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Schlüssel zu Bonhoeffers Haus

Wie ich Welt und Weg Dietrich Bonhoeffers entdeckte

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Bonhoeffers spirituelle Quellen für heute entdeckt

Als ihr Mann eine Stelle in der US-Botschaft antritt, findet sich Laura Fabrycky mit ihren drei Kindern in Berlin wieder. Die Stadt wirkt auf sie befremdlich: Spannend, ja, aber auch schroff und nicht immer einladend. Zugleich - es ist das Jahr 2016 - spürt sie, wie eine Präsidentschaftswahl Amerika für immer verändert. Laura Fabrycky fühlt sich heimatlos, als sie zufällig auf den Namen Bonhoeffer stößt und bald schon dessen Elternhaus in der Marienburger-Allee besucht. Ein Ort, der sie in seinen Bann schlägt. Aus einem Besuch werden viele und schließlich engagiert sie sich ehrenamtlich: Als Fremdenführerin hilft sie englischsprachigen Gruppen das Haus, Dietrich Bonhoeffers Leben und sein Berlin zu entdecken.

In diesem Buch berichtet Laura M. Fabrycky, wie sie diese Arbeit verändert und ihrem Leben neue Richtung gibt. Sie erzählt, wie die Schlüssel, die sie als Mitarbeiterin für das Bonhoeffer Haus erhält, ihr zum Symbol werden. Dafür, wie sich ihr auf den Spuren Dietrich Bonhoeffers ihr eigenes Leben in einer Phase der Unsicherheit noch einmal neu erschließt. Ein hinreißendes Werk darüber, was Dietrich Bonhoeffers Beispiel noch heute bewirken kann.

»In dem Jahr, in dem Donald Trump Präsident der USA wird, bekommt die Frau eines amerikanischen Diplomaten den Schlüssel zum Haus der Bonhoeffers in Berlin - heute ein Ort der Erinnerung, denn auch Dietrich hat hier bis zu seiner Verhaftung gelebt. Sie liest sich ein in sein Denken, lebt sich ein in sein Leben und begegnet dem Deutschland von damals und dem von heute. Dabei verweben sich Bonhoeffers Welt, seine Zeit, seine Fragen und Antworten immer stärker mit ihrer Gegenwart und mit ihren eigenen Gedanken und Erfahrungen. So entsteht ein höchst aktuelles, anregendes und sehr menschliches Buch über einen der wichtigsten Theologen der Bekennenden Kirche und einen der bekanntesten Märtyrer des Nationalsozialismus.«

Jürgen Werth (28. June 2021)

Übersetzt von Thomas Görden
Originaltitel: Keys to Bonhoeffer's Haus. Exploring the World and Wisdom of Dietrich Bonhoeffer
Originalverlag: 1517 Media, Minneapolis/USA
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Mit 9 s/w-Fotos
ISBN: 978-3-579-06213-6
Erschienen am  23. August 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Special zu Laura M. Fabrycky: Schlüssel zu Bonhoeffers Haus

Rezensionen

Ein erfüllender Inhalt!

