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Der heilige King Kong

Roman

(3)
HardcoverNEU
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Barack Obama - Lieblingsbücher 2020

Die ruhigen Tage scheinen gezählt in der kleinen Baptistengemeinde "Five Ends" im Süden Brooklyns. An einem warmen Septembertag im Jahr 1969 tritt der alte Diakon Cuffy Lampkin, genannt "King Kong", mit einer Waffe auf den zentralen Platz seines Sozialbauviertels, hält sie vor aller Augen dem hiesigen Drogendealer ins Gesicht - und drückt ab. Ausgerechnet King Kong, der keiner Fliege etwas zuleide tun kann. Wie konnte es dazu kommen? Schnell zeigt sich, dass sich die Schicksale aller Gemeindemitglieder - der Afroamerikaner wie der Latinos, der abgehalfterten Mafiosi wie der korrupten Cops - in dieser unvorstellbaren Tat überkreuzen. Und dass himmlische Gerechtigkeit und Strafe manchmal eine ziemlich irdische Angelegenheit sind...

»McBride ist ein unermüdlicher Fabulierer, ein begnadeter Geschichtenerzähler, dessen Satzkaskaden von enormer Komik sind und immer wieder höchst elegant Raum und Zeit transzendieren.«

Marcus Müntefering, Der Spiegel (18. März 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Werner Löcher-Lawrence
Originaltitel: Deacon King Kong
Originalverlag: Riverhead Books
Hardcover mit Schutzumschlag, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75924-8
Erschienen am  15. März 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Brooklyn, Vereinigte Staaten von Amerika

Rezensionen

Eindrückliche, informative und unterhaltsame Einblicke in einen sozialen Brennpunkt...

Von: Susanne Probst

24.03.2021

Der Roman spielt vor rund 50 Jahren in Brooklyn. Cuffy Lambkin ist der 71-jährige beliebte Diakon der Five Ends Baptist Church. Er lebt in einer Sozialwohnung des Causeway Housing Projects, einem Sozialwohnungskomplex in Südbrooklyn. In diesem armen New Yorker Stadtbezirk treffen wir auf Schwarze, Latinos, Iren und Italiener. Es ist ein Areal, in dem sozial schwächer und niedriger gestellte Menschen Tür an Tür wohnen, aber meist leben die Bewohner desinteressiert und gleichgültig nebeneinander her. Cuffy Lambkin liebt Hochprozentiges, egal ob Pfefferminzschnaps oder den selbstgebrannten, billigen, starken und titelgebenden „King Kong“ und wird von allen nur „Sportcoat“ genannt. An einem Nachmittag im September 1969 geht er auf den zentralen Platz des Viertels und schießt auf den 19-jährigen Drogendealer Deems Clemens. Die Drogenmafia sinnt auf Rache... Ein Mord zu Beginn bedeutet hier nicht, dass das Buch ein klassischer Krimi oder gar ein Thriller ist. Es ist aber ein spannendes, fesselndes, interessantes und informatives Buch, das Rätsel stellt und Fragen aufwirft. Warum hat Sportcoat auf Deems geschossen, der einst sein bester Spieler in der Baseballmannschaft war? Wo ist das Weihnachtsgeld der Kirchengemeinde Five Ends abgeblieben? Was hat es mit dem Cheese-Day auf sich? Welche Rolle spielt die uralte gestohlene „Venus von Willendorf“, die die Gemeinde kurzzeitig so glücklich macht? Wir bekommen mit dieser Geschichte Einblicke in einen sogenannten sozialen Brennpunkt, in dem Armut, Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Kriminalität allgegenwärtig, aber nicht das alleinige Merkmal sind. Auch Rückhalt, Zusammenhalt und Solidarität spielen hier eine bedeutende Rolle. Der Autor ist ein begabter und feinfühliger Geschichtenerzähler. Er beschreibt Personen, Orte und Situationen wunderbar anschaulich, lebendig, authentisch und ungeschönt. Eine gute Portion Komik, Witz und Liebe fehlt bei aller Ernsthaftigkeit jedoch nicht. Der 1957 geborene US-amerikanischer Schriftsteller, Journalist, Saxofonist und Songwriter James McBride ist einer der bedeutendsten Schriftsteller von Amerika und mit „Der heilige King Kong“ hat er einen Roman geschrieben, der zu einem von Barack Obamas Lieblingsbüchern wurde. Der vielfach preisgekrönte Roman hat mich wunderbar unterhalten und mir tiefe Einblicke in ein recht fremdes Milieu verschafft. Ich könnte mir das Buch problemlos verfilmt vorstellen und empfehle es sehr gerne weiter!

