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Das Land der Anderen

Roman

Bestseller Platz 11
Spiegel Hardcover Belletristik

HardcoverNEU
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Der Nr.-1-Bestseller aus Frankreich - der neue gefeierte Roman von Leïla Slimani. Über das Leben in der Fremde, eine unkonventionelle Liebe und eine Welt im Umbruch.

Mathilde, eine junge Elsässerin, verliebt sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in Amine Belhaj, einen marokkanischen Offizier im Dienst der französischen Armee. Die beiden heiraten und lassen sich in der Nähe von Meknès nieder, am Fuß des Atlas-Gebirges, auf einem abgelegenen Hof, den Amine von seinem Vater geerbt hat. Während er versucht, dem steinigen Boden einen kargen Ertrag abzutrotzen, zieht Mathilde die beiden Kinder groß. Voller Freiheitsdrang hatte sie den Aufbruch in ein neues, unbekanntes Leben gewagt und muss doch bald ernüchternde Erfahrungen machen: den alltäglichen Rassismus der französischen Kolonialgesellschaft, in der eine Ehe zwischen einem Araber und einer Französin nicht vorgesehen ist, die patriarchalischen Traditionen der Einheimischen, das Unverständnis des eigenen Mannes. Aber Mathilde gibt nicht auf. Sie kämpft um Anerkennung und ihr Leben im Land der Anderen.

»Ein großartiger Roman, der Menschen, Landschaft und Epoche mit unerhörter erzählerischer Dichte schildert.«

Thomas Linden / Kölnische Rundschau (11. June 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Französischen von Amelie Thoma
Originaltitel: Le Pays Des Autres
Originalverlag: Gallimard
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87646-7
Erschienen am  24. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Meknès, Marokko

Rezensionen

Ein Leben in der Fremde...

Von: zeitzumlesen

20.07.2021

„War sie zu so einer Frau geworden? Einer von denen, die die anderen drängten, vernünftig zu sein, zu verzichten, die die Achtbarkeit über das Glück stellten?“ (S. 337) Wenn Lëila Slimani ein neues Buch herausbringt, werde ich sofort hellhörig, denn „Dann schlaf auch du“ hat mich vor ein paar Jahren richtig umgehauen. In ihrem neuesten Buch „Das Land der Anderen“ geht es um eine Familiengeschichte mit sehr unterschiedlichen Charakteren. Mathilde, eine junge Elsässerin, verliebt sich zur Zeit des 2. Weltkriegs in Amine, einen marokkanischen Offizier. Die beiden heiraten und lassen sich nun in Marokko nieder. So also der grobe Rahmen der Geschichte. Es war ein wenig seltsam, denn ich wurde mit keiner der Personen richtig warm. Immer, wenn sie mir ein Stück weit näher kamen, passierte etwas, was sie wieder von mir entfernte… Ging es nur mir so? Oder habt ihr das genauso empfunden? Trotzdem habe ich die Geschichte sehr gern gelesen. Das Leben in der Fremde, die Rolle der Frau, Freiheitssehnsucht, unkonventionelles Leben… sehr viele Themen werden hier angesprochen und haben mich zum Nachdenken gebracht! Slimanis Schreibstil war wie gewohnt absolut nach meinem Geschmack. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Und gleichzeitig habe ich über die so oft unterschätzte, aber extrem wichtige Leistung der Übersetzer:innen nachgedacht #ameliethoma ! Denn letztlich ist so ein Buch ein ganzes Stück weit auch „ihr Werk“…!!!

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Gesellschaftsroman über Marokko

Von: buchfreude

15.07.2021

Ich habe bisher noch nichts von der Autorin Leïla Slimani gelesen, aber schon einiges von ihr gehört. Daher war ich umso gespannter auf „Das Land der Anderen“ und ich wurde nicht enttäuscht. Der Roman basiert auf der Biografie ihrer Großeltern und beschreibt das Leben in Marokko zu einer Zeit, in dem das Land unabhängig von der französischen Kolonialmacