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Annette Wieners

Die Diplomatenallee

Roman

HardcoverNEU
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Bonn, Frühjahr 1974: Erstmals lassen sich DDR-Diplomaten in der Bundeshauptstadt nieder. Die Politprominenz feiert, aber die Folgen verändern mehr als ein Leben.

Heike lebt zurückgezogen mit Mann und Kindern in Bonn, manchmal hilft sie im Schreibwarenladen mit. Von ihr aus könnte es immer so weitergehen. Doch eines Tages steht ihr alter Uni-Professor im Laden, der Leiter des Instituts für Graphologie. Er möchte sich Heikes enorme Begabung zunutze machen: Niemand kann so viel aus einer Handschrift herauslesen wie sie. Nur will sie mit der Graphologie nichts mehr zu tun haben – aus gutem Grund. Außerdem vertraut sie dem Professor nicht. Tatsächlich ist er in den Aufbau der Ständigen Vertretung der DDR in Bonn verstrickt, und Heike gerät in den Strudel dramatischer Begebenheiten ...

Annette Wieners holt mit »Die Diplomatenallee« ein unbekanntes Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte ans Tageslicht.

»[I]m Roman der Journalistin Annette Wieners wird die zeitgeschichtliche Episode zu einem fesselnden Drama […]. Eine mitreißende Lektüre über ein düsteres Kapitel deutsch-deutscher Beziehungen […].«

Münchner Merkur (19. April 2022)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-7645-0775-6
Erschienen am  14. March 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Eine mutige Frau zwischen den Fronten

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Dieses Buch spielt in: Bonn, Deutschland

Rezensionen

Spannende Zeitgeschichte der 70er Jahre

Von: buchundkaffee

27.04.2022

"In einer Handschrift offenbarte sich alles, was einen Menschen ausmachte, und das war intim, faszinierend. Wer es einmal begriff, den ließ es nie wieder los.“ (S. 46) Ich möchte mich nochmals ganz herzlich beim Bloggerportal und Blanvalet-Verlag für die Zusendung dieses Buches bedanken. Heike lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern zurückgezogen in Bonn. Sie betreiben einen Schreibwarenladen, den Heike von ihren Eltern geerbt hat, und in dem die Politprominenz ein- und ausgeht, um feinstes Büttenpapier und andere schöne Schreibwaren zu kaufen. Mit ihrer Vergangenheit als Graphologin möchte Heike nichts mehr zu tun haben, aber als plötzlich ihr ehemaliger Uniprofessor Erik Buttermann vor ihr steht und sie zwingt, wieder für ihn tätig zu werden, gerät ihr geordnetes Leben plötzlich aus den Fugen. Annette Wieners widmet sich hier einem eher unbekannten Terrain. Die Graphologie hatte in den 60er und 70er Jahren in Deutschland viel Macht. Behörden, Unternehmen und selbst Geheimdienste verließen sich auf die Schriftanalyse. Im Jahr 1974 sucht die Ständige Vertretung der DDR gerade ihr Personal für Bonn aus. Professor Erik Buttermann von der Bonner Universität am Institut für Graphologie soll Schriftgutachten für die DDR erstellen, damit die Stasi ihre Leute nach Bonn in die Ständige Vertretung der DDR einschleusen kann. Nach und nach erfährt der Leser/die Leserin, warum Buttermann so viel Macht über Heike hat, um diese wieder gefügig zu machen und für ihn zu arbeiten. Es geht um Schuld und Geheimnisse aus der Vergangenheit und um ein Graphologiegutachten, das Heike erstellt hat, und das tragische Folgen hatte. Die Geschichte kommt relativ ruhig daher, obwohl sie sehr brisant ist und unterschwellig durchweg spannend geschrieben ist. Ich habe förmlich Heikes Zerrissenheit gespürt, und wie schwer ihr die Vergangenheit zu schaffen macht. Die Geschichte wird abwechselnd aus Heikes und Peters Sicht erzählt, wobei Heikes Part eindeutig mehr Raum einnimmt. Oft wurde ich auch verwirrt und habe mich gefragt, wem ich eigentlich glauben kann und wer auf wessen Seite steht. Stasi, BND, Doppelagenten … Das hat die Autorin sehr gut hinbekommen. Ich lese sehr gerne Bücher aus dieser Zeit und habe durch das mir bisher unbekannte Thema viel lernen können. Darüber hinaus hat die Autorin einen sehr schönen Schreibstil, so dass sich das Buch flüssig lesen lässt, obwohl die Thematik nicht einfach ist. Wer in dieser Zeit gerne liest und mal ein anderes Kapitel deutscher Geschichte kennenlernen möchte, dem kann ich dieses Buch sehr gerne empfehlen. Das Cover finde ich im Übrigen sehr gelungen! Mich hat es jeweils neugierig gemacht, das Buch zu lesen.

