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Treue Seelen

Roman

Hardcover
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Frühsommer 1986: Achim und Barbara, um die 30, sind nach West-Berlin gezogen. In die Großstadt, weg aus der Provinz. Weil es dort eine Stelle gibt für ihn im Labor der Bundesanstalt für Materialprüfung. Weil man ein anderer Mensch sein könnte, da, wo Bowie mal gewohnt hat. Doch statt eines neuen Lebens finden die beiden Stillstand, spießige Enge und Tschernobyl-Angst.

Während Barbara an Trennung denkt, verliebt Achim sich in die zehn Jahre ältere Nachbarin Marion, die enttäuscht von ihrem Bundesgrenzschutz-Ehemann Volker ist. Marion stammt aus Ost-Berlin, sie ist als Teenager kurz vor dem Mauerbau in den Westen abgehauen. Mit ihr fährt Achim heimlich in den Osten, wo sie Marions Schwester Sybille wiedersehen. Mit den besten Absichten mischt Achim sich in die dramatische Lebensgeschichte der beiden Schwestern. Und bringt alle in Gefahr – als er die Idee hat, für Sybille einen Gegenstand über die Grenze zu schmuggeln, der ihr Leben verändern soll.

»Eine Geschichte in kleinbürgerlichem Rahmen, aber die Gefühle sind groß. Raethers Prosa sowieso.«

Brigitte (26. May 2021)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75855-5
Erschienen am  24. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

„Treue Seelen“ von Till Raether: Liebe in den Zeiten Tschernobyls

Von: Jens Jesse

19.09.2021

Till Raether führt einen mit diesem Buch in den ganz speziellen Zeitkorridor der Tschernobyl-Katastrophe, der den Anfang vom Ende des Ostblocks markierte und 1989 zu dessen Zusammenbruch führte. Dieser Hintergrund schafft eine spannende Kulisse für die Beziehungsgeschichte zwischen Barbara und Achim. Raether schafft es gut den Mikrokosmos dieses Mehrfamilienhauses in Westberlin darzustellen. Zeitzeugen werden einige geschilderte Gedankengänge der Protagonisten gut nachvollziehen können und wohl auch durchaus Freude daran haben. Es war die Zeit der Friedensbewegung, der Abrüstungsforderungen, der Anfänge der Grünen und der weißen Friedenstaube auf blauem Grund. Zeit für viele interessante und aufregende Geschichten.

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Das Inselleben West-Berlins

Von: nil_liest

16.09.2021

Wir schreiben das Jahr 1986. Die Republik ist weiterhin geteilt. In diesem Frühjahr machen sich Achim und seine Frau Barbara auf nach Berlin. Sie nehmen alle Vorteile mit, die man damals bekam, wenn man nach West-Berlin zog: Beamtenstatus beim Bundesamt für Materialprüfung, Zulagen von 8% (!) und sie erhoffen sich ein wenig mehr Glamour als in Bonn/Bad Godesberg. Tja, aber dann sollte man vielleicht nicht nach Zehlendorf ziehen und bequem bleiben, sondern eher nach Kreuzberg….nur eines der differenziellen Aspekte des Romans! Aber keine Sorge, es wird anderweitig spannend, denn da gibt es die aus Ostberlin stammende Marion in der Nachbarschaft, die Achim, dem Protagonisten, den Kopf verdreht und damit auch vieles unerwartete ins Rollen bringt, Achim landet sogar in Hohenschönhausen und über allem hängt die dicke Tschernobylwolke – je nach Osten und Westen anders interpretiert. Till Raether hat mit ‚Treue Seelen‘ aus meiner Sicht einen sehr gelungenen Roman über das Leben auf der Insel West-Berlin geschrieben und auch den Osten aus der Westbrille beleuchtet (soweit ich das beurteilen kann, bin auch eine West-Berliner Kind). Wie ein Krimiplot im Berlin der 80er Jahre geht er hier mit seinem Protagonisten durch die Straßen. Eingängig, gut und unterhaltsam geschrieben. Es ist für mich auch ein Roman der Perspektiven, sei es die Innenansicht aus Ostberlin oder Westberlin. Auch Marions Perspektive, die als Teenager aus dem Osten kam und dann wurde just die Mauer gebaut, ist eine andere Perspektive als die des Wessis Achim aus Bonn. Wiedermal ein deutsch/deutscher Roman, aber er ergänzt vorhandene Lektüren gut und natürlich erfreut es einen das selbst erlebte noch einmal Revue passieren zu sehen, auch wenn es damals aus Kinderaugen war. Ich bin gespannt wie meine Eltern den Roman lesen/erleben werden! Taugt für die „breite Masse“ und ist zugleich aber doch sehr speziell. Gelungen!

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Vita

Till Raether, geboren 1969 in Koblenz, aufgewachsen in Berlin, arbeitet als Autor und freier Journalist in Hamburg, unter anderem für »Brigitte Woman«, »Merian« und das »SZ-Magazin«. Er studierte Amerikanistik und Geschichte in Berlin und New Orleans und war stellvertretender Chefredakteur von »Brigitte«. Seine Kriminalromane über den hochsensiblen Kommissar Adam Danowski wurden von der Kritik gefeiert und mehrfach für Preise nominiert. Till Raether ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Pressestimmen

»Schon für die in ihrer Beiläufigkeit oft sehr komischen Beobachtungen lohnt sich das Lesen.«

Hamburger Abendblatt (29. June 2021)

»›Treue Seelen‹ ist ein toller Berlinroman, der mit Sprachwitz und historischer Genauigkeit einfängt, wie Westberlin, Sehnsuchtsort der bundesdeutschen Provinzjugend, eben auch war: unspektakulär, spießig und klein. Am Ende weht ein Hauch Agententhriller durch diesen Roman, der sich von Anfang bis Ende so süffig liest wie eine Berliner Weiße mit Schuss.«

Nina Apin, taz (31. July 2021)

»Ein Roman wie ein Film, mit vielen poetischen Anklängen. Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Blick zurück auf eine turbulente Zeit, drei Jahre vor dem Mauerfall.«

Beate Rottgardt, Ruhr Nachrichten (11. August 2021)

»Und so ist ›Treue Seelen‹ aufgeladenen HEimatkunde, fiebriger Liebesroman und subjektive Berlin-Historie im weichen Ton des poetischen Realismus.«

Berliner Zeitung (29. July 2021)

»Bitter komisch!«

WOMAN (15. July 2021)

»In ›Treue Seelen‹ lässt Till Raether mit viel Sprachwitz das Jahr 1986 auferstehen.«

DB Mobil (30. April 2021)

taz (31. July 2021)