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Und am Ende werden wir frei sein

Roman

Hardcover
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Inspiriert von der Geschichte einer realen Heldin, beleuchtet Martha Hall Kelly den Zweiten Weltkrieg aus einer neuen, weiblichen Perspektive.

1939: Die New Yorkerin Caroline Ferriday liebt ihr Leben. Ihre Stelle im Konsulat erfüllt sie, und ihr Herz schlägt seit Kurzem für den französischen Schauspieler Paul. Doch ihr Glück nimmt ein jähes Ende, als sie die Nachricht erreicht, dass Hitlers Armee über Europa hinwegfegt und Paul aus Angst um seine Familie nach Europa reist – mitten in die Gefahr. Auch das Leben der jungen Polin Kasia ändert sich mit einem Schlag, als deutsche Truppen in ihr Dorf einmarschieren und sie in den Widerstandskampf hineingerät. Doch in der angespannten politischen Lage kann ein falscher Schritt für sie und ihre Familie schreckliche Folgen haben. Währenddessen würde die Düsseldorferin Herta alles tun für ihren sehnlichsten Wunsch, als Ärztin zu praktizieren. Als sie ein Angebot für eine Anstellung erhält, zögert sie deshalb keinen Augenblick. Noch ahnen die drei Frauen nicht, dass sich ihre Wege an einem der dunkelsten Orte der Welt kreuzen werden und sie bald für alles kämpfen müssen, was ihnen lieb und teuer ist …

»Eine Geschichte nach wahrer Begebenheit, die den Atem stocken lässt. […] Nichts für schwache Nerven, trotzdem ein Meisterwerk.«

Mainhatten Kurier (09. Juni 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Karin Dufner
Originaltitel: Lilac Girls
Originalverlag: Ballantine, New York 2016
Hardcover mit Schutzumschlag, 688 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 8 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-8090-2718-8
Erschienen am  02. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Berührender Historienroman

Von: buch_zeit

17.04.2021

Ich möchte Euch diesen bewegenden Roman vorstellen. Mir scheint, dass ich in letzter Zeit viel über den Zweiten Weltkrieg und die schrecklichen Konzentrationslager gelesen habe. Doch auch dies ist Teil unserer Geschichte und bewegt mich vielleicht deswegen besonders. Vielleicht sollte ich mal wieder in Dachau die Schreckensstätte besuchen und den Opfern gedenken. Das Buch "Und am Ende werden sie frei sein" von Martha Hall Kelly beruht auf wahren Begebenheiten und  extrem inspirierenden Frauen, die ihre Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählen. Danke @listverlag und @bloggerportal dafür, dass diese mahnenden Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Wir schreiben das Jahr 1939 in New York. Caroline Ferriday arbeitet ehrenamtlich im französischen Konsulat und kümmert sich dort um geflüchtete Familien und Kinder. Sie ist unsterblich in einen französischen Schauspieler am Broadway verliebt, er muss jedoch zurück nach Hause um seine Frau aus den Kriegswirren heraus zu holen. Er begibt sich freiwillig in Gefahr. Die Briefe an seine Geliebte Caroline werden immer sporadischer, während sie zu Hause auf Nachrichten hofft. Soll sie ihm nach Frankreich nachreisen und ihn aufspüren? Der zweite Schauplatz ist in Polen die Stadt Lublin, wo Kasia mit ihrer Familie groß wird. Durch die Besatzung deutscher Truppen gerät auch sie in Gefahr und möchte sich nicht widerstandslos ihrem Schicksal ergeben und schließt sich dem Untergrund an. Leider hat ihr Handeln weitreichende Folgen für sie und ihre Familie, welche ins Frauen KZ Ravensbrück abtransportiert wird und dort ums nackte Überleben kämpfen muss. Die dritte Protagonistin ist eine deutsche Ärztin aus Düsseldorf. Herta nimmt das Angebot an, in einer Frauen Umerziehungsanstalt als Ärztin zu arbeiten. Doch was sie in Ravensbrück erwartet ist fernab ihrer Vorstellung. Kann sie ihren hippokratischen Eid vergessen und ihr Deutschland "unterstützen". Das Schicksal der drei Frauen ist unwiderbringbar miteinander verwoben und jede kämpft für das, was ihr lieb und teuer ist. Der Roman hat mich bis zum Ende gefesselt. Er ist in drei Zeiträume eingeteilt und behandelt die unmittelbare Vorkriegszeit, den Zweiten Weltkrieg und die Schicksale der Frauen in der Nachkriegszeit. Diese drei Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Ihre Berufe, ihr Überzeugungen und ihre Nationalität trennen sie. Alle drei Figuren sind lebhaft, glaubwürdig und tiefgründig geschildert. Die verschiedenen Kapitel in Ich Form aus jeweils einer anderen Sicht der Protagonistin haben eine tiefe Verbindung zum Leser aufgebaut. Geschickt gelingt es Martha Hall Kelly alles miteinader zu verweben und so die Geschichte voran zu treiben. Emotional wird man auf eine harte Probe gestellt, besonders bei den Abschnitten die den Überlebenskampf im KZ geschildert haben. Glücklicherweise erfährt man im letzen Teil wie es für jede der Frauen weiter geht. Auch der Ansatz eine Nicht- Sympathieträgerin mit ins Boot zu holen fand ich etwas anderes und durchaus sehr spannend. Mal ein ganz anderer und authentischer Ansatz eines Buches dieser Zeit. Ich bin schon auf den nächsten Roman von Kelly gespannt. 700 Seiten waren selten so schnell gelesen. Im Nachwort erfährt man dann die geschichtlichen Details und auch wo  die Autorin mal geflunkert hat um die Handlungsstränge beklemmend realistisch zusammen zu bringen.

