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Christina Lamb

Unsere Körper sind euer Schlachtfeld

Frauen, Krieg und Gewalt

(8)
Hardcover
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»Ein Weckruf ... Die Geschichten dieser Frauen werden Sie zum Weinen bringen und dann wütend machen auf die Gleichgültigkeit der Welt.« Amal Clooney

Das erschütternde Schicksal von Frauen in Kriegsgebieten wird gern übersehen, die Aufmerksamkeit gilt meist den Kämpfern an der Front. Dabei wird immer häufiger sexuelle Gewalt gegen Frauen systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Christina Lamb von der »Sunday Times« ist eine von ganz wenigen Kriegskorrespondentinnen. Seit Jahren bereist sie Krisengebiete wie Irak, Syrien, Nigeria und Myanmar und spricht mit den Frauen, Überlebenden, Geflüchteten über ihre Erfahrungen in Kriegszeiten: von Jesidinnen, die von IS-Kämpfern versklavt wurden, bis zur Ärztin im Kongo, die täglich Vergewaltigungsopfer versorgt. Ihnen will sie endlich eine Stimme geben und damit zugleich auf einen Missstand aufmerksam machen: Vergewaltigungen, die zur Massenvernichtungswaffe geworden sind, gehören endlich international geahndet!


Originaltitel: Our Bodies, Their Battlefield: What War Does to Women
Originalverlag: William Collins
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 28 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60072-5
Erschienen am  28. September 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

dieses Buch ist sehr wichtig

Von: Suse

14.09.2021

Das erschütternde Schicksal von Frauen in Kriegsgebieten wird gern übersehen, die Aufmerksamkeit gilt meist den Kämpfern an der Front. Dabei wird immer häufiger sexuelle Gewalt gegen Frauen systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Christina Lamb von der »Sunday Times« ist eine von ganz wenigen Kriegskorrespondentinnen. Seit Jahren bereist sie Krisengebiete wie Irak, Syrien, Nigeria und Myanmar und spricht mit den Frauen, Überlebenden, Geflüchteten über ihre Erfahrungen in Kriegszeiten: von Jesidinnen, die von IS-Kämpfern versklavt wurden, bis zur Ärztin im Kongo, die täglich Vergewaltigungsopfer versorgt. Ihnen will sie endlich eine Stimme geben und damit zugleich auf einen Missstand aufmerksam machen: Vergewaltigungen, die zur Massenvernichtungswaffe geworden sind, gehören endlich international geahndet! Die Autorin: Christina Lamb, geboren 1965, britische Journalistin und Autorin, ist als Auslandskorrespondentin seit vielen Jahren in der Kriegsberichterstattung tätig. Lamb gewann viermal den Titel „Foreign Correspondent of the Year“. Sie ist die Co-Autorin von „Ich bin Malala“. Meine Meinung: Ich möchte erst mal vorneweg nehmen, das dieses Buch absolut nicht für jeden geeignet ist. Hier werden Gewaltszenen aufgezeigt, die enorm triggern können. Alle die ein Problem mit der Darstellung von Gewalt an Frauen ein Problem haben, Hände weg. Gleich am Anfang des Buches bekommen wir einen guten Blick was uns hier erwartet. Die Autorin ist schonungslos und das muss sie auch sein, denn die Realität ist es auch. Wir erfahren viele Schicksale von Frauen, die grauenvolles durchgemacht haben. Es wird nichts weggelassen oder beschönigt. Der Schreibstil ist dem Buch angemessen. Sehr respektvoll und voller Ehrfurcht für die Opfer. Die Autorin hat es sich zu Aufgabe gemacht die Schicksale der Frauen zu zeigen. Was ist mit Ihnen, denn wenn es um Berichterstattung geht, egal ob in Zeitungen oder Nachrichten, wird das Schicksal dieser oft vergessen. Das Buch ist wirklich harte Kost. Da ich selbst eine Frau bin, konnte ich die Angst, die Machtlosigkeit und Ohnmacht förmlich spüren. Ich kann es gar nicht so recht in Worte fassen, was das Buch mit mir gemacht hat. Es ist sehr wichtig und sollte von vielen gelesen werden. Doch wie schon erwähnt mit Vorsicht. Es soll aufklären und aufrütteln. Das hat es bei mir auf jeden Fall geschafft. Ein Buch was schlimmer ist, als alle Fiktion oder Unterhaltungslektüre die ich jemals gelesen haben. Denn es ist hier alles wahr. Ein Buch was die Welt auf die Schicksale Derjenigen aufmerksam macht, die sonst keine Stimme bekommen. Sehr wichtig und absolut zu empfehlen, wenn man sich mit dieser Thematik befassen möchte.

