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Melitta Breznik

Mutter

Chronik eines Abschieds

(2)
Hardcover
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Mit „Mutter“ legt Melitta Breznik ein intensives Kammerspiel vor, der langsame Abschied von der Mutter. Als Tochter, Pflegerin und Ärztin, die ihre Mutter in den letzten Monaten beim Sterben begleitet, schildert die Autorin mit genauem Blick die Veränderungen, die von den beiden Frauen Besitz ergreifen. Es gibt Momente der Verbundenheit, der Trauer, des Lichts, Kleinigkeiten erstrahlen in schlichter Schönheit in diesen letzten Tagen. Eine Familiengeschichte wird erzählt, bis zurück zu den beiden Kriegen. Fragen nach Schuld und Vergebung tauchen auf und nach dem, was bleibt, wenn jemand stirbt. Ein dichtes Buch über das Sterben. Tiefgründig, ehrlich, liebend und klar.

»Breznik findet eine an keiner Stelle zwanghaft künstliche, jedoch ganz ruhige, fast asketische Sprache, ohne aufgesetzte Lichter, falsche Ornamentik oder hohles Pathos.«

Alexander Kluy / Der Standard (09. May 2020)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-630-87506-4
Erschienen am  11. May 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

prägnant, unaufgeregt und melancholisch

Von: floskel

12.10.2020

In „Mutter. Chronik eines Abschieds“ schildert Melitta Breznik auf nur 160 Seiten wie sie wochenlang ihre 91-jährige Mutter beim Sterben begleitet. Melitta Breznik ist dabei nicht nur Tochter und Pflegende, sondern auch Ärztin – das macht die Situation nicht gerade einfacher. Sie erzählt prägnant, unaufgeregt und nüchtern von den Veränderungen, die sich bei ihrer Mutter bemerkbar machen, den daraus resultierenden Herausforderungen und deren Einfluss auf ihre eigene psychische und physische Verfassung. Sie erzählt von der gegenwärtigen Nähe der beiden Frauen zueinander, aber auch von lange zurückliegenden Verwerfungen innerhalb der Familie. Ein melancholisches, berührendes und beeindruckendes Buch, das von der Kostbarkeit gemeinsamer Erinnerungen und letzter Augenblicke handelt. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack – voller Ambivalenz, Zärtlichkeit und Wärme. "Man ist kein besserer Mensch, wenn man Melitta Breznik gelesen hat, doch fühlt man tiefer, sieht man klarer, denkt man schärfer. Was will man mehr von Literatur?", schrieb die NZZ und dem kann ich nur zustimmen.

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Große Empfehlung

Von: frau_fussi

01.06.2020

Melitta Breznik ist Praktische Ärztin und hat sich als Fachärztin auf Psychiatrie und Psychotherapie spezialisiert und lebt in der Schweiz. Geboren und Aufgewachsen ist sie in Österreich. Dort leben noch ihre Mutter und ihr Bruder. Sie reist dorthin zurück, da ihre Mutter erkrankt ist. Es geht ihr so schlecht, dass sie sie ins Krankenhaus fährt. Die Diagnose ist niederschmetternd. Sie verlassen das Krankenhaus und Melitta Breznik kümmert sich nun um ihre Mutter. Sie erzählt in sehr schönen Worten von den Erinnerungen, die zurückkommen und der Veränderung, die das Sterben mit sich bringt, in geistiger und körperlicher Form. Auch das sie manchmal am Ende ihrer Kräfte ist. In diesem schmalen Buch wird uns das Sterben, ungeschminkt, aber einfühlsam aufgezeigt! Eine ganz große Empfehlung!

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Vita

Melitta Breznik, geb. in Kapfenberg, Österreich, studierte Humanmedizin und wurde zur Praktischen Ärztin ausgebildet, bevor sie sich als Fachärztin in Psychiatrie und Psychotherapie spezialisierte. Sie lebt in Graubünden, Schweiz. Bei Luchterhand sind von ihr bisher erschienen: »Nachtdienst« (Erzählung 1995), »Figuren« (Erzählungen 1999), »Das Umstellformat« (Erzählung 2002), »Nordlicht« (Roman 2009), »Der Sommer hat lange auf sich warten lassen« (Roman 2013).

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Events

11. Nov. 2021

Lesung und Gespräch

18:30 Uhr | Schaffhausen | Lesungen
Melitta Breznik
Mutter

Pressestimmen

»Ein berührendes literarisches Dokument.«

Martin Krumbholz / Deutschlandfunk (01. July 2020)

»Da ist unheimlich viel Emotion im Untergrund, aber im Stil glasklar bewältigt. Und das ist unglaublich stark, das ist ganz, ganz eindrucksvoll.«

Martin Ebel / Fernsehen SRF 1 - Literaturclub (01. September 2020)

»Die nüchtern-melancholische Grundmelodie ihrer Sätze begleitet ein Wispern, das sich ins Herz des Lesers gräbt. ›Pass auf‹ flüstert es, ›dies ist Dein einziges Leben.‹«

Andrea Köhler / Neue Zürcher Zeitung (12. June 2020)

»In diesem Bericht vom Sterben eines geliebten Menschen lässt die Kargheit der Sprache nur umso deutlicher den Schmerz und die Anspannung spüren.«

Valeria Heintges / NZZ am Sonntag (31. May 2020)

»Brezniks Stil ist fein und vorsichtig, der Ton diskret, aber an keiner Stelle ausweichend.«

Brigitte Neumann / Ö1 (17. May 2020)

»Ein eindrückliches Werk über den Abschied.«

Franziska Trost / Kronen Zeitung (30. May 2020)

»Ein grundehrliches und besonnenes Protokoll in der tagebuchartigen Ich-Form, eindringlich, aber nie pathetisch.«

Anna Wegelin / Luzerner Zeitung (01. July 2020)

»Ein Buch für Menschen, die sich mit dem Abschiednehmen, dem Sterben beschäftigen.«

Nicola Steiner / Fernsehen SRF 1 - Literaturclub (01. September 2020)

»Ein Buch des Innehaltens, ein langsames, besinnliches Stück Prosa über den Tod - voll mit psychischem und physischem Leid, aber auch ein schmales Brevier des Trostes.«

Peter Mohr / Straubinger Tagblatt (13. June 2020)

Weitere Bücher der Autorin