Das Mädchen aus der Severinstraße

Roman

Hardcover
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Ein Roman über eine große Liebe und ein lebendiges Stück deutscher Zeitgeschichte

Köln, 1937. Die siebzehnjährige Maria Reimer bewirbt sich heimlich als Fotomodell. Sie ahnt nicht, welche Pläne der Chef des Foto-Ateliers mit ihr hat: Sie soll das neue Gesicht der Nazi-Propaganda werden. Der jüdische Fotograf Noah will Maria noch warnen, aber sie missversteht sein Verhalten – und verliebt sich in ihn.

Jahrzehnte später findet Marias Enkelin Sabine ein Vermögen im alten Haus der Familie. Es ist Geld und Gold, das der Großvater versteckt hat. Aber woher stammt der Reichtum? Was ist Ende der 1930er Jahre wirklich geschehen, als Maria unter dem Künstlernamen Mary Mer vor der Kamera stand?

»Immer wieder werden die Gegenwart und die Vergangenheit gekonnt in Kontrast gebracht, sodass ein spannendes Familienporträt entsteht.«

Stephan Eppinger/ Westdeutsche Zeitung Online (01. Oktober 2019)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 12,5 x 20,0 cm, 4 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-7645-0685-8
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Köln, Deutschland

Rezensionen

War mir alles ein wenig zu viel

Von: SimoneD

14.02.2021

Maria möchte doch nur ihr Leben leben. Als Fotomodell Karriere machen. Eigene Entscheidungen treffen. Doch ihr Vater stellt sich quer. Dennoch bewirbt sich die 17-Jährige bei einem Foto-Atelier in Düsseldorf. Nimmt an einem Shooting teil. Wobei sie entdeckt wird. Als das frische Gesicht der reichsdeutschen Mode. Viele Jahrzehnte später findet Marias Enkelin Sabine in Marias Haus Geld und Gold. Versteckt unter Teppich und Vertäfelung. Was hat es mit diesem Reichtum auf sich? Ich wohne zwischen Severinstraße und Rheinufer. Meine Familie ist so kölsch wie der Dom. „Das Mädchen aus der Severinstraße“ war für mich ein Muss. Doch leider wurde ich nicht warm mit diesem Mädchen. Zu weinerlich, egoistisch und naiv war mir die Jugendliche. Die so fixiert auf ihren Traum ist, dass sie nichts anderes wahrnimmt. Ihrem Vater wild pubertierend Blindheit und Kontrollsucht vorwirft. Die alle Menschen um sich herum immer wieder in Gefahr bringt. Mit schlimmen Folgen. Schließlich schreiben wir das Jahr 1937. In Köln herrscht euphorische Pro-Hitler-Stimmung, die ihres Gleiches sucht. Im sozialistisch-kommunistisch geprägten Severinsviertel sind die Nazis omnipräsent. Zeigten Stärke und greifen früh hart durch. Doch Maria will flanieren. Übt Posen. Will berühmt werden. Sich verlieben. Zeitung liest dieses Gör nicht. Außer natürlich ihre Modeheftchen. Das Gejammer der jungen Maria ertrug ich nur schwer. Doch immerhin verstand ich sie. Irgendwie. Dagegen blieb mir die hochbetagte Maria fern. Genauso wie ihre Enkelin. Die ihre eigenen Probleme noch auf die Geschichte draufpackt. Der Erzählstrang um Sabine hätte es für mich nicht gebraucht. Als kleiner Rahmen vielleicht. Als Auslöser für die Erinnerungen. Doch insgesamt rissen mich die Episoden um die überambitionierte Sozialarbeiterin immer wieder raus. Ihre Vergangenheit als Mobbingopfer in einer Kölner Behörde. Die zarten Bande, die sie knüpft. Während ihrer Recherche über den Großvater. Mit einem Angestellten der ehemaligen Nazi-Firma, für der ihr Opa arbeitete. Das war mir alles ein wenig zu viel. Auch kam ich mit Annette Wieners Schreibstil nicht klar. Stieß mich an Formulierungen. Eckte an Worte. Dagegen lausche ich der Wahlkölnerin sehr gern! Zum Beispiel beim Podcast zum Buch. Den finde ich extrem hörenswert. Hier gewährt die Journalistin Einblick in ihre Recherche. Beleuchtet Hintergründe und bietet jede Menge historische Tondokumente.