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Vergewaltigung als Kriegswaffe

Von: Buecherseele79

20.07.2021

"Wir haben das Wertvollste gegeben, das wir haben, und sind Innerlich viele Male gestorben, doch unsere Namen wurden in kein Mahnmal und kein Kriegerdenkmal eingraviert". (Aisha, Vergewaltigungsüberlebende im Bangladesch - Krieg von 1971/zu Beginn des Buches) Dieses Buch zu rezensieren ist schwer weil es mir fast schlicht an Worten fehlt um diese Grausamkeiten, diese Ungerechtigkeit und dieses Leid in Worte zu fassen. Denn es passiert minütlich, überall auf der Welt und es findet trotzdem so wenig Beachtung. Ich zolle der Autorin meinen tiefsten Respekt für dieses Buch welches jede und jeder gelesen haben sollte! Christina Lamb schreibt nicht einfach darauf los, bedient Klischees oder Vorurteile. Sie hebt auch kein Verbrechen besonders hervor sondern lässt die Frauen aus vielen verschiedenen Ländern, Kriegsgebieten und Auffanglager sprechen und ihre Geschichte erzählen. Und das zerreisst einen innerlich jedes Mal auf´s Neue. Und immer wenn ich dachte jetzt ist es gut, das war schon schrecklich genug kommt eine Geschichte die dies nochmals toppt. Vergewaltigung als Kriegswaffe. Neu ist dies nicht. Und das zeigt die Autorin anhand von Aufzeichnungen auf die schon in der Bibel und anderen Kriegsgeschehen verzeichnet wurden. Indem man die Frauen und Kinder und auch Männer der Gegner vergewaltigt und bricht, schwächt es das Ansehen, den Zusammenhalt und die Gemeinschaft. So erhält man Macht, Status und Land. Es ist krank, es ist ekelerregend, aber um mehr geht es hier nicht. Und da ist keine Seite besser oder schlecher, sie handeln alle gleich. Die Autorin reist durch viele Länder, vom Kongo über Syrien nach China und Japan, besucht Länder die den Krieg hinter sich haben aber noch heute unter den Folgen leiden. Es ist grausam was aktuell auf vielen Kontinenten passiert, wie geschickt die Weltgemeinschaft wegsieht und meint mit ein paar Dollar oder "netten" Worten ist es getan. Das reicht bei weitem nicht! Wie Frauen und verschiedene Bevölkerungsstriche noch heute unter den Folgen von der Willkür des Krieges leiden, dass sie nie eine Entschädigung geschweige Gerechtigkeit erfahren haben. Dass die Täter ihnen heute noch, so oft, über den Weg laufen, wieder ein normales Leben leben während ihre Opfer ausgestossen, verhasst und verarmt sind. "Ich habe mit Tausenden von Menschen gesprochen und mich eingehend mit dem Trauma befasst. Manche meiner anfänglichen Hoffnungen haben jedoch eine Kehrtwende genommen. Die Vorstellung, man könnte ein normales Leben führen, wenn die Bedrohung beseitigt ist, trifft einfach nicht zu - insbesondere für diese Frauen." (Seite 172) Nein, das Buch ist nichts für Zartbesaitete, ganz klar. Es fällt schwer an diesem Buch dran zu bleiben denn hier schlägt die Realität mit aller Macht und vor allem mit der ganzen Brutalität zu. Man kann es nicht schön reden, man darf es auch nicht! und doch ist dieses Buch so wichtig denn hier erhalten Menschen die unsagbares Leid erfahren mussten, eine Stimme. Was geändert werden muss, wo die Probleme liegen, wie leichtfertig man mit diesen Schicksalen umgeht, wie lange Oper noch HEUTE!!! auf eine Entschuldigung, eine Anerkennung, auf ein leichteres Leben hoffen, das wird immer wieder hervorgehoben. Manche Organisationen, Menschen die selbst kaum etwas haben versuchen zu helfen, eine Anlaufstelle zu sein, was Leben retten kann, aber es geschieht im Allgemeinen überall einfach zu wenig. "Ich glaube, Vergewaltigung ist noch schlimmer, als getötet zu werden, weil ich Tag für Tag damit leben muss. Ich habe das als Erwachsene erlebt und erinnere mich deshalb an alles. Die uns das angetan haben, waren ja Leute aus demselben Land, derselben Stadt, die dieselbe Sprache sprechen, dieselbe Hautfarbe haben und auf die gleiche Weise geboren wurden wie wir."

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Vita

Christina Lamb, geboren 1965, britische Journalistin und Autorin, ist als Auslandskorrespondentin seit vielen Jahren in der Kriegsberichterstattung tätig. Lamb gewann viermal den Titel „Foreign Correspondent of the Year“. Sie ist die Co-Autorin von „Ich bin Malala“.

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