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Wage zu träumen!

Mit Zuversicht aus der Krise

(5)
Hardcover
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Mit offenem Herzen die Welt verändern

»Wage zu träumen!« ist die persönliche Auseinandersetzung des Papstes, die ihn zum Verfassen der Enzyklika »fratelli tutti« bewegt hat. Mit »Wage zu träumen!« legt Papst Franziskus nun seine neue Regierungserklärung vor. Für ihn gibt es kein zurück zur Normaliät vor der Corona-Pandemie. Vielmehr appelliert er an eine Neuausrichtung der Gesellschaft und erklärt, warum wir diese sicherer und gerechter gestalten müssen.

Die Corona-Krise hat die großen gesellschaftlichen Probleme wie ein Brennglas verdeutlicht. Wirtschaftliche Ungleichheit, Existenzängste und Sorgen um die Gesundheit bestimmen das tägliche Denken. Das Oberhaupt von weltweit über einer Milliarde Menschen hat dies mit großer Sorge beobachtet. Zugleich stellte er aber auch eine große Kreativität bei den Menschen fest, um mit dieser globalen Krise umzugehen.

In seinem neuen Buch möchte Papst Franziskus in einfacher und zugleich kraftvoller Sprache Hilfestellungen für den Weg aus persönlichen Krisen aufzeigen. Mit großer Offenheit schildert er, wie ihn drei persönliche Krisen zu einem Besseren verändert haben. Wir brauchen laut Franziskus Mut zur Veränderung – so können wir besser als zuvor aus der Krise hervorgehen.

Franziskus bietet eine brillante und zugleich vernichtende Kritik an den Systemen und Ideologien, die zur Entstehung der gegenwärtigen Krise beigetragen haben: von einer globalen Wirtschaft bis hin zu Politikern, die die Angst des Volkes schüren, nur um ihre eigene Macht zu festigen.

Schlussendlich bietet der Papst eine inspirierende und praktische Blaupause für den Aufbau einer besseren Welt. Dabei stellt er die Armen und unseren Planeten in den Mittelpunkt seines Denkens. Er stützt sich u.a. auch auf die neuesten Erkenntnisse renommierter Wissenschaftler, Ökonomen und Aktivisten. Doch anstatt einfach nur »Rezepte« anzubieten, zeigt er, wie gewöhnliche Menschen unvorhergesehene Möglichkeiten entdecken können.

Sein Credo lautet: Mit offenem Herzen und einen Blick zu den Armen können wir die Welt zu einer besseren verändern! Eine Offenbarung für alle, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind und einen Weg aus der aktuellen Krise gehen wollen.

»Der Papst fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen! Das ist, wie man so sagt, ein Hammer,das könnte auch die Debatte darüber in Deutschland befruchten.«

Sueddeutsche.de, "Prantls Blick" (01. Dezember 2020)

Originaltitel: Let us dream
Originalverlag: Simon & Schuster
Hardcover mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
2. Aufl. 2020
ISBN: 978-3-466-37272-0
Erschienen am  04. Dezember 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Visionen für die Zeit nach Corona

Von: Benedikt Bögle

30.03.2021

"Wage zu träumen! Mit Zuversicht aus er Krise" ist ein Buch, das im Dialog von Papst Franziskus mit Austen Ivereigh enstand. Es reflektiert unsere Welt, unser menschliches Zusammenleben im Angesicht der Coronakrise. "In Krisen bekommst du beides, Gutes und Schlechtes. Menschen zeigen sich, wie sie wirklich sind", schreibt der Papst am Beginn des Bandes. Er folgt in seinem Aufbau drei Schritten: "Eine Zeit zum Sehen", "Eine Zeit zum Wählen", "Eine Zeit zum Handeln". Dieser Dreischritt ist in der Pastoraltheologie bekannt, schon die Pastoralkonstitution "Gaudium et Spes" des Zweiten Vatikanischen Konzils greift ihn auf. Es geht dem Papst und Ivereigh darum, die Situation der Welt erst wahrzunehmen, dann Gutes und Schlechtes voneinander zu unterscheiden und schließlich Handlungsanweisungen für die Zukunft zu entwerfen. Vieles in diesem Band erinnert an andere Aussagen von Papst Franziskus. Die Themen, die sein Denken und sein Pontifikat prägen, scheinen auch in "Wage zu träumen!" auf - etwa, wenn es heißt: "Das Abstrakte lähmt, aber die Konzentration auf das Konkrete eröffnet mögliche Wege." Es geht um ein Gehen an die Ränder, darum das Leid in der Welt wahrzunehmen, die Ungerechtigkeiten, die Entrechteten. "Wage zu träumen" ist ein Plädoyer für eine Welt danach; für eine Welt, deren Schwächen während der Corona-Krise wie unter dem Brennglas sichtbar werden. Papst Franziskus beweist einmal mehr seine Gabe, soziale Probleme nicht nur zu identifizieren, sondern sie auch in einfachen und verständlichen Worten seinen Leserinnen und Lesern nahezubringen.

