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Das Paradies meines Nachbarn

Roman

Hardcover
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»Salam, hier schreibt Ali-Reza. Ich kannte ihre Mutter gut und verfüge über einen Brief, den ich Ihnen überreichen soll. Es ist wichtig. Für Sie mindestens so sehr wie für mich.«

Ali Najjar glaubt, seine Vergangenheit weit hinter sich gelassen zu haben. Er ist längst in Deutschland angekommen, als Produktdesigner erfolgreich. Der Iran, Teheran, seine Familie sind für ihn eine fremde Welt. Dann erreicht ihn die Nachricht eines Unbekannten. Und alles, woran er bislang festgehalten hat, gerät ins Wanken.

  • »Du trägst keine Schuld, und du trägst sie doch. Ich schätze, das heißt es, zu leben.«

  • Eine der aufregendsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur.

  • Über das Fremde in uns selbst und über die Verantwortung, die wir für andere haben.

  • Vielfach preisgekrönte Autorin: zuletzt Debütpreis/Österreichischer Buchpreis.

»Ein umwerfender Roman über Söhne und ihre Mütter, die Opfer der Liebe und über die Verantwortung, etwas aus seinem Leben zu machen. Nava Ebrahimi ist nicht nur eine der spannendsten Stimmen der deutschen Literatur, sie verdient auch international den Durchbruch.«

Angela Wittmann, Brigitte (15. Juli 2020)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75869-2
Erschienen am  24. Februar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Teheran, Iran

Rezensionen

Respektiert Menschen mit Fluchtbiographie

Von: aruajuanita

17.02.2021

Das Paradies meines Nachbarn ist eines dieser Bücher, das ich schon sehr lange auf meinem Regal stehen hatte, aber nie zum Lesen gekommen bin. Auf Empfehlung habe ich es endlich angefangen und innerhalb eine Tages fertig gelesen. Mich fasziniert der Roman auf so vielen Ebenen. Obwohl es sehr oft kritisiert wurde, finde ich diesen kleinen Einblick in das Leben der Protagonisten sehr gut gemacht. Mir war es nicht wichtig zu wissen, mehr über sie zu erfahren, weil das, was sie prägt, was sie ausmacht, was ihnen schlaflose Nächte bereitet, wurde ausreichend thematisiert. Auch sprachlich fand ich den Roman sehr realistisch, weil nichts verschönert wurde. Angliszismen, Fachwörter, Beleidungen, alles wurde richtig eingesetzt und gaben das Gefühl, dass es anders gar nicht sein kann; dass Designer:innen ja tatsächlich so reden würden. Realistisch fand ich aber auch die Handlung an sich. Kriegstrauma ist nicht zu unterschätzen, auch wenn man ihn selbst nie direkt erlebt hat. Durch intergenerationelles Trauma wird das mitgegeben und weitergetragen. Sich davon loszulösen ist keine Einfachheit. Abgesehen davon fand ich die Beschreibung der Deutschen, die sich über Kriegsgeschichten immer freuen und keinerlei Grenzen bei der ständigen Fragerei haben, sehr akkurat. Alles in allem: ein Roman, den ich empfehlen würde. Nicht unbedingt, weil er unterhaltsam ist, sondern eher, damit man lernt, wie man mit Menschen mit Fluchtbiographie kommunizieren soll. Ihre Geschichten dürfen kein Teil von pseudo-lustigen Parties sein, denn sie sind mit viel unverarbeiteten Trauma verbunden.

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Spannung zum Nachdenken

Von: Caesar

24.09.2020

Ali war Kindersoldat in Iran-Irak Krieg und floh mit 14 Jahren nach Deutschland. Dort legt er eine große Karriere als Produktdesigner hin. Doch als er eines Tages eine Nachricht eines ihm unbekannten Mannes bekommt, der einen Brief seiner verstorbenen Mutter besitzt, holt ihn seine Vergangenheit ein. Ali schickt seinen Arbeitskollegen Sina, um den Brief in Empfang zu nehmen. Doch was passiert, wenn Ali den Brief liest? Wir erfahren die Wahrheit über Ali, seine Mutter, den Unbekannten und Sina. Das Schicksal dreier Männer, deren Leben sich durch einen Brief verändert. In Alis Leben bringt er Licht & Schatten gleichzeitig und ist gleichzeitig der emotionale Höhepunkt des Buches, bei dem mir einige Tränen gerollt sind. Das Buch ist von der ersten Seite an spannend und emotional. Es gibt immer wieder Rückblenden in Alis Vergangenheit und es wird aufgezeigt, welche Rolle alles in Sinas Leben spielt. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, welche Handlungen im eigenen Leben das Leben Anderer stark verändert haben könnte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Das Buch ist speziell geschrieben, da teilweise erst nach einigen Seiten klar wird von wem gerade die Rede ist. Außerdem erfährt man sehr viele ausschlaggebende Informationen erst am Ende, was die komplette Geschichte, Thematik und Sicht die man auf die Charaktere hat verändert. Ich gebe dem Buch 4 Sterne, da es spannend und von der Thematik einfach mal etwas außergewöhnlicheres war.

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Vita

Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, zählt zu den aufregendsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Für ihren ersten Roman »Sechzehn Wörter« wurde sie mit dem Österreichischen Buchpreis, Kategorie Debüt, sowie dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Nava Ebrahimi studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln und arbeitete als Redakteurin bei der Financial Times Deutschland sowie der Kölner Stadtrevue. Sie war Finalistin des Open Mike und Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens. Nava Ebrahimi lebt mit ihrer Familie in Graz.

