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(Hrsg.), (Hrsg.)

»Ein Sommer wie seither kein anderer«

Wie in Deutschland 1945 der Frieden begann – Zeitzeugen berichten
Ein SPIEGEL-BUCH

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Bestseller Platz 47
Spiegel Hardcover Sachbücher

HardcoverNEU
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Prominente Zeitzeugen erinnern sich an das Ende des Zweiten Weltkriegs: Wie Deutsche den Friedenssommer 1945 erlebten

Der 9. Mai 1945 war, nach fast sechs Jahren Krieg, der erste Friedenstag in Europa – und der Beginn eines Sommers, der bestimmt war von Aufbruch, Trauer und Lebensgier. Die Bombenangriffe waren vorbei, die Väter und Ehemänner häufig tot oder in Gefangenschaft, die Kinder und Jugendlichen sich selbst überlassen, die Zukunft war ungewiss. Für alle waren es Wochen der Not, für die meisten auch der Scham: Zu Massenvergewaltigungen und Vertreibungen kam die Erkenntnis, dass die besiegten Deutschen nicht nur Opfer waren, sondern eine historische Schuld auf sich geladen hatten. Aus bewegenden Dokumenten und Erinnerungen heute noch lebender Zeitzeugen wie Klaus von Dohnanyi, Martin Walser, Theo Sommer u.a. zeichnen Hauke Goos und Alexander Smoltczyk ein Bild dieses Sommers. In den vielen Stimmen dieses Buches wird nicht nur der Beginn des Friedens noch einmal hautnah erlebbar, es wird auch deutlich, wie prägend er war für all das, was später kam. Aufwändig gestaltet und vierfarbig bebildert.


Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
mit zahlreichen Abbildungen
ISBN: 978-3-421-04881-3
Erschienen am  19. April 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Bewegend, ernüchternd, erstaunlich

Von: Sally N.

25.05.2021

Es gab in diesem Sommer keine einheitliche Stimmungslage, sondern verschieden Stimmungen. Entscheidend war, wo man lebte, wie alt er war, wie hat er den Krieg erlebt. Männer erlebten das Kriegsende anders als Frauen oder Kinder. Städter waren oft von Bomben getroffen oder zerstört bis am Land die Häuser unversehrt blieben. Mit gemischten Gefühlen begrüßten die Menschen die Sieger. Es gab Hoffnung und Optimismus, der Wunsch nach Vergeltung, Sehnsucht nach Vergebung. Entscheidend war, auch in welcher Besatzungszone man lebte. Die einzelnen Erinnerungen sind sehr kontrastreich. Die meisten der Zeitzeugen sind um die 90 Jahre alt. Prominente und völlig unbekannte. Ein deutscher Soldat, eine Auschwitz-Überlebende, ein junger Soldat der russischen Armee, ein 13-jähriges Mädchen, Emigranten, die das Kriegsende von einem weit entfernten Land erlebten, ein Deutschsprachiger in der U.S. Army haben ihre eigenen Erlebnisse, die oft in den Grundsteinen unterscheiden. Aber an etwas sind sie alle einig: Der Sommer 1945 war alles andere als ein unbeschwerter Neubeginn. Die Geschichten in diesem Buch müssen erzählt und gehört werden über eine Zeit, welche für uns unbegreiflich ist. Diese Sammlung ist etwas ganz Besonderes, aber keine leichte Lektüre. Die Tagebucheinträge ergänzen die Erzählungen, obwohl sie meiner Meinung nach nicht ganz günstig platziert sind. Damit bremsen sie den Lesefluss. Trotzdem ist das Buch eine absolute Leseempfehlung. 5/5⭐️

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Vita

Hauke Goos, Jahrgang 1966, arbeitete nach dem Geschichtsstudium zunächst für das SAT.1-Magazin »Akte«, ehe er 1999 zum Magazin SPIEGELreporter kam. Seit 2001 schreibt er für das Reportagenressort des SPIEGEL. Er lebt in Hamburg.

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Alexander Smoltczyk, geboren 1958, studierte Philosophie, Volkswirtschaft und Agrarökonomie. Nach Stationen bei der taz, Geo und der Wochenpost ist er seit 1997 als Reporter beim SPIEGEL. Korrespondenzen in Paris, Rom, Abu Dhabi und Lissabon. Für seine journalistischen Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet. Smoltczyk ist Autor mehrerer Sach- und Kinderbücher. Er lebt mit seiner Familie in Lissabon.

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