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Es gibt ein Leben nach der Krise...

Von: Bergund Fuchs

27.01.2021

... und dieses Leben wird anders als die Normalität sein. Dieser Überzeugung ist Papst Franziskus. In seinem neuen Buch spricht er von der „Post-Covid-Welt (S. 145), die ein Stück besser sein könnte… denn sie muss es nicht. Wir alle haben es in der Hand, jetzt die Weichen in Richtung mehr Solidarität, Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit zu stellen. Papst Franziskus ermahnt uns, nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen, während die Pandemie die Gräben zwischen reich und arm hat tiefer werden lassen. In dieser Krisenzeit wird die Not von Flüchtlingen und Menschen, die am Rande der Gesellschaft ihr Dasein fristen noch offensichtlicher. So rüttelt der heilige Vater alle Menschen wach, ihr Herz zu weiten und es zu öffnen und einen konkreten Beitrag zu leisten, die Welt zum Besseren zu verändern. Wie soll das geschehen? Papst Franziskus weist uns den Weg, den er selbst in drei Etappen vorgeht: Eine Zeit zum Sehen, eine Zeit zum Wählen und schließlich, eine Zeit zum Handeln. Am Anfang steht die Wahrnehmung der Wirklichkeit, so wie sie sich uns zeigt – im Alltag, in den Begegnungen am Arbeitsplatz, in Bildern, die uns die Medien von fernen Ländern transportieren. Das Elend, das wir links und rechts von uns antreffen, darf uns nicht kalt lassen, soll uns berühren und die Augen öffnen, Mitgefühl und Barmherzigkeit hervorrufen. Die Welt braucht sie auch heute wieder, die „Heiligen von nebenan“, die wie „Antikörper gegen den Virus der Gleichgültigkeit“ wirken. Auch ein Papst hat in seinem (langen) Leben einige Krisen durchlebt, von denen er ganz offen erzählt. Aus seinen „persönlichen Covids“ ist er geduldiger und humorvoller herausgekommen. Eine wichtige Phase vor jeder Handlung ist die Phase der Unterscheidung. Hier bezieht sich der Papst auf eine Zeit zur Reflexion und zur Unterscheidung der Geister. Sehr erhellend sind in diesem zweiten Kapitel die Exkurse zu den letzten Synoden, wo Franziskus mit einigen Fehleinschätzungen aufräumt, die immer wieder von den Medien in den Vordergrund gestellt werden, im Grunde aber gerade nicht die Hauptschauplätze etwa bei der Synode über Ehe und Familie und der Amazonas-Synode waren. Der römische Pontifex bringt im dritten Kapitel den Gedanken des Volkes Gottes ins Spiel – als Christen sind wir alle Teil dieses Volkes – das aus unterschiedlichen Nationen, Kulturen besteht. Zentral hierbei ist: Keiner rettet sich alleine! Keiner durchlebt die Krise alleine. Dies ist sein Aufruf zum Zusammenstehen, zur Solidarität und ein Nein zu Profitgier und rein ökonomischen Erwägungen. Als bewegendes Beispiel wie gerade unter den Ärmsten der Arme erwähnt er die Cartoneros von den Stadträndern in Bueons Aires, die den Argentiniern den Wert vom Müll-Recycling neu zu verstehen gaben. Papst Franziskus wendet sich am Schluss ganz direkt an jeden einzelnen: „Zwei Worte fallen mir ein: sich dezentrieren, also sich von sich selber lösen, und transzendieren, übersteigen.“ (S. 171) Und dann: “ Handle: Rufe an, mache einen Besuch, biete deine Hilfe an. Auch wenn du nicht weißt, was genau zu tun ist, biete deine Hilfe an. Sage, dass du Teil einer besseren Welt sein möchtest und dass du denkst, dass dies ein guter Anfang wäre“ (S. 174) Das bewegende und lesenswerte Buch ist 2020 während der Zeit des Lockdowns aus Gesprächen mit dem britischen Journalisten Austen Ivereigh entstanden.

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Vita

Papst Franziskus (Jorge Mario Bergoglio SJ), geb. am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires, wurde am 13. März 2013 zum 266. Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt. Er ist der erste Jesuit und der erste Lateinamerikaner auf dem Stuhl Petri. Zuvor war er Erzbischof von Buenos Aires (1998-2013). Seine Bücher sind internationale Bestseller, zuletzt »Der Name Gottes ist Barmherzigkeit« (2016), »Vater unser« (2018) und »Ich glaube«.

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Pressestimmen

»Es ist vielleicht das persönlichste Buch, das der Bischof von Rom bisher veröffentlicht hat: direkt, verblüffend ehrlich, authentisch, selbstkritisch, visionär, politisch brisant...«

Münchner Merkur (01. Dezember 2020)

»Franziskus tröstet und macht Mut. Ein faszinierendes Buch.«

Die Furche (10. Dezember 2020)

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