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Toller historischer Roman

Von: Anja

19.01.2021

Das Buch erschien 2019 im Blanvalet Verlag. Annette Wieners ist in Paderborn geboren und aufgewachsen. Sie hat Publizistik, Germanistik und Ethnologie studiert und arbeitete dann bei Fernseh- und Radiosendern. Der Roman besteht aus zwei Handlungssträngen; Gegenwart und Vergangenheit. In der Vergangenheit lernen wir die junge Maria Reimer kennen welche Fotomodell werden will. Sie verliebt sich in den jüdischen Fotografen aber auf Grund unglücklicher Umstände wird aus beiden kein Paar. Ihr Vater verbietet ihr eine Karriere, doch letztendlich arbeitet sie tatsächlich als Fotomodell: während der NS-Zeit wird ihr Gesicht für die Nazi-Propaganda genutzt. Der Leser reist in die Zeit des 2. Weltkrieges und begleitet die junge Maria. Der Umgang mit den Juden wird nicht beschönigt und auch die miserablen Lebensumstände in dieser Zeit werden detailliert beschrieben. Maria ist eine sehr liebenswerte Frau die zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Sie versucht ihre Familie und enge Vertraute zu beschützen. In der Gegenwart lernen wir Sabine kennen, die Enkelin von Maria. Sie arbeitet beim Jugendamt und hat es dort mit schwierigen Fällen zu tun. Wie auch ihre Großmutter ist sie ein sehr starker Charakter, die einiges aushalten muss und sich für die Menschen die ihr wichtig sind, stark macht. Zusammen mit ihrer Großmutter findet sie Gold in deren Haus und beginnt mit Nachforschungen. Dabei dringt sie tief in die Familiengeschichte ein und erfährt sehr viel über das Leben ihrer Großmutter. Ich fand das Buch sehr spannend. Die Zeitsprünge haben mir nichts ausgemacht, man wusste immer sofort in welchem Jahr man sich befindet. Am Ende fügten sich beide Zeitebenen zusammen und ich habe das Ende so nicht kommen sehen. Maria und Sabine waren mir sehr sympathisch, da sie sich immer durchgesetzt haben und sehr energisch waren. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig. Für mich ist es nicht nur eine Liebesgeschichte sondern auch ein historischer Roman da über die Kriegszeit in Köln geschrieben wird. Die Autorin sagt in einem Nachwort, dass sie sich am Leben ihrer Großmutter orientiert hat, allerdings mit fiktiven Einschüben. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Es ist eine spannende und rätselhafte Familiengeschichte.

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Vita

Annette Wieners wurde in Paderborn geboren und schreibt bereits Geschichten, seit sie einen Stift halten kann. Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Ethnologie in Münster arbeitete sie als Journalistin bei Fernseh- und Radiosendern in München und Hannover. In den 1990ern zog sie nach Köln, wo sie auch heute lebt, schreibt und im WDR zu hören ist. »Das Mädchen aus der Severinstraße« ist ihr erster Roman bei Blanvalet.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Dieser Roman geht unter die Haut.«

OK! (23. Oktober 2019)

»Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte, hat die Kölner Autorin Annette Wieners einen mitreißenden Roman geschrieben.«

Buch Aktuell - erlesen (02. September 2019)

»Wer eine gut recherchierte Reise in die Vergangenheit antreten möchte, Seite an Seite mit einer lebensecht gezeichneten Heldin, unbedingt zugreifen.«

Kölnische Rundschau (30. Oktober 2019)

»Toller Schmöker über Mut, Politik und Widerstand, der auch die heutige Zeit betrifft.«

GRAZIA (02. Oktober 2019)

»[…]man kann von Glück sagen, dass sie die Geldscheine ihrer Großeltern unterm Teppich fand: Denn herausgekommen ist ein echter Pageturner!«

Bücher Magazin (27. September 2019)

»Die Mischung aus Weltkriegsdrama und persönlichen Geschichten macht Das Mädchen aus der Severinstraße zu einem packenden und lesenswerten Buch.«

Sebastian Geiger / Isar Aktuell (13. Februar 2020)

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