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Der Verdacht

Roman

Hardcover
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Wenn auf das größte Glück sofort die Angst folgt ...

Violet ist ein Wunschkind, und Blythe möchte die liebevolle Mutter sein, die ihr selbst so sehr fehlte. Doch als man ihr das Neugeborene in den Arm legt, fühlt sich alles falsch an. Da ist nur Ablehnung, und je älter das Mädchen wird, desto mehr wächst die Angst vor Violet und ihrem feindseligen Verhalten, das sich Blythe nicht erklären kann. Alles nur Einbildung? Oder ist das Mädchen tatsächlich absichtsvoll böse? Fox, der seine Tochter von ganzem Herzen liebt, beobachtet seine Frau mit wachsendem Misstrauen. Bis eines Tages das größtmögliche Unglück über die Familie hereinbricht – und Blythe sich ihrer Wahrheit stellen muss.

Wenn man sein Kind bedingungslos lieben möchte, aber die Angst das überwältigendere Gefühl ist. »Der Verdacht« erzählt von schicksalhaften Familienbanden, von Obsession und der Zerbrechlichkeit von Glück – ein zutiefst aufwühlender Roman von großer Sogkraft, erschütternder Klarheit und stilistischer Brillanz.

»„Der Verdacht" ist kaum auszuhalten, aber unfassbar gut.«

BRIGITTE, Angela Wittmann (31. March 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Originaltitel: The Push
Originalverlag: Viking Canada
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60144-9
Erschienen am  29. March 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

beängstigend..... verstörend.... spannend

Von: Suse

20.07.2021

Violet ist ein Wunschkind, und Blythe möchte die liebevolle Mutter sein, die ihr selbst so sehr fehlte. Doch als man ihr das Neugeborene in den Arm legt, fühlt sich alles falsch an. Da ist nur Ablehnung, und je älter das Mädchen wird, desto mehr wächst die Angst vor Violet und ihrem feindseligen Verhalten, das sich Blythe nicht erklären kann. Alles nur Einbildung? Oder ist das Mädchen tatsächlich absichtsvoll böse? Fox, der seine Tochter von ganzem Herzen liebt, beobachtet seine Frau mit wachsendem Misstrauen. Bis eines Tages das größtmögliche Unglück über die Familie hereinbricht – und Blythe sich ihrer Wahrheit stellen muss. Die Autorin: Ashley Audrain wuchs außerhalb von Toronto auf, studierte Medienwissenschaften und arbeitete viele Jahre im Bereich Public Relations unter anderem im Verlagswesen. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Toronto. Ihr Debütroman »Der Verdacht« begeisterte Lektorinnen und Lektoren in aller Welt; lange vor Erscheinen verkauften sich die Übersetzungsrechte in über 30 Länder. Meine Meinung: Was für ein Buch. Mich hat schon lange kein Buch mehr so emotional gepackt. Eine Thematik die mir persönlich sehr nah ging, da wir selbst gerade in der Kinderwunschplanung stecken. Der Schreibstil der Autorin ist großartig, wenn auch sehr distanziert und am Anfang emotionslos. Ich hatte auf den ersten Seiten auch so meine Probleme rein zu kommen. Das legte sich aber sehr schnell, um so tiefer wir in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten eintauchen. Es ist geschrieben wie ein Brief an jemanden. Unsere Hauptprotagonistin erzählt es ihrem Mann. Aus dieser Sicht lesen wir. Vielleicht ist es deshalb auch extra von der Autorin gewählt, das man nicht so emotional liest. Der Leser verfolgt das Geschehen als stiller Beobachter. Zudem lesen wir auch in der Vergangenheit, was dem Leser noch mal einen anderen Eindruck auf die Geschichte vermittelt. Die Charaktere waren so super ausgearbeitet. Jeder hatte seinen eigenen Charakter. Hat anders auf Situationen reagiert und Dinge aus anderen Blickwinkeln betrachtet. Das ganze Buch ist beklemmend und das ändert sich auch nicht bis zum Schluss. Die Spannung wird konstant gehalten und der Leser rätselt bis zum Schluss. Ich habe immer Versucht das Verhalten zu verstehen, habe wilde Theorien aufgestellt und das Ende war dann doch sehr überraschend. Ein Buch was mich total eingenommen hat emotional, was ich nicht vergessen werde. Von mir allerdings nur bedingt eine Empfehlung, denn ich finde das ist nicht für jeden geeignet. Mütter könnten hier an ihre Grenzen getrieben werden. Ein tolles Buch. Endlich mal wieder eine Geschichte die mich auch ohne großen Spannungsbogen, wie bei einem Thriller, fesseln konnte. Ich habe das Buch nicht allein gelesen und der Austausch war gerade hier sehr hilfreich, denn man findet viel worüber man beim lesen reden möchte. Schaut es euch unbedingt an, wenn ihr für das Thema offen seid.