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Den Menschen und King Kong

Von: thursdaynext

16.03.2021

James Mc Brides Roman „Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford“ liegt immer noch angelesen im „Regal der Verdammten Bücher“ und wartet darauf gelesen zu werden. Stilistisch konnte ich mich partout nicht damit anfreunden. Deshalb war ich schockiert, dass ausgerechnet der liebevoll ausgewählte Roman „Der heilige King Kong“ ebenfalls von diesem Autor ist. Gepennt bei der Buchauswahl. Was für ein Glück! Zugegeben, zu Beginn tat ich mich ein wenig schwer, stilistisch ist diese authentische Sprache die in den häufig vorkommenden Dialogen verwandt wird absolut nicht meines, aber … es gibt auch den auktorialen Erzähler und dieser ist großartig. Sprache in ihrer besten Verwendung. Bereits mit dem ersten Satz hatte mich der Autor eingefangen und nach kurzer Eingewöhnung schwand auch meine Abneigung gegen die orthographisch fragwürdigen Dialogszenen. Sie sind tatsächlich authenzitätsförderlich. Zudem ist James Mc Bride ein gewaltiger Erzähler. Listenreich und liebevoll und mit einem wunderbaren Sinn für Witz versetzt er die LeserInnen ins New York des Jahres 1969, mäandert durch die Geschichte der Häuser des Cause Projects, die immer schon die Heimat der Ausgebeuteten waren. Jener die auf das große Versprechen der Freiheitsstatue hofften und ihm vertrauten. Die Flüchtenden vor Hunger, Armut, Sklaverei und brutaler Gewalt. Die Menschen dahinter sind es die Mc Bride sichtbar macht. Ihr Leben, ihr Hoffen, ihre Stärken, ihre tiefe Verwurzelung in der Religion. Hier wird Geschichte anschaulich und in ihrer Kausalität sichtbar. Das Stärkste an diesem Roman sind aber seine Figuren. Die Menschen die in dieser Umbruchzeit leben und jene, die davor die Community mitbegründet haben. Mc Brides Charaktere verfügen über Tiefe, sie sind stolz obwohl sie sich sehr bewusst sind wie die weiße, reiche Restwelt von New York, vom Süden aus dem etliche gegangen sind gar nicht zu reden, über sie denkt. Besonders die starken Frauengestalten die die „Five Ends Baptist Church“ mitgegründet haben sind außergewöhnliche Menschen voller Kraft, Mut, Stärke und Chuzpe und hier sind wir schon bei einer der Kernaussagen dieses beeindruckenden Romans. Um durchs Leben zu kommen braucht es einen tieferen Sinn für Humor. Die Fähigkeit die teils bittere und brutale Ironie des Lebens zu erspüren und sie innerlich „wegzulachen“. James Mc Bride verfügt darüber. Nur so konnte er diese Geschichte erzählen. In seiner Widmung steht: „Für Gottes Kinder- für jedes einzelne von ihnen.“ Auch AtheistInnen wie ich dürfen sich getrost davon angesprochen fühlen. Wir leben gemeinsam in diesem Universum und jede/r einzelne von uns ist wertvoll. So billig sich dieser Satz liest, so fantastisch anschaulich wird er in „Der heilige King Kong“ Starke Literatur die ich gerne weiterempfehle. Ein besonderes Lesevergnügen aus einer anderen Zeit, die bis ins Heute hineinreicht.

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Vita

James McBride – Autor, Musiker, Drehbuchschreiber, Journalist – wurde weltberühmt durch seinen autobiografischen Roman "Die Farbe von Wasser". Das Buch gilt inzwischen als Klassiker in den Vereinigten Staaten, es stand zwei Jahre lang auf der New York Times Bestsellerliste. McBrides Debüt "Das Wunder von St. Anna" wurde vom amerikanischen Kultregisseur Spike Lee verfilmt. Für "Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford" erhielt McBride den renommierten National Book Award. 2015 wurde James McBride von Barack Obama mit der National Humanities Medal ausgezeichnet.

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Werner Löcher-Lawrence

Werner Löcher-Lawrence, geb. 1956, studierte Journalismus, Literatur und Philosophie, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München und als Lektor in verschiedenen Verlagen. Er ist der Übersetzer von u.a. Ethan Canin, Patricia Duncker, Michael Ignatieff, Jane Urquhart.

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Pressestimmen

»›Der heilige King Kong‹ auf jeden Fall ist ein gewaltiges, wuchtiges Epos mit einem utopischen Vorschein.«

Thomas Wörtche, Deutschlandfunk Kultur (16. April 2021)

»Es sind die zarten Geschichten vom Leben und Überleben in einer harten Welt, die dieses Buch zu einem großartigen Roman machen.«

Torsten Unger, MDR (14. März 2021)

»›Der heilige King Kong‹ ist ein Meisterwerk.«

Galore (01. April 2021)

»Pures Lesevergnügen. … Ich habe lange nicht mehr eine so tolle, filmreife Geschichte gelesen.«

Ute Büsing, rbb Inforadio (17. März 2021)

»Meisterhaft hat es McBride mit ›Der heilige King Kong‹ erneut verstanden, bei all dem Elend eine niederschmetternde Tristesse zu vermeiden.«

dpa (31. März 2021)

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