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Meine dunkle Vanessa

Roman - Der New-York-Times-Bestseller

Hardcover
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Brillant und verstörend! Ein brandaktueller Roman, der mitten ins Herz der #MeToo-Debatte trifft

Vanessa ist gerade fünfzehn, als sie das erste Mal mit ihrem Englisch-Lehrer schläft. Jacob Strane ist der einzige Mensch, der sie wirklich versteht. Und Vanessa ist sich sicher: Es ist Liebe. Alles geschieht mit ihrem Einverständnis. Fast zwanzig Jahre später wird Strane von einer anderen ehemaligen Schülerin wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt. Taylor kontaktiert Vanessa und bittet sie um Unterstützung. Das zwingt Vanessa zu einer erbarmungslosen Entscheidung: Stillschweigen bewahren oder ihrer Beziehung zu Strane auf den Grund gehen. Doch kann es ihr wirklich gelingen, ihre eigene Geschichte umzudeuten – war auch sie nur Stranes Opfer?

»Meine dunkle Vanessa« ist ein brillanter Roman über all die Widersprüche, die unsere Beziehungen prägen, ein Roman, der alle Gewissheiten erschüttert und uns spüren lässt, wie schwierig es ist, klare Grenzen zu ziehen. Verstörend und unvergesslich!

»Ein eindringlicher, wirklich unvergesslicher, tiefer Roman mit einem irrsinnigen erzählerischen Sog (...)«

Vea Kaiser, ZDF "Literarisches Quartett" (28. August 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Ulrike Thiesmeyer
Originaltitel: My Dark Vanessa
Originalverlag: Morrow
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10427-9
Erschienen am  17. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Schonungslos, erschreckend, emotional

Von: Endlose Seiten

07.09.2021

Kein Buch hat in letzter Zeit so viele Emotionen in mir hervorgerufen wie »Meine dunkle Vanessa« von Kate Elizabeth Russell. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn in dem Roman geht es um grooming und sexuellen Missbrauch. Und als ob das nicht schon unerträglich genug wäre, redet sich die missbrauchte Protagonistin ein, das, was ihr als 15-jähriges Mädchen passiert ist, sei kein Missbrauch, sondern Liebe gewesen. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitlinien, die sich ständig abwechseln. In der ersten Zeitlinie befinden wir uns in der Gegenwart, im Jahr 2017, als Protagonistin Vanessa Wye Anfang 30 ist. Hier zeigt die Autorin, was aus Vanessa wurde und wie die schrecklichen Ereignisse, die ihr als junges Mädchen passiert sind, ihr Leben geprägt haben. Die zweite Zeitlinie umschließt eine Zeitspanne vom Jahr 2000 bis 2007. Dies ist der Zeitraum, indem das Unheil seinen Lauf annimmt und wie Vanessa sich dadurch verändert. Beide Zeitlinien ermöglichen den Lesern und Leserinnen eine gute Gegenüberstellung von Gegenwart und Vergangenheit. Der Schreibstil der Autorin ist derart authentisch, dass ich den Eindruck hatte, Vanessa sei eine reale Person. Der Text wühlt auf und sorgt für verschiedene Emotionen, sodass man nicht anders kann, als zu glauben, dass sie nur von jemanden stammen können, dem alles genauso in Wirklichkeit passiert ist. Ich konnte die Geschehnisse, die Vanessa passiert sind, nur mit Mühe ertragen, bei manchen Szenen kam mir die Galle hoch. Noch erschreckender ist aber die Tatsache, dass das, was Vanessa durchmachen muss, tagtäglich überall auf der Welt geschieht. Auch wenn die Thematik alles andere als einfach ist, konnte ich nicht aufhören, diesen Roman zu lesen. Ab und zu musste ich das Buch zwar zur Seite legen, um das Gelesene zu verdauen, aber es gab keine Stellen, die sich gezogen hätten oder sonst irgendwie fehl am Platz wären. Besonders herausfordernd sind die Szenen mit Vanessa und Strane, weil Strane einfach abartig ist. Anders kann ich ihn nicht beschreiben. Er manipuliert Vanessa und treibt mit ihr seine Psychospielchen. Dabei handelt er stets kalkuliert und präzise. Es ist einfach unglaublich, wie er mehrere Jahre lang unbemerkt mit allem durchkommt. Vielleicht ist Strane aber auch ein Indiz dafür, dass der Gesellschaft vieles einfach egal ist. Es gibt einige Momente, in denen verschiedene Personen eine Gelegenheit hatten, etwas zu unternehmen, es aber doch nicht getan haben, aus welchen Gründen auch immer. Auch wenn Vanessa die Leidtragende ist, ist es mit ihr etwas komplizierter, als es auf den ersten Blick aussieht. Als sie das erste Mal Strane begegnet, hat Vanessa es nicht einfach. Sie hat keine Freunde, mit ihren Eltern scheint sie auch nicht gerade verbunden zu sein und sie ist sehr labil. Es dauert nicht lange, bis Strane das erkennt und es anschließend ausnutzt. Ab da ist Vanessa wie eine Fliege, die im Netz einer Spinne feststecken bleibt und nie wieder herauskommt. Ab hier wird es prekär, denn Vanessa erkennt nicht, in welcher Lage sie sich befindet und dass sie dringend Hilfe braucht. Im Gegenteil, sie redet sich ein, sie habe die Kontrolle über Strane und nicht umgekehrt. Manchmal verteidigt sie Strane sogar, was mir die Haare zu Berge stehen ließ. Fazit »Meine dunkle Vanessa« von Kate Elizabeth Russell zeigt auf schonungslose Art und Weise, dass man vor Menschen wie Strane, nirgendwo sicher sein kann. Auch wenn ich dieses Buch als lesenswert empfinde, sollte letztendlich jeder selbst entscheiden, ob er sich mit diesem schwierigen Thema auseinandersetzen will, denn es erfordert starke Nerven.

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Meine Dunkle Vanessa

Von: Lupina15

18.08.2021

„Meine Dunkle Vanessa“ von Kate Elizabeth Russell ist ein erschreckender und aufwühlender Roman und definitiv keine leichte Lektüre. Ich musste das Buch oft zur Seite legen, bevor ich weiterlesen konnte. Russell schreibt über eine Frau, die im Alter von fünfzehn Jahren von ihrem Englischlehrer vergewaltigt wurde und mit diesem bis ins Alter von 32 eine Art Beziehung aufrecht erhält. Er ist fast dreißig Jahre älter als Vanessa. Es ist beklemmend, im Kopf von Vanessa zu sein. Die Kapitel wechseln sich ab, spielen zu verschiedenen Zeiten. Man erlebt, wie alles begann, wie Vanessa heute ist und was zwischendurch geschah. Man merkt schnell, dass sie die Geschehnisse nie verarbeiten konnte, sie zu etwas Positivem verdreht hat und auf keinen Fall die Opferrolle einnehmen möchte. Die große, bedrückende Frage lautet: Ist man ein Opfer, wenn man es selbst wollte? Nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht. Man wird als Leser permanent herausgefordert, sich eine Meinung zu bilden.  Strane, der Englischlehrer, ist manipulativ und eindeutig der Täter, auch wenn er sich selbst liebend gern in der Opferrolle sieht. Es ist beinahe unerträglich zu lesen, wie er Vanessa die Schuld zuschiebt, sich selbst von allem frei spricht und Tatsachen verdreht und so lange wiederholt, bis sie ihm glaubt.  Die Autorin lässt viel Freiraum, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie gibt Denkanstöße, sowohl dem Leser als auch Vanessa, die sich in einer Therapie öffnet. Russell spricht kein Urteil aus, kein großes richtig oder falsch, was ich sehr interessant fand. Sie zeigt auf, wie komplex der Sachverhalt ist und wie kaputt es Vanessa gemacht hat. Das Thema sexuelle Gewalt wird mit viel Sensibilität behandelt, doch der Roman ist natürlich nichts für schwache Nerven. Stranes Verhalten ist durch und durch falsch, das wird deutlich und klar herausgestellt. Ein aktueller Bezug wird auch herausgestellt und es gibt so viel Stoff zum Nachdenken. Dieser Roman ist dunkel, man dringt tief in die Gedanken einer Person ein, die schrecklichen Missbrauch erlebt hat und nie davon loskommt. Er ist aber auch einfühlsam und berührend, schildert nüchtern Dinge, die schwer in Worte zu fassen sind.  „Meine Dunkle Vanessa“ ist eine zutiefst bewegende und aufwühlende Lektüre, die man nicht so leicht verarbeitet

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Vita

Kate Elizabeth Russell wurde in Maine geboren und hat an der University of Kansas promoviert. Sie schreibt für verschiedene Magazine, und eine ihrer Erzählungen wurde für den renommierten Pushcart Preis nominiert. Ihr Debütroman »Meine dunkle Vanessa« ist ein internationaler Bestseller und stand auch in Deutschland auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Das Buch ist in rund 25 Ländern erschienen. Kate Elizabeth Russell lebt in Madison, Wisconsin.

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Ulrike Thiesmeyer

Ulrike Thiesmeyer, 1967 geboren, studierte Literatur-Übersetzen in Düsseldorf, wo sie auch bis heute lebt. Sie hat zahlreiche Romane wie Sachbücher aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche übertragen. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u. a. William Boyd, Raymond Khoury, Ann Patchett, Kamila Shamsie und Joanna Trollope.