Von: Margarete Spitzer

15.09.2021

Als ich dieses Buch das erste Mal in meinen Händen hielt, war es, als würde ich in eine andere Welt eintauchen. Die Aufmachung hatte mich sofort begeistert. Doch meine hohen Erwartungen an die Darstellung Dietrich Bonhoeffers, seiner inneren Einstellung und seines Lebensweges, wurden anfangs enttäuscht. Ich kannte seinen Namen seit Jugendzeiten durch sein berührendes Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Genauso emotional wollte ich von diesem Buch berührt werden. Zu Beginn fand ich es schwierig, mich mit dem sachlichen Schreibstil der amerikanischen Autorin auseinanderzusetzen. Doch nach den ersten Seiten fand ich dann doch langsam hinein in ihre ganz eigene und letztendlich sehr interessante Weise, dem Leben Bonhoeffers auf die Spur zu kommen. Die Autorin ist eine Amerikanerin, die durch die Arbeit ihres Mannes an der US-Botschaft für drei Jahre in Berlin gelandet ist. Bald beginnt sie sich für Dietrich Bonhoeffer zu interessieren. Durch ihre hervorragende Recherche schafft sie es, dem Leser die Möglichkeit zu geben, die allgemeine Lebenssituation, in der Bonhoeffer heranwuchs, intensiver kennenzulernen und auch die wirtschaftlichen und politischen Umstände aufzuzeigen. Sie informiert den Leser über die letzten Jahrhunderte, um eine Erklärung zu finden, inwieweit diese weit zurückliegenden Jahre bereits das deutsche Volk geprägt hatten. So dass in der Zeit des Nationalsozialismus der Großteil der Menschen sich unkritisch jenem Menschen, der sich ermächtigte, sich als „Führer“ zu bezeichnen, unterwarf und nachfolgte. Ebenso ermöglicht die Autorin einen kritischen Blick auf die Kirche Deutschlands zu werfen und ihrem Verhalten jenen gegenüber, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Dieses Buch ist wie eine imaginäre Landkarte. Für jeden Aufenthalt Bonhoeffers steckt die Autorin einen imaginären Pin auf diese Karte, scheut keine Mühe, alle Orte, die für Bonhoeffer eine Bedeutung hatten, aufzusuchen, um sich in sein Wesen besser hineinfühlen und denken zu können. Mit ihrer ehrlichen Art hat sie keine Scheu in aller Öffentlichkeit dazu zu stehen, dass sie vorhergehende Fehleinschätzungen in Bezug auf Bonhoeffer korrigieren muss. Das ist für mich nicht nur staunenswert, sondern ebenso berührend. Wer bereit ist, von dem emotionalen Lied Bonhoeffers wegzugehen, sich auf sachliche und interessante Informationen einzulassen, macht mit diesem Buch einen großen, persönlichen Gewinn. Am Ende steht vielleicht die Erkenntnis, wie Bonhoeffers Leben ein Stück weit nachgelebt werden kann, doch für mich auch die Neugier, von diesem besonderen Menschen noch mehr zu erfahren. Die anfangs fehlende Emotionalität habe ich in feinen Nuancen entdeckt. Am Schluss bin ich mir gewiss, dieses Buch ein zweites, vielleicht auch ein drittes Mal zu lesen, da es beim ersten Mal nicht möglich ist, die Fülle, die die Autorin dem Leser weitergibt, aufzunehmen.

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Bonhoeffer ein Held?

Von: Elisa Baer

14.09.2021

Mir gefällt die Art wie die Autorin ihr Erleben in Berlin mit dem Leben Bonhoeffers verbindet sehr gut. An manchen Stellen kommen mir Assoziationen zu unserem Erleben in 2020/1. Ausgrenzung war auch für Bonhoeffer immer wieder ein Thema. L.M. Fabrycky hat sein Leben tiefgründig recherchiert. Sehr interessant fand ich auch ihren Blick auf die Deutschen in und nach der NS-Zeit. Und die Erkenntnis, dass Nordamerika seine moralische Aufarbeitung der Ausgrenzung der Indogenen, der Sklaven und der Mittel- und Südamerikanischen Staaten immer noch nicht angegangen ist. Das Buch ist für Menschen, die Denkanstöße nicht nur vom Leben Bonhoeffers bekommen möchten.

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Vita

Laura Fabrycky arbeitet als Autorin und lebt derzeit mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Brüssel. Während einer diplomatischen Mission ihres Mannes an der US-Botschaft in Berlin arbeitet sie als ehrenamtliche Reiseleiterin im Bonhoeffer-Haus im Berliner Stadtteil Charlottenburg.

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Pressestimmen

»Was für ein außergewöhnliches und inspirierendes Buch!
Laura Fabrycky verwebt ihre eigenen Erfahrungen zunächst als Besucherin, später als Fremdenführerin im Berliner Haus der Familie Bonhoeffer kunstvoll mit dem Leben und Wirken Dietrich Bonhoeffers. Parallel dazu schildert sie als amerikanische Expatriot ihre eigene Suche nach der „richtigen Haltung“ in Zeiten der aktuellen wahrheits- und demokratieverachtenden US-Präsidentschaft und reflektiert diese im Licht der Entwicklung Dietrich Bonhoeffers. ... Alles wirklich gründlich recherchiert, spannend erzählt und seeehr bewegend!«

»I was stirred deeply to live faithfully in such a time as this. Fabrycky has a gift for capturing moments in all their complexity and beauty. "Keys" moved me to tears and left me resolved to engage civically, here and now.«

amazon (09. December 2020)