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Ulrike Draesner

doggerland

Gedicht

Hardcover
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So fing das Erzählen an: Ulrike Draesner macht die Steinzeit hörbar und zeigt, wie nahe sie uns ist

Doggerland: ein Delta von der Größe Deutschlands, Herz Europas am Zusammenfluss von Themse und Rhein, Zentrum der steinzeitlichen Welt. Vor rund 8500 Jahren in einem Tsunami untergegangen, wird dieses Grenz- und Verbindungsland für Ulrike Draesner zum Ausgangspunkt wesentlicher Fragen des Menschseins: Wie bildete sich Gemeinschaft, wer hatte die Idee, Tiere zu zähmen, was machte man mit dem »fremden« Neandertaler? Auch Kunst, Liebe und Sprache mussten erfunden werden. Oszillierend zwischen Deutsch und Englisch, zwischen gebundener und freier Rede, wirft Draesners bereits vor der Veröffentlichung preisgekröntes Gedicht einen Blick zurück: vom immer wahrscheinlicheren Ende des Holozäns zu unseren Anfängen. Eine bewegende, von jahrhundertealten, meist männlichen Vorstellungen befreite lyrische Suche nach unseren Wurzeln.

»Die Doggerbank ist eine Untiefe in der Nordsee, östlich der britischen, westlich der dänischen Küste. In ihrem dreigliedrigen Textkörper lässt Ulrike Draesner mit großer Kunstfertigkeit das untergegangene Land, das hier einst lag, wieder auferstehen. Alles ist im Fluss, alles ist in Bewegung. So öffnet sich ein riesiger Raum.«


ORIGINALAUSGABE
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 184 Seiten, 17,0 x 24,0 cm
ISBN: 978-3-328-60166-1
Erschienen am  04. October 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Vita

Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, wurde für ihre Romane und Gedichte vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der LiteraTour Nord, dem Bayerischen Buchpreis, dem Deutschen Preis für Nature Writing, dem Ida-Dehmel-Literaturpreis (alle 2020) sowie mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds (2021). Von 2015 bis 2017 lebte sie in Oxford, seit April 2018 ist sie Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Draesner wohnt und schreibt in Leipzig und Berlin – neben Romanen und Gedichten auch Erzählungen und Essays. Für ihr dichterisches Gesamtwerk wurde ihr 2014 der Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik verliehen, denn, so die Jury, »Ulrike Draesner poetisiert die Welt«.

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Events

17. Feb. 2022

Lesung und Gespräch

19:30 Uhr | Berlin | Lesungen
Ulrike Draesner
doggerland

Pressestimmen

»Draesner gibt ihrem Doggerland mit großer Virtuosität eine Frische, die im versunkenen Gebiet überraschenderweise sogar Züge eines Sehnsuchtsorts erkennen lässt. Dass sie es zugleich als lebendig wie als völlig artifiziell zeichnet, macht den eigentümlichen Reiz dieses Langgedichts aus.«

FAZ, Tilman Spreckelsen (16. October 2021)

»Ein kühnes, geradezu waghalsiges Unterfangen ist die Dichterin eingegangen, denn um nichts anderes als um eine Schöpfungsgeschichte geht es ihr. … Ein aufregendes Buch.«

»Schon immer hat Ulrike Draesner mit ihren Romanen, Essays, Gedichten, mit immer neuen Themen und Formen überrascht, hat die Naturwissenschaften in ihre Literatur eingeflochten, Fragen von Natur, Gender, Alter neu gestellt, sich mit politischen Fragen beschäftigt, unser Denken herausgefordert, um Alternativen zu eröffnen. Mit ›Doggerland‹ tut sie das auf kühne poetische Weise. Immer die Neugier als Kompass.«

»Der Sound: phänomenal! Das Formenspiel: ein Superlativ! ... ›Doggerland‹ erweist sich vor allem als ein kunstvolles Archiv, dessen versiegte Stimmen und Texturen voller Vitalität in die Gegenwart vordringen.«

»Für ihren ersten Gedichtband nach dreizehn Jahren ist die Autorin tief in das ›Flussnetz der Sprachen von einst‹ eingetaucht. Das Ergebnis ist ein gelehrter Band, der nicht belehrt, sondern bezaubert.«

»Ein phantastisches, sprachlich forderndes und gelungenes Experiment.«

»Als Leserin/Leser sollte man geübt sein, bei literarischen Wildwasserfahrten nicht die Nerven zu verlieren, denn ›doggerland‹ formt großartig pathoslos unsere Mensch- und Sprachwerdung nach.«

Münchner Merkur, Simone Dattenberger (14. December 2021)

»Wenn Lyrik die Grenzen der Sprache ausloten und vielleicht verschieben soll, was ja immer noch viele von ihr fordern, dann ist ›doggerland‹ die Probe aufs Exempel. Ulrike Draesner wagt etwas. Sie nutzt historische Wörterbücher, spielt mit historischem Sprachmaterial, um das archaische Bewusstsein und seinen Sprachstand zu imaginieren.«

taz - die tageszeitung, Frank Schäfer (24. December 2021)

»Ein spektakuläres Großgedicht. ... Für solche aber, die gern Worte kauen und nicht zu viel Deut auf Deutung geben, ist dieses archäologisch-lyrische Experiment eine Versuchung wert.«

DER SPIEGEL, Elke Schmitter (11. January 2022)

»Draesner zeigt damit, dass es hinter jedem vordergründigen Erscheinungsbild eine komplexe Ebene der Wirklichkeit gibt, und schafft mit ihrem Langgedicht eine neue literarische Form, die frühe Menschheitsgeschichte zu fiktionalisieren.«

Die Presse (A), Erwin Uhrmann (24. December 2021)

»Das Langgedicht ist eines der herausragenden lyrischen Werke der letzten Jahre.«

Münchner Feuilleton, Florian Welle (08. January 2022)

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