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Pressestimmen

»Ohne plump oder vordergründig zu werden, zeigt Russell, wie sehr das Lolita-Motiv die Popkultur geprägt hat.«

Der Spiegel (29. August 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ ist harte Kost und große Literatur. Ein sehr komplexer, tiefgehender und überzeugender Roman.«

BR 5, Neues vom Buchmarkt, Roana Brogsitter (16. September 2020)

»Kate Elizabeth Russell fängt die überwältigenden Gefühle in ihrem Debüt verstörend gut ein. Und genauso die zerstörerische Macht. (…) Russell bringt eine neue Perspektive in die #MeToo-Debatte«

Emotion (02. September 2020)

»Beklemmend gut«

Donna (02. September 2020)

»Ein starkes Debüt. … Das Schreiben in der ersten Person ist ein genial-riskanter Kunstgriff, der das immense psychologische Geschick dieser Autorin offenbart.«

Kölnische Rundschau (17. August 2020)

»›Lolita‹ für die #MeToo-Generation.«

Marie Claire (05. March 2020)

»Ein umwerfendes Debüt. ›Meine dunkle Vanessa‹ ist zutiefst erschütternd und doch menschlich in seiner Unerbittlichkeit. Ein Buch, bei dem es einem kalt über den Rücken läuft. Ein absolutes Lese-Muss.«

Gillian Flynn, Bestsellerautorin von Gone Girl (22. January 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ ist ein erschütternder Triumph. Komplex, klug und von Anfang bis Ende fesselnd: Kate Elizabeth Russells Debütroman bricht mit Mutmaßungen und Klischees und liefert eine vielschichtige, nuancierte Erzählung, die für ein umfassenderes Verständnis über das Ausmaß und die Langlebigkeit des Schadens, den sexueller Missbrauch anrichtet, unerlässlich ist. Machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie mit flauem Gefühl im Bauch und einem Kloß im Hals bis spät in die Nacht hinein lesen werden.«

Lily King, Bestsellerautorin von Euphoria (14. February 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ ist ein absolutes Meisterwerk an Ton und Sichtweise, das dadurch umso beeindruckender ist, dass es scheinbar gar nicht das Ziel hat zu beeindrucken. Es ist faszinierend und niederschmetternd und brillant. Ich habe es geliebt.«

Kristen Roupenian, Bestsellerautorin von Cat Person (14. February 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ kann wie ein Spiegelbild von Nabokovs ›Lolita‹ gelesen werden.«

The New York Magazine (05. March 2020)

»Dieses zeitgemäße, fesselnde Debüt beleuchtet das Wechselspiel zwischen der herzzerreißenden Verwirrung eines Kindes und den tiefsten Perversionen von Macht.«

People (19. March 2020)

»›Meine dunkle Vanessa‹ ist eine einzigartige Leistung - ein Meisterwerk der Spannung und des Tons, das Sie gleichzeitig packen, schockieren und bewegen wird ... Mit größter Sensibilität und anschaulichen, herzzerreißenden Details beleuchtet Russell Vanessas Kampf, ihre Lebensgeschichte als die Tragödie zu sehen, die sie ist. Räumen Sie Ihren Terminplan für die nächsten Tage frei, bevor Sie anfangen ›Meine dunkle Vanessa‹ zu lesen - es wird Sie völlig in Beschlag nehmen.«

Esquire, The Best Books Coming Out This Winter (14. February 2020)

»Das ist keine klischeehafte Schüler-Lehrer-Beziehung an einer High School. Kate Elizabeth Russell bringt all ihre Emotionen und Komplexität hervor.«

Marie Claire, Best Winter Books (14. February 2020)

»Ihre Überzeugungen werden infrage gestellt werden, Sie werden sich hilflos, wütend und möglicherweise ein wenig verdorben fühlen, aber Sie werden mitfühlen. Dieser Tage eine Seltenheit. Sie sollten sich genügend Zeit nehmen, bevor Sie anfangen zu lesen, weil ›Meine dunkle Vanessa‹ Sie nicht mehr loslassen wird. Ich habe die erste Hälfte des Buches so fieberhaft verschlungen, dass ich nicht mehr geschlafen und Mahlzeiten verpasst habe … In weniger begabten Händen wäre das unerträglich, aber Russell gelingt es, schöne Prosa gekonnt mit herzzerreißender Wahrheit zu verknüpfen, dass selbst der empfindlichste Leser nicht davon abgehalten werden kann einzutauchen. Das Geniale an diesem Buch ist das, was ungesagt bleibt, die täuschend einfache Nuance, mit der dieses schwierige Thema behandelt wird. Ein brillanter Roman.«

The Washington Post (19. March 2020)