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Der gefrorene Himmel

Roman

Hardcover
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»Richard Wagamese ist der geborene Geschichtenerzähler.« Louise Erdrich

Erstmals in deutscher Übersetzung - Richard Wagameses wegweisender Roman über das Schicksal eines kleinen Jungen, in dem die Geschichte eines ganzen Landes widerhallt.

Saul wächst in einem staatlichen Heim auf – wie so viele Kinder indigener Herkunft. Dem Zwang und der Kälte der Einrichtung kann Saul in den kostbaren Momenten entfliehen, wenn er auf Schlittschuhen über das Eishockeyfeld fliegt. Sein magisches Talent für das Spiel öffnet ihm einen Weg in die Freiheit. Und begleitet Saul auf der Suche nach der Geborgenheit einer Familie, dem kulturellen Erbe der Ojibwe-Indianer und der Versöhnung mit einer Welt, die keinen Platz für ihn vorgesehen hatte.

»Ein Roman der seltensten Art - sowohl bedeutend als auch ein Lesevergnügen, das einem das Herz bis zum Hals schlagen lässt.« Edmonton Journal

»[Ein] erzählerisch tiefgründige[r], farbenreiche[r] Roman. [...] Das Buch fesselt unwiderstehlich durch Beobachtungsvertrauen und Beschreibungsgenauigkeit.«

Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht (10. April 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Ingo Herzke
Originaltitel: Indian Horse
Originalverlag: Douglas & McIntyre
Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-89667-667-2
Erschienen am  01. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: British Columbia, Kanada

Rezensionen

ganz große Literatur

Von: Alice

27.06.2021

Es gibt viele Autoren und täglich werden es mehr. Darunter finden sich etliche gute und ein paar sehr gute. Und dann gibt es noch die ganz großen, die mit einem unfassbaren Talent zum Erzählen gesegneten. Zu diesen gehört Richard Wagamese zweifellos. Tatsächlich habe ich zunächst gezögert, als ich gelesen habe, dass es in diesem Buch um die Geschichte eines Kindes indigener Herkunft geht - in Verbindung mit dem Pferd auf dem Buchcover hatte ich einen "klassischen" Roman mit indianischen Elementen erwartet. Doch dieses Buch ist soviel mehr. Richard Wagamese nimmt uns mit ins Kanada der 1960er und 70er Jahre, eine Zeit geprägt von der Unterdrückung der indianischen Bevölkerung. An der Seite des indianischen Jungen Saul erleben wir die Brutalität der Residential Schools, der er durch sein besonderes Eishockey-Talent entfliehen kann. Doch auch in der Welt des Eishockeys trifft in der Rassismus mit voller Wucht und er sucht Hilfe im Alkohol. Sauls Geschichte steht exemplarisch für die vielen Kinder und Erwachsenen, die unter dem System der Residential Schools zu leiden hatten und es noch heute tun, darunter auch Wagamese selbst. Und obwohl er als Kind von seinen Eltern getrennt wurde, erzählt er diese Geschichte ohne Vorwürfe oder Verbitterung. Seine behutsam gewählten Worte transportieren eher sein Bedauern darüber, dass alles so gekommen ist. Wagamese erzählt von einem so dunklen Kapitel der kanadischen Geschichte in einer so wunderbaren, tiefgründigen und fesselnden Weise, dass es sprachlos macht. Eine unbedingte Leseempfehlung!

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Untertor Buchhandlung GmbH

Von: Luzia Keusch aus Sursee

15.06.2021

Ein bisschen spät, aber nicht weniger begeistert, möchte ich mich bei Ihnen noch herzlich für das Lese-Ex. bedanken. Das Buch ist großartig, mitreißend und sehr erschütternd. Ich habe mich beim Lesen geschämt, zu den Weißen zu gehören. Vor allem, da Wagamese nie anklagend erzählt, im Gegenteil, man spürt in jedem Satz eine gewisse Sanftmut . Auf jeden Fall freue ich mich, wenn die weiteren Titel dann auch noch auf Deutsch erscheinen werden.

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Vita

Richard Wagamese, geboren 1955 im Nordwesten Ontarios, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern Kanadas und indigenen Stimmen der First Nations. Er veröffentlichte 15 Bücher, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Publikumspreis des Canada-Reads-Programms des staatlichen Rundfunks für den Roman "Der gefrorene Himmel", dessen von Clint Eastwood produzierte Verfilmung ebenfalls preisgekrönt wurde. Als Kind von seinen Eltern getrennt, aufgewachsen in Heimen und bei Pflegefamilien, die ihm eine Beziehung zu seinen indigenen Wurzeln verboten, wurde Wagamese erst im Alter von 23 Jahren wieder mit seiner Familie vereint. Er ließ sich in Kamloops, British Columbia, nieder, wo ihm später von der Thompson Rivers University die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Richard Wagamese verstarb im Jahr 2017.

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Ingo Herzke

Ingo Herzke, Jahrgang 1966, hat Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow studiert. Seit 1999 lebt er mit seiner Familie in Hamburg und übersetzt neben Gary Shteyngart u. a. Alan Bennett, Nick Hornby, A. L. Kennedy, Kate de Goldi, Joshua Cohen und A. M. Homes.

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Pressestimmen

»Wir lesen einen grandiosen Sportroman und ein erschütterndes Zeugnis von einem Leben in Ausgrenzung.«

stern (27. May 2021)

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