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Eine Berg- und Talfahrt!

Von: Martina - Schmökerwelten

11.04.2021

Hinter "Und am Ende werden wir frei sein" verbirgt sich eine siebzig Jahre alte Geschichte, die nur darauf gewartet hat, erzählt zu werden. Durch einen vor zwei Jahren erschienenen Zeitungsbericht, der sich mit einer der Protagonistinnen auseinandersetzte, wurde die Autorin aufmerksam auf die Begebenheiten, die sie dazu inspiriert haben, dieses Buch zu schreiben. Einen Roman, dessen Fundament einer intensive Recherche bedurfte und der tatsächlich so geschehen ist und dessen Protagonistinnen tatsächlich existiert haben. Die New Yorkerin Caroline Ferriday hat sich für ehemalige weibliche polnische KZ-Häftlinge engagiert. Auch die Ärztin Herta Oberheuser, die sich an Experimenten an KZ-Häftlingen beteiligt hat, hat es wirklich gegeben. Kasias und Zuzannas Erlebnisse im sogenannten 'Umerziehungslager' Ravensbrück sind an die eines anderen, damals inhaftierten Schwesternpaares angelehnt. Wer hat in diesem Zusammenhang schon einmal etwas von den 'Kaninchen' gehört? Wahrscheinlich kaum jemand. In Ravensbrück, dem einzigen KZ nur für Frauen, kam es zu schockierenden Grausamkeiten. Junge Frauen (Versuchskaninchen) wurden Opfer medizinischer Experimente, die an Bestialität und Unmenschlichkeit kaum zu überbieten sind. Martha Hall Kelly beleuchtet auch die Jahre nach Kriegsende, denn die Konsequenzen für die missbrauchten Frauen sind fatal. Sehr gut gefällt mir, dass die Autorin uns aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln auf die Ereignisse blicken lässt. Ein Buch mit solch einer tragischen Thematik lebt von Atmosphäre und Spannung. Ich muss zugeben, dass es knapp ein Drittel des Buches gebraucht hat, mich mitzureißen - bei knapp siebenhundert Seiten eine ganze Menge. Gerade was Caroline, New York und die New Yorker Society betrifft, war es mir viel zu langatmig und ausführlich. Da hab ich mich durch etliche Seiten und Passagen nahezu durchquälen müssen. Es war für mich im vorderen Teil wie eine Berg- und Talfahrt, einerseits der Wunsch weiterzublättern, dann aber auch wieder Bereiche, die mich fasziniert haben. Auch atmosphärisch hätte die Autorin noch einen drauflegen können. Seltsamerweise habe ich immer eine gewisse Distanz zu den Protagonisten gespürt, was ich mir angesichts einer solchen Handlung gerne anders gewünscht hätte. Trotz aller Kritik hat mich Martha Hall Kellys Debütroman nicht unberührt gelassen. Sprachlich top hat sie mich auf eine Zeitreise mitgenommen, die mich berührt, schockiert und betroffen gemacht hat. Die mich mit einem beklemmenden Gefühl zurückgelassen und tatsächlich dazu veranlasst hat, einige Informationen über Personen, Orte und Ereignisse noch einmal zu vertiefen.

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Vita

Nach ihrem Journalismus-Studium war Martha Hall Kelly lange Jahre als Werbetexterin tätig. Ihren Spürsinn für faszinierende Geschichten hat sie in dieser Zeit aber nie verloren, und so stieß sie schließlich auf die Spuren Caroline Ferridays, einer Amerikanerin, die sich während des Zweiten Weltkriegs für eine Gruppe polnischer Frauen einsetzte. Aus den daraus folgenden Recherchearbeiten entstand schließlich Martha Hall Kellys Debüt »Und am Ende werden wir frei sein«. Der bewegende Roman eroberte die internationalen Bestsellerlisten und wurde allein in den USA über eine Million Mal verkauft. Die Autorin lebt in Connecticut und auf Martha’s Vineyard.

www.marthahallkelly.com

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