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Pressestimmen

»Auch in ihrem zweiten Roman zeigt Nava Ebrahimi, dass sie völlig zurecht als eine der aufregendsten Repräsentantinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gehandelt wird. Die 41-Jährige schreibt klug, witzig, originell und intelligent – und sie schreibt mit existenziellem Tiefgang. «

Peter Zimmermann, Ö1 Ex Libris (29. März 2020)

»Die zwei Welten sind das große Thema der Autorin, die im Iran geboren und in Köln aufgewachsen ist (…) In ‚Sechzehn Wörter‘, ihrem preisgekrönten Erstling, hat sie ihr Thema aufgerissen, und in ihrem neuen Roman macht sie es auf elegante Weise produktiv – in zurückhaltender, treffsicherer Sprache, mit schlüssiger, spannender Handlung, geschickt aufgebaut und vor tiefem Gedankenhintergrund.«

Norbert Mappes-Niediek, Frankfurter Rundschau (06. März 2020)

»(...) Politischer Roman und existenzialistischer Thriller zugleich. Ebrahimi erzählt so, dass man alles besser sieht und schmerzhafter spürt. Ein grossartiges Buch!«

Martina Läubli, NZZ am Sonntag (29. April 2020)

»Wie in ihrem erfolgreichen Debüt ›Sechzehn Wörter‹ beschäftigt Ebrahimi sich auch in ihrem neuen Buch auf überzeugende und spannende Weise mit Identitätsfragen, mit dem komplizierten Leben zwischen den Kulturen.«

VOGUE (04. Februar 2020)

»Das Ganze ist nicht bloß klug konstruiert, sondern (zwischen Teheran, München und Dubai) auch auffallend sorgsam und stilsicher erzählt, das Timing ist klasse, die Figuren spannend – hervorragende neue deutschen Literatur aus der globalisierten Gegenwart.«

Ulrich Noller, WDR Cosmo (29. April 2020)

»Ein zutiefst bewegender Roman über Entwurzelung und Entzweiung, über Brüche im Leben und die Frage, ob es einen richtigen Weg geben kann, sich mit seiner Schuld zu versöhnen.«

Matthias Busch, Münchner Merkur (06. Juni 2020)

»Auch in ihrem zweiten Roman zeigt die 41-Jährige, warum viele sie für eine der aufregendsten Gegenwarts-Schriftstellerinnen in deutscher Sprache halten. (…) Nava Ebrahimi ist eine begabte und hinreißend intelligente Schriftstellerin. Die gebürtige Iranerin vermag faszinierende Figuren zu erschaffen und mit einigen wenigen Strichen überzeugende Szenen zu kreieren. Sie schreibt klug, witzig, originell und mit existenziellem Tiefgang.«

Günter Kaindlstorfer, ORF Ö! (06. März 2020)

»Nava Ebrahimi – diesen Namen sollten sie sich merken. (…) ‚Das Paradies meines Nachbarn‘ ist ein bemerkenswerter Roman über die Frage nach Schuld, nach Unrecht und nach der Fragwürdigkeit moralischer Überlegenheit.«

ORF ZIB 9 (06. März 2020)

»Ein kluges Gesellschaftsporträt zur Frage nach Schuld und moralischer sowie auch zivilisatorischer Überlegenheit.«

ORF kulturMontag (09. März 2020)

»Was Nava Ebrahimi mit diesem Roman gelungen ist, verändert im besten Sinne die Wahrnehmung dessen, was Migration, Emigration und Krieg (...) ausmacht. Ein Roman zu Zeiten der Globalisierung, den zu lesen sich absolut lohnt.«

Barbara Frischmuth, Die Presse (29. April 2020)

»die in Graz lebende Literatin [legt] mit ‚Das Paradies meines Nachbarn‘ ihren grandiosen zweiten Roman vor.«

Kronenzeitung (06. März 2020)

»Nava Ebrahimi lässt in ihrem Buch die drei Männern einzeln und im Wechsel zu Wort kommen, gibt ihnen Raum, ihre Gedanken, Albträume und Sehnsüchte zu äußern. Dabei schafft sie es, dass man als LeserIn vollkommen in der jeweiligen Figur aufgeht.“«

BÜCHER (10. März 2020)

»Nava Ebrahimi ist mit "Das Paradies meines Nachbarn" ein Roman gelungen, der auf erstaunliche Weise die Balance hält zwischen dem Grauen des Krieges und den vergleichsweise banal wirkenden Problemen eines Mannes in der Midlife-Crisis.«

Katja Weise, NDR Kultur (29. April 2020)

»Das ist auch ein Buch über zwei Welten, über die Verwöhnten und die Verhöhnten. Neue Literatur aus Österreich kann ganz schön aufrüttelnd sein!«

Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten (29. April 2020)

»Vielschichtig und toll geschrieben!«

Wienerin (27. Februar 2020)

»Nava Ebrahimi wirft kluge Blicke auf die Luxus-Sorgen vieler Wohlstands-Deutscher und kontrastiert sie mit den Nöten von Menschen im gottesdiktatorisch geführten Iran.«

Nürnberger Nachrichten (24. Juni 2020)

»Ein großer Gegenwartsroman über Sinnsuche, Verantwortung und unsere fabrizierten Ideen von Ost & West.«

Ute Baumhackl, Kleine Zeitung (19. Dezember 2020)

Weitere Bücher der Autorin