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Was nicht sein darf, kann nicht sein!

Von: Kitty's Kiste

16.07.2021

Wahrscheinlich wäre ich mein Leben lang an diesem Buch vorbei gegangen, ohne überhaupt einen Blick auf den Klappentext zu werfen und wahrscheinlich musste es so sein, dass ausgerechnet Padi, meine absolute Lieblingsyoutuberin, dieses Buch vorgestellt und zu einem Lebenslesehighlight auserkoren hat, denn sonst würde ich wahrscheinlich noch immer an diesem Buch vorbei gehen, ohne es mir näher anzuschauen. Wie es mir im Endeffekt gefallen hat, kommt jetzt. Auffällig ist bei diesem Roman der andersartige aber geniale Schreibstil. Erzählt wird hier nämlich die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin, welche diese wie eine Art langen Brief an ihren Ex-Mann geschrieben hat. Dabei ist der Schreibstil schonungslos, direkt, auf den Punkt und ohne Kompromisse. Die Autorin hilft dem Leser damit, der Protagonistin nicht nur näher zu kommen, sondern mit ihr zu fühlen und zu leiden und das auf eine wahnsinnig intensive Art und Weise. Und auch die Geschichte ist ganz nah an der Grenze des Erträglichen, düster, hoffnungslos und nicht nur auf emotionaler Ebene brutal. Wer hier denkt, es gehe einfach nur um eine Mutter, die ihr Kind nicht lieben kann, um postnatale Depression und/oder eine gescheiterte Beziehung, der ist absolut auf dem falschen Weg. Zwar sind dies alles wichtige Punkte, welche für sich allein schon schlimm genug sind, aber die Autorin hat es geschafft, noch ganz andere Aspekte mit einzubinden, woraus sich für mich persönlich im Laufe des Romans einige Fragen herausgebildet haben. Ist Blythe einfach nur eine überforderte Mutter ohne Gefühle für ihre Tochter? Warum ist sie so, wie sie ist? Haben ihre Vermutungen über ihre Tochter einen wahren Kern oder bildet sie sich alles nur ein? Können Menschen wirklich von Grund auf böse sein? Und warum bitte, glaubt und hilft ihr niemand? So spitzt sich die Situation immer weiter zu, wird immer unerträglicher, bis es am Ende zu dem kommt, was kommen muss, genauso schonungslos und ohne Kompromisse, wie der ganze Roman. Und dann stand ich da, mit meinem Latein am Ende und obwohl die meisten Fragen im Laufe der Geschichte, unter anderem auch durch Rückblicke in die Vergangenheit und Familiengeschichte Blythes, beantwortet wurden, noch immer irgendwie ahnungslos, wütend und traurig. Was die Charaktere angeht, so bin ich hin- und hergerissen. Nicht, weil ich nicht gemocht hätte, wie sie geschrieben waren, sondern weil sie mich ebenfalls an meine Grenzen gebracht haben. Blythe als Protagonistin ist keine Frau, die man lieben muss, aber sie ist eine Frau, mit der ich die ganze Zeit mitgelitten habe, der ich so sehr gewünscht habe, dass sie endlich erhört wird. Doch was sich die Autorin für sie einfallen lassen hat, ist ebenso grausam wie faszinierend, schockierend und einfach nur tragisch. Dabei kämpft Blythe jeden Tag, will ihre Tochter lieben und eine gute Mutter sein. Ich konnte einfach keinen Punkt finden, welchen ich nicht an ihr nachvollziehen konnte. Fox dagegen war für mich nicht so richtig greifbar, aber ich glaube, das sollte er auch gar nicht sein. Ich fand ihn unnahbar, kaum existent, außer wenn es um seine eigene Tochter ging und irgendwie wahnsinnig ignorant. Was nicht sein darf, kann schließlich auch nicht sein. Und dann ist da noch Violet, vermutlich das erste Kind in einem Roman, welches ich streckenweise absolut nicht leiden konnte. Klar tat sie mir am Anfang noch leid, das kleine unschuldige Baby, welches nicht von ihrer Mutter geliebt wird. Doch mit der Zeit wurde sie mir immer suspekter und unheimlicher. Und wieder die Frage: Kann jemand von Grund auf böse sein? Alles in allem, ist dieser Roman eine absolute Herausforderung, mit einer Geschichte, die sicherlich nicht jeder nervlich ertragen kann. Und dennoch hat er mir auf eine dramatische und brutale Weise gezeigt, dass es Geschichten gibt, menschliche Abgründe, welche man sich kaum vorstellen kann. Für mich ein absolutes Highlight, welches ich sicherlich nicht wieder aus meinem Kopf bekommen werde.

