Dinosaurier auf anderen Planeten

(5)
HardcoverNEU
20,00 [D] inkl. MwSt.
20,60 [A] | CHF 28,90 * (* empf. VK-Preis)

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Eine junge Frau lernt ihren Mann ganz neu kennen, als sie zum ersten Mal seine Heimat an der nordirischen Küste besuchen; eine Mutter will verstehen, warum ihr kleiner Sohn so besessen ist von Tierknochen und der Apokalypse … In diesen Geschichten ist die Welt ebenso schön wie fremd. Männer und Frauen, Alt und Jung bewegen sich durchs Leben, wie ein Tourist ein fernes Land erkundet: aufmerksam, mit einer Mischung aus Staunen und Misstrauen. Sie leben in ständiger Gefahr, missverstanden, verletzt oder abgelehnt zu werden, und wollen doch nur begreifen, wer sie sind, in welcher Welt sie leben.

»Der Irin Danielle McLaughlin gelingt es in ihrem ersten Erzählband, ausgehend von eigentlich unbedeutenden Alltagsanekdoten durch überraschende Bilder mehrschichtige Welten zu öffnen.«

Jeannette Villachica / Wiener Zeitung (05. Dezember 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Silvia Morawetz
Originaltitel: Dinosaurs on Other Planets
Originalverlag: John Murray General Publishing Division
Hardcover mit Schutzumschlag, ca. 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87492-0
Erschienen am  22. Februar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Buchtipps für deine Ferien
pin
Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Nordirland, Irland

Rezensionen

Wundervolle Kurzgeschichten über das Leben!

Von: mytreasures_books

04.03.2021

Das Cover und der Gedanke, dass es sich um elf Kurzgeschichten handelt, machte mich neugierig, denn ich finde es erfrischend, zwischenzeitlich solche Geschichten zu lesen. Ich durfte elf unterschiedliche Lebenssituationen sowie die damit einhergehenden Schicksale abtauchen bzw. kennenlernen. Ich habe schon ein paar Bücher mit Kurzgeschichten gelesen und oftmals blieben offene Fragen im Raum stehen, doch hier waren die Geschichten alle samt rund und in sich abgeschlossen. Natürlich habe auch ich mir teilweise Gedanken über die Vergangenheit/Zukunft der einzelnen Protagonisten gemacht, aber dies tue ich auch bei Büchern ohne Kurzgeschichten. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, da sie die einzelnen Szenen gut beschrieb!

Lesen Sie weiter

Das Ungesagte

Von: Buchperlenblog

04.03.2021

Geschichten, die aus dem Leben gegriffen scheinen. Alltägliche Situationen, schon oft erkannt, doch selten so stimmungsvoll eingefangen. Danielle McLaughlins Kurzgeschichten sind wie Irland, das Land, in dem sie spielen: Melancholisch, mitunter etwas düster, verschorft und kantig. Das Ungesagte Was haben all diese in diesem Band versammelten Kurzgeschichten gemeinsam? Sie leben vom Unausgesprochenen. Nie weiß man wirklich, was in den handelnden Personen tatsächlich vorgeht, nie weiß man genau, wie die Leben weitergehen. Die erste Geschichte handelt von einer Mutter, die mit ihrer Tochter in einen hässlichen Streit gerät. Warum? In der Schule lernen sie gerade, wie man sich die Füße gebunden hat, damit sie wundervoll klein und reizend blieben. Ein Weg voller Schmerz, doch die Tochter nimmt die Hausaufgaben sehr wörtlich, macht nach, was sie liest, die Mutter – entsetzt über das Tun des Kindes – sucht das Gespräch mit der Lehrerin. Auf den ersten Blick zwar beklemmend und seltsam, aber keine Situation, die wir uns nicht vorstellen können. Sie ist alltäglich. Und doch wieder nicht, denn Danielle McLaughlin fängt die Atmosphäre so gekonnt ein, zeigt so schonungslos auf das Leben und das Leid der Familie, dass man ängstlich zurückschreckt, ein wenig unruhig wird, man vielleicht einen zu persönlichen EInblick gewonnen haben könnte. Ein anderes Mal folgen wir einem jungen Vater, dessen Frau psychische Probleme hat, und allein zuhause mit der Tcohter ist. Als sie sich eines Tages nicht meldet, als er daheim anruft, schrillen alle Alarmsignale in ihm. Schon lange verhält sie sich seltsam, oder nicht? Ist betont munter, gibt sich ganz offensichtliche Mühe, lacht auffällig. Was wird er vorfinden, wenn er seine Arbeit verlässt und einfach nach Hause fährt? Wird sie da sein? Und wenn sie da ist, wird er dieses mulmige Gefühl jemals ablegen können? Und so zieht es sich durch die Geschichten. Alltägliche Situationen werden geschildert, die jedoch alle darin münden, dass wir zwar mit einer Gefahr, einer neuen Erkenntnis, einem andauernden Problem konfrontiert werden, aber doch vieles im Unklaren bleibt. Ich mochte das sehr, habe noch lange nach Beenden einer Geschichte darüber nachgedacht, wie das Leben für die Personen wohl weiterging, ob sich neue Wege auftun, ob die Leben stagnieren, ob Hilfe naht. Wer aber auf der Suche nach einem klaren Ende ist, der wird vielleicht enttäuscht sein. Die Geschichten enden nicht an dieser Stelle, wie auch das Leben nicht endet, sich weiterdreht, fortbewegt. Wir wissen nicht, wie es weitergeht, so wenig, wie wir wissen, ob es tatsächlich Dinosaurier auf fremden Planeten gibt. Fazit Ein Buch, das dem Genre der Kurzgeschichten gut tut, das zeigt, was Kurzgeschichten für eine Macht über unsere Gedankengänge haben können. Leseempfehlung für alle, die es melancholisch mögen!

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Danielle McLaughlin hat als Rechtsanwältin praktiziert, bevor sie mit 40 Jahren zu schreiben begann. Ihre Geschichten wurden in The New Yorker, The Irish Times, The Stinging Fly und verschiedenen Anthologien veröffentlicht, sie gewann u.a. die William Trevor/Elizabeth Bowen International Short Story Competition und den Willesden Herald International Short Story Prize. Ihr Erzählungsband »Dinosaurier auf anderen Planeten« kam 2015 auf die Shortlist der Irish Book Awards Newcomer of the Year und wurde 2019 mit einem der höchstdotierten literarischen Preise weltweit ausgezeichnet, dem Windham-Campbell Prize. Danielle McLaughlin lebt im County Cork, Irland und schreibt an ihrem ersten Roman.

Zur Autor*innenseite

Silvia Morawetz

Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Es sind Geschichten, die einem irgendwie den Teppich unter den Füßen wegziehen oder einen Schlag in die Magengrube versetzen.«

Annemarie Stoltenberg / NDR Kultur (09. Februar 2021)

»In McLaughlins elf erschütternd schönen Erzählungen erfahren die Frauen, die Männer, die Kinder, wie unendlich allein ein jeder ist unter der Schwärze des Himmels.«

Ingrid Mylo / Badische Zeitung (20. Februar 2021)

»Dass irische Autorinnen meisterhaft die schrecklich schönen Schrägheiten des Alltags schildern können, beweist auch diese Autorin mit ihren Erzählungen.«

Kleine Zeitung (06. Februar 2021)