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Mark Lanegan

Sing backwards and weep

Eine Autobiografie

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Er hätte der Jim Morrison unserer Zeit sein können. Ausgestattet mit einer unverwechselbaren Stimme und Charisma, stieg Mark Lanegan Anfang der Neunzigerjahre mit seiner Band The Screaming Trees zu einer der Topbands der Grunge-Ära auf. Um dann umso tiefer abzustürzen. Drogensucht, Obdachlosigkeit und Straßenkriminalität waren die Folge. Doch während viele seiner Freunde wie Kurt Cobain das Jahrzehnt nicht überlebten, gelang Lanegan die Rückkehr auf die Bühne und war bis zu seinem Tod 2022 außergewöhnlich produktiv. Die unveränderte Neuausgabe von Mark Lanegans Autobiografie jetzt unter dem Originaltitel »Sing backwards and weep«.

»Mark Lanegan - knallhart, brutal und apokalyptisch. Wer kann da widerstehen?«

Nick Cave (03. March 2022)

Aus dem Amerikanischen von Nicolai von Schweder-Schreiner
Originaltitel: Sing backwards and weep
Originalverlag: Orion
Hardcover, Pappband, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27408-2
Erschienen am  29. March 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Alles Dunkel dieser Welt

Von: Durga108

04.04.2022

Natürlich habe auch ich in den 90ern Grunge gehört, weil es neu und anders war, allerdings war ich kein großer Fan und die Destruktivität, die bei vielen Musikern in Drogenabhängigkeit und sogar Tod endete, schreckte mich ab und widerte mich an. Auf Mark Lanegan wurde ich jedoch immer wieder aufmerksam und zuletzt aufgrund eines sehr traurigen Ereignisses, sein Tod mit 57 Jahren. Nein, er ist nicht an einer Überdosis gestorben, sondern an den Folgen einer Covid-Infektion. Erst im Dezember 2021 war "Devil in a Coma" erschienen. Darin berichtet Lanegan über seinen Kampf mit der tückischen Viruserkrankung. Mark Lanegan ist nicht nur ein großartiger Sänger, dessen Bariton einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, sondern auch ein genialer Songwriter. Beeindruckt hat er mich mit seiner Interpretation des Dylan's Songs "Man in the long black coat" in der Biopic "I'm not there" oder Gastauftritte bei Nick Cave. Des Weiteren hat er drei bemerkenswert Alben mit der britischen Sägerin Isobel Campbell aufgenommen. Ich habe die Autobiografie "Sing backwards and weep" in einem Rutsch durchgelesen, so zog sie mich in ihren Band. Lanegan hatte, im Gegensatz zu vielen Kolleg:innen, keinen Ghostwriter. In Interviews berichtet er, wie schwierig das Schreiben für ihn war, weil er diese Zeit, die v.a. von seiner Drogenabhängigkeit geprägt war, noch einmal durchleben musste. Auch der Leserin und dem Leser muss klar sein, dass das Buch v.a. über Lanegans Zeit mit den Screaming Trees handelt und von den wilden Zeiten erzählt. Diese Jahre haben nun den größten Teil seines Lebens ausgemacht und er hat vermutlich so viel erlebt, um es auf mehrere Leben aufzuteilen zu können. Das Buch hat nicht umsonst fast 500 Seiten. Die Biografie ist auch als Hörbuch erhältlich, von Mark Lanegan selbst gelesen. Ich hab einige Kapitel auf audible gehört und kann es empfehlen. Zum einen ist es durch Lanegans Stimme sehr authentisch, zum anderen kommt die Message 1:1 an. Eine Übersetzung, und ist sie noch so gut, hat nie die gleiche Authentizität. Eine Autobiografie für Insider und Fans, sehr lesenswert und tief beeindruckend.

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Vita

Mark Lanegan war ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter. Von 1983 bis 2000 war er Frontmann der Screaming Trees. 1990 erschien sein erstes Soloalbum, dem rund ein Dutzend weitere folgten. Zudem kollaborierte er mit Bands und Musikern wie Kurt Cobain, Pearl Jam, Marianne Faithfull, Moby, Queens of the Stone Age, UNKLE, Greg Dulli, PJ Harvey oder Isobell Campbell. Mark Lanegan starb im Februar 2022 im Alter von 57 Jahren in Killarney, Irland.

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Pressestimmen

»Mehr als die ultimative Musiker-Memoir! Eines der berührendsten und schönsten Bücher, die ich je gelesen habe.«

Irvine Welsh (04. March 2022)

»Bei seinen Bekenntnissen in der Dunkelheit des Beichtstuhls hält Lanegan nichts zurück.«

John Niven (04. March 2022)

»Mark Lanegan schreibt wie er singt, mit brutaler Ehrlichkeit, direkt aus dem Herzen einer geschundenen Seele.«

Bobby Gillespie, Primal Scream (04. March 2022)