichtsreporterin« (Blanvalet Verlag) geschrieben hat. Im Gespräch mit Félice Gritti erzählt Christine Brand von den Hintergründen, gibt Einblicke in die Geschichten von Täter*innen, Opfern und beschreibt, wie es ist, bei einer Gerichtsverhandlung in die tiefsten Abgründe der Menschen zu blicken.

15 Uhr: "Mama, ich bin schwul." - Riccardo Simonetti im Gespräch mit David Baum (STERN Redaktion)

Riccardo Simonetti ist Entertainer, Autor, beliebtes Fernsehgesicht und einer der am häufigsten abgedruckten männlichen Prominenten in Deutschland. Doch so freigeistig und bunt Riccardos Leben heute auch sein mag, so schwierig war es für ihn, sein konservatives Umfeld zu durchbrechen. Gemeinsam mit seiner Mutter Anna erzählt er in »Mama, ich bin schwul« (Goldmann Verlag) sehr persönlich von seinem Coming-out, vom Gefühl, anders zu sein, frühen Erfahrungen mit Homophobie, Zweifeln und Scham bis hin zu Suizidgedanken. Sie erzählen vom Erwachsenwerden und den Chancen, aneinander zu wachsen und auch loszulassen. Ein intimes Buch, das zeigt, was es für die Eltern-Kind-Beziehung bedeutet, wenn das Kind von den Erwartungen Anderer abweicht und aufzeigt, was Eltern und Kinder voneinander lernen können.

16 Uhr: Willkommen bei der »Detektei für tierische Angelegenheiten! Bestsellerautor Sven Gerhardt liest aus "Mister Marple und die Schnüfflerbande" (Kinderbuchlesung ab 7 Jahre)

Die Schnüfflerbande, das sind Theo, Elsa und der Hamster Mister Marple. Und der weiß genau, dass er zu Großem bestimmt ist - täglich macht er Klimmzüge an der Käfigstange, um sich für den Tag fit zu halten, an dem seine detektivischen Fähigkeiten endlich zum Einsatz kommen. Und genau das ist der Fall, als der Zirkus Ratzifatzi in die Stadt kommt, wo es anscheinend nicht mit rechten Dingen zugeht. Sven Gerhardt liest, zeigt Bilder und wird von einem plüschigen Mister Marple begleitet, der den Kindern höchstpersönlich knifflige Aufgaben stellt.

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