Die Prosathek im Diederichs Verlag

Die Prosathek ist ein Münchner Autorenkollektiv, das sich aus neun jungen, engagierten Schriftstellerinnen und Schriftstellern zusammensetzt. Sie haben sich verbunden, um ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, nachzugehen. Jeder von ihnen ist eine Entdeckung wert. So unterschiedlich sie von ihrem Stil und ihrer Ausrichtung her sind, so verbindet sie die Freude, Gefühle, Erlebtes und Bewegendes in Worte zu fassen. Im Diederichs Verlag erscheinen ihre Debuts fortlaufend.

Victoria Grader - Caspers Weltformel

»Ich habe eine Formel. Hab‘ es zwar noch nicht nachgerechnet, aber eigentlich müsste es funktionieren. Ich mach‘ einfach immer das Gegenteil von dem, was ich sonst machen würde. Verstehst du?«

Der Physik-Doktorand Casper aus Berlin hat eine Formel entwickelt, mit der er soziale Interaktionen berechnen kann. Mit Hilfe der Formel kann er all das, was ihm widerfährt, vorherbestimmen. Seine Lebensfreude geht in der Gleichförmigkeit verloren - bis er die erstbeste Gelegenheit am Schopfe packt, um auszubrechen: Eine Reihe von Zufällen verschlägt Casper nach Budapest, wo er auf Ilona trifft. Im Bemühen, die Dinge und Menschen vorherzusehen, kommt Casper bei ihr an seine Grenzen. Mit ihrer oberflächlichen und verträumten Lebensweise ist sie so ganz das Gegenteil von ihm. Doch gerade die Unterschiede sind es, die beiden helfen, einen neuen Blick auf das Leben zu gewinnen.

Von einer ungewöhnlichen Suche, die Welt und das Leben zu verstehen.

Victoria Grader
© Laurent Daniel

Die Autorin

Victoria Grader (Jg. 1992) hat in München und Venedig Praktische Philosophie studiert. Sie promoviert im Bereich der Technikphilosophie und lehrt Ethik für Naturwissenschaftler. Die Autoren der Münchner Autorengruppe Prosathek sagen von ihr: »Victoria erzählt vom Surrealen im Sinnesmeer.«

Annika Kemmeter - Die letzte Flaschenpost

Angelina steckt voller Geheimnisse. So sieht es jedenfalls der junge Kunstgeschichte-Student Janis. Dass sie auch noch die Enkelin des von ihm verehrten Dichters Otto Maaßen ist, macht sie für ihn noch interessanter. Nach Ottos Tod schwimmt sein letzter Gedichtzyklus auf mehrere Flaschen verteilt als Flaschenpost den Rhein hinunter. Janis und Angelina machen sich gemeinsam auf die Reise, die Flaschen zu finden und kommen unmerklich Angelinas Familiengeheimnis auf die Spur.

Temporeich erzählt handelt dieser Roman von Vertrauen, Zugehörigkeit und Vergebung.

Annika Kemmeter
© Isabel Brühl

Die Autorin

Annika Kemmeter (geb. 1985 in Mainz) studierte Literaturwissenschaft in München, Paris und Fukuoka (Japan). Ihre Texte trug sie auf der Leipziger Buchmesse, beim Lyrikstier in Hochstadt und im Münchner Literaturhaus vor. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Mainz.

Alexander Wachter - Am Ende bin ich

„Ich stellte mir vor, wie viele Menschen sich gerade in dieser Stadt befanden – die gehalten und geliebt werden wollten. Wer war ich, dass ich mich von einer Person so quälen ließ?“
Seine Liebe zu Aurora und der Kummer, der damit seinen Anfang nimmt, ist für Luca unerträglich. Er tröstet sich mit unzähligen neuen Bekanntschaften und lernt dabei Frauen und Männer kennen, die allerdings die Sehnsucht nach Aurora eher noch verstärken. Er genießt die Aufmerksamkeit und Zuneigung all dieser Menschen, denen er begegnet und verletzt sie mit seiner Zurückweisung. Im Laufe dieser Erfahrungen kommt er sich jedoch selbst immer näher. Schließlich weiß er, was Glück für ihn bedeutet.

Ein Roman über Liebe und Verlust, über Reue und Akzeptanz - und über die Erkenntnis, dass Glück mit Selbstliebe beginnt.

Alexander Wachter
© Hannah Kerscher

Der Autor

Alexander Wachter wurde 1994 in Feldkirch geboren. Der facettenreiche Österreicher arbeitete bereits als Steinmetz, Pfleger, Bibliothekar, Kellner, Redakteur und Social-Media Manager. Seit 2014 studiert er Englische Literatur und Informatik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wozu ihn ein einjähriges High School Jahr in New York inspirierte.
Seine Kurzgeschichten und Gedichte wurden in u.a. in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Er las und moderierte bereits auf Bühnen in Bayern und Österreich.
Seit 2019 ist er Stipendiat des Max Weber-Programms des Freistaats Bayern.

Verena Ullmann - Die Papageieninsel

„Hannah muss ungefähr acht Jahre gewesen sein, da waren sie plötzlich da. An dem kleinen Haken an der Decke über ihrem Bett hatte man die beiden Papageien aus Stoff aufgehängt. Wenn sie nicht schlafen konnte, sprach sie mit ihnen und Coco und Lora gaben Antworten auf all ihre Fragen.“
Lange hatte sie nicht mehr an sie gedacht. Doch als sie nun als junge, aufstrebende Frau zur Fortbildung auf eine kleine Mittelmeerinsel geschickt wird, warten ungeahnte Herausforderungen auf sie. Und auf einmal sind sie wieder da, ihre zwei Papageien aus der Kindheit und helfen ihr, inmitten großer Selbstzweifel, Misstrauen und Leistungsdruck einen Weg zu finden, der sie frei werden lässt.

Die zauberhafte Erzählung einer Selbstfindung. Fantasievoll erzählt, überrascht die Geschichte immer wieder aufs Neue mit unerwarteten Wendungen.

Verena Ullmann
© Hannah Kerscher

Die Autorin

Verena Ullmann (Jg. 1989) hat in Deutschland und Frankreich Romanistik und Kunstgeschichte studiert. Sie hat international als Online-Redakteurin und Werbetexterin gearbeitet. Heute ist sie im Verlagswesen tätig.
Für ihr Lyrikprojekt Wedafest erhielt sie den Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München. Außerdem wurde sie mit dem Straubinger Kulturförderpreis ausgezeichnet.

Die Prosathek live und in Farbe

Annika Kemmeter mit "Die letzte Flaschenpost" im Lesezimmer

Weitere Titel aus dem Diederichs Verlag

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