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Von Agenten umzingelt..

Von: nicigirl85

22.04.2022

Eher zufällig bin ich über den Roman gestolpert und ich bin froh darüber, denn hier habe ich über ein Thema gelesen, was mir nahezu unbekannt war. In der Geschichte geht es um Heike, die einst Graphologie studiert, ihr Studium aber nach einem Zerwürfnis abgebrochen hat, obwohl sie die Beste war. Lieber arbeitet sie im Schreibwarenladen und ist glücklich mit Mann und Kindern. Als plötzlich ihr alter Uniprofessor in ihr Leben stolpert ist nichts wie zuvor. Was will er von ihr? Als die ersten Gefahren drohen, hadert Heike an ihren Entscheidungen. Werden sie und ihre Familie das überleben? Der Roman spielt in der Zeit vom 05. Februar 1974 bis 06. Mai 1974 und obwohl es nur wenigen Wochen sind, verliert man das Zeitgefühl und glaubt die Protagonisten sind deutlich länger in das ganze Drama involviert. Von der Graphologie habe ich schon mal gehört, aber was genau damit alles möglich ist, das war mir nicht bekannt. Die kleinen Einschübe von Erklärungen zu Buchstabenformen und ihren Bedeutungen waren interessant. Heike ist als Figur nicht ganz so einfach, weil sie ihrer Umgebung gegenüber oft unnahbar ist. Im Verlauf der Handlung erfährt man immer mehr und versteht dann auch warum sie so agiert. Ich konnte mich gut in sie einfühlen. Ihre Ängste habe ich nicht so gern ausgehalten, denn was sie alles ertragen muss, das ist zwar spannend, aber auch hart. Ehemann Peter tat mir aufgrund seiner Selbstzweifel leid, dabei ist er so ein toller Mensch. Er ergänzt Heike perfekt und akzeptiert wie sie ist, das hat man doch eher selten. Auch fand ich klasse wie sehr sie sich mögen und dass die Ehe auf Augenhöhe stattfindet, was für die damalige Zeit ja eher selten war. Mit Bonn hatte ich mich zuvor noch nie beschäftigt und so war ich doch sehr erstaunt wer sich alles in der Bundesrepublik aufhielt und wie viele Spione es von allen Seiten gab. Dauernd abgehört zu werden würde mich wahnsinnig machen. War der Großteil des Romans immens fesselnd, so fand ich den Schluss etwas übertrieben, da die rohe Gewalt teils zu viel und teils zu konstruiert rüberkam. Insgesamt habe ich mich jedoch gut unterhalten gefühlt und auf jeden Fall Neues gelernt. Fazit: Unterhaltsamer Einblick in den kalten Krieg und deutsch- deutsche Geschichte. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.

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Vita

Annette Wieners ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie wurde in Paderborn geboren. Nach Stationen in Münster, München und Hannover lebt sie seit vielen Jahren in Köln.

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Events

24. Mai 2022

Lesung mit Annette Wieners

19:30 Uhr | Wermelskirchen | Lesungen
Annette Wieners
Die Diplomatenallee

11. Juni 2022

Annette Wieners liest im Rahmen des Festivals "Literatur in den Häusern der Stadt"

19:30 Uhr | Alfter | Lesungen
Annette Wieners
Die Diplomatenallee

18. Aug. 2022

Lesung mit Annette Wieners

20:00 Uhr | Wiehl | Lesungen
Annette Wieners
Die Diplomatenallee

25. Okt. 2022

Lesung mit Annette Wieners

19:00 Uhr | Ratingen-Hösel | Lesungen
Annette Wieners
Die Diplomatenallee

26. Okt. 2022

Lesung mit Annette Wieners

19:00 Uhr | Bergheim | Lesungen
Annette Wieners
Die Diplomatenallee

20. Nov. 2022

Lesung mit Annette Wieners

15:00 Uhr | Unna | Lesungen
Annette Wieners
Die Diplomatenallee

Pressestimmen

»Die Autorin greift ein spannendes Thema auf, für das Sie umfangreiche Recherchen anstellte und viele Befragungen durchführte.«

Freie Presse (09. April 2022)

»[…] [Ein] spannendes Werk […], das ein eher unbekanntes Kapitel der damaligen Bundeshauptstadt beleuchtet.«

General-Anzeiger Bonn (25. March 2022)

»Super erzählte deutsch-deutsche Story voller Spannung, Gefühl und Intrige.«

Für Sie (16. March 2022)

»Interessanter Historienroman zu einem kaum bekannten Thema.«

Gong | Hörzu (22. April 2022)

Weitere Bücher der Autorin