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Dinosaurier auf anderen Planeten

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Eine junge Frau lernt ihren Mann ganz neu kennen, als sie zum ersten Mal seine Heimat an der nordirischen Küste besuchen; eine Mutter will verstehen, warum ihr kleiner Sohn so besessen ist von Tierknochen und der Apokalypse … In diesen Geschichten ist die Welt ebenso schön wie fremd. Männer und Frauen, Alt und Jung bewegen sich durchs Leben, wie ein Tourist ein fernes Land erkundet: aufmerksam, mit einer Mischung aus Staunen und Misstrauen. Sie leben in ständiger Gefahr, missverstanden, verletzt oder abgelehnt zu werden, und wollen doch nur begreifen, wer sie sind, in welcher Welt sie leben.

»Es ist beeindruckend, wie Danielle McLaughlin es schafft, in diesen elf Geschichen die Besonderheit der einen oder anderen Erzählung zu akzentuieren.«

Christoph Bartmann / Süddeutsche Zeitung (16. März 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Silvia Morawetz
Originaltitel: Dinosaurs on Other Planets
Originalverlag: John Murray General Publishing Division
Hardcover mit Schutzumschlag, ca. 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87492-0
Erschienen am  22. Februar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Nordirland, Irland

Rezensionen

Kleine große Dramen

Von: Thomas Lawall

08.05.2021

"Wer sonst nur Romane liest, wird diesen Kurzgeschichten verfallen", heißt es auf dem Buchtitel. Das mag zutreffen, jedoch nicht ganz. Es ist eher so, dass sich die Geschichten irgendwie verselbstständigen. Plötzlich sind sie nicht mehr nur Teile des Buches, denn die Schatten, die sie werfen, können auch die der Leserinnen und Leser sein. Man "verfällt" mitunter den eigenen Geschichten, was immer von ihnen noch übrig sein möge. Danielle McLaughlins Geschichten auf einer Kinoleinwand umzusetzen wäre unmöglich. Es wären Filme ohne Anfang und Ende, also genau das, was das Publikum nicht zu sehen wünscht. Also Szenen, die an das eigene Leben erinnern. Jene Bilder, die sich irgendwie ergeben, die einfach passieren, ohne dass man die Möglichkeit hatte, einzugreifen oder es schlicht versäumt hat. Es geschieht einfach. So, wie die ungeplante Schwangerschaft der 43jährigen Aileen. Der Vater ist ein verheirateter Arbeitskollege. Aileen sollte sich überlegen, was es für seine beiden Söhne bedeuten würde, wenn sie das Kind austragen würde. "Herzlos und egoistisch" sei sie. Dabei sind es noch nicht einmal die einzigen Probleme, die sie hat. Immer mehr Fragen tauchen in den Geschichten auf und immer weniger werden beantwortet. Warum auch. Irgendwie wird es schon weitergehen. Denkt sich sicherlich auch Lily, die auf einer Urlaubsreise in Italien eine Frau kennenlernt, die im gleichen Zug unterwegs ist. Im Prinzip war es das schon, und mehr als das Wiedersehen auf Umwegen passiert vordergründig nicht. Zwischen den Zeilen aber schon. Der einleitende Kameraschwenk über den kleinen Provinzbahnhof in jenes Zugabteil mag ein Sinnbild für die vielen Haltepunkte eines Lebens sein. Es sind diese kleinen Dramen, die eigentlich die großen sind, aber im Alltag gerne kleingeredet oder völlig ignoriert werden, zumindest wenn sie in schöner Regelmäßigkeit die Lebensreise dekorieren. Orientierungslosigkeit wird zum Normalfall. Mit ihrer reich bebilderten Sprache zaubert Danielle McLaughlin ihre Protagonisten aus der glanzlosen Gewöhnlichkeit ihrer Bedeutungslosigkeit in den Rang von Suchenden, die ihren Platz noch nicht gefunden haben, der Lösung dieses Problems aber zumindest dicht auf den Fersen sind. "Der ewige Sieg der Hoffnung über die Erfahrung."

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melancholisch, unaufgeregt, düster, tiefgründig

Von: Emelie.Ellen

07.05.2021

Um was gehts? In diesem Buch sind 11 Kurzgeschichten zu finden, die mich nach Irland entführt haben und mich häufig erschüttert und fragend zurückgelassen haben. Wie hat es mir gefallen? Wie ich eben schon meinte, hat es Emotionen in mir ausgelöst. 🤓 was ich an Kurzgeschichten mag, ist, dass sie schnell zum Punkt kommen. Und hier kommt der Hintergrund und die Tiefe der Geschichten nicht zu kurz! Sie sind aus dem Leben gegriffen, melancholisch, unaufgeregt, düster, tiefgründig, erzeugen kribbelnde Spannung, man spürt das Unheil kommen. Im Moment stecke ich leider ein wenig in einer Leseflaute, weil ich so viel arbeite. Da war es super passend für mich, abends noch ne Geschichte zu lesen, die überschaubar, packend und abgeschlossen ist. 🙃 Manche Geschichten haben mir besser als andere gefallen, aber kurz und knapp: Leseempfehlung von mir.

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Vita

Danielle McLaughlin hat als Rechtsanwältin praktiziert, bevor sie mit 40 Jahren zu schreiben begann. Ihre Geschichten wurden in The New Yorker, The Irish Times, The Stinging Fly und verschiedenen Anthologien veröffentlicht, sie gewann u.a. die William Trevor/Elizabeth Bowen International Short Story Competition und den Willesden Herald International Short Story Prize. Ihr Erzählungsband »Dinosaurier auf anderen Planeten« kam 2015 auf die Shortlist der Irish Book Awards Newcomer of the Year und wurde 2019 mit einem der höchstdotierten literarischen Preise weltweit ausgezeichnet, dem Windham-Campbell Prize. Danielle McLaughlin lebt im County Cork, Irland und schreibt an ihrem ersten Roman.

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Silvia Morawetz

Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Der Irin Danielle McLaughlin gelingt es in ihrem ersten Erzählband, ausgehend von eigentlich unbedeutenden Alltagsanekdoten durch überraschende Bilder mehrschichtige Welten zu öffnen.«

Jeannette Villachica / Wiener Zeitung (05. Dezember 2020)

»Es sind Geschichten, die einem irgendwie den Teppich unter den Füßen wegziehen oder einen Schlag in die Magengrube versetzen.«

Annemarie Stoltenberg / NDR Kultur (09. Februar 2021)

»In McLaughlins elf erschütternd schönen Erzählungen erfahren die Frauen, die Männer, die Kinder, wie unendlich allein ein jeder ist unter der Schwärze des Himmels.«

Ingrid Mylo / Badische Zeitung (20. Februar 2021)

»McLaughlin zeichnet ein präzises differenziertes Psychogramm der irischen Gesellschaft – frei von klischeehaften Pubs, IRA oder katholischer Kirche.«

Angelo Algieri / Junge Welt (11. März 2021)

»Dass irische Autorinnen meisterhaft die schrecklich schönen Schrägheiten des Alltags schildern können, beweist auch diese Autorin mit ihren Erzählungen.«

Kleine Zeitung (06. Februar 2021)