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Vita

Ashley Audrain wuchs außerhalb von Toronto auf, studierte Medienwissenschaften und arbeitete viele Jahre im Bereich Public Relations unter anderem im Verlagswesen. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Toronto. Ihr Debütroman »Der Verdacht« begeisterte Lektorinnen und Lektoren in aller Welt; lange vor Erscheinen verkauften sich die Übersetzungsrechte in über 30 Länder.

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Ulrike Wasel

Ulrike Wasel und Klaus Timmermann leben und arbeiten seit vielen Jahren als Übersetzer angloamerikanischer Literatur in Düsseldorf. Zu den von ihnen ins Deutsche übertragenen Autorinnen und Autoren zählen Andre Dubus III, Dave Eggers, Tana French, Jane Harper, Jess Kidd, Harper Lee und Delia Owens.

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Pressestimmen

»›Der Verdacht‹ steigert sich zu atemberaubenden Szenen, die kanadische Autorin Ashley Audrain wagt in ihrer Geschichte echte Tabubrüche«

Der Spiegel, Claudia Voigt (30. April 2021)

»ein erstklassiger Spannungsroman«

stern, Dirk van Versendaal (25. March 2021)

»Ein kraftvolles, mitreißend erzähltes Debüt, das schonungslos ehrlich mit der Mutterschaft abrechnet«

Hörzu (16. April 2021)

»Anregend, erschütternd und ein bedeutendes Thema, über das immer noch viel zu häufig geschwiegen wird.«

harpersbazaar.de (03. February 2021)

»Packende Geschichte einer (fast) normalen Familie und einer Frau, die am Muttersein beinahe zerbricht.«

FÜR SIE (31. March 2021)

»Psychologische Spannung die unter die Haut geht!«

Aachener Zeitung (17. May 2021)

»Ein Buch, das beängstigend Ausweglosigkeit, Vernachlässigung und Verzweiflung beschreibt. Was unbedingt verboten ist: die letzte Romanseite zuerst zu lesen.«

Westfalenblatt (19. May 2021)

»Ein Thriller über Mutterliebe.«

Gala (08. April 2021)

»Audrain hat die Gabe, die scheinbar kleinen Momente festzuhalten, die Bände über eine Beziehung sprechen.«

The New York Times

»Man kann diesen durch und durch originellen Roman nicht mehr weglegen - ›Der Verdacht‹ zeigt uns die dunkelsten Momente von Mutterschaft auf.«

Bestsellerautorin Kristin Hannah (14. August 2020)

»Was passiert, wenn eine Mutter ihre Tochter nicht liebt? Audrains spannungsgeladenes Debüt lässt uns in die dunklen Abgründe von Mutterschaft eintauchen.«

The Washington Post

»›Der Verdacht‹ liest sich wie ein Thriller und ist gleichzeitig ein literarischer Roman, bei dem eine fast physische Kraft hinter jeder Wendung steckt.«

Toronto Star

»Der schmale Grat zwischen Empathie und Entsetzen hält den Leser gebannt.«

Grazia

»Wird Sie von der allerersten Seite an fesseln!«

Good Morning America

»›Der Verdacht‹ ist durchdacht, hervorragend umgesetzt und unglaublich packend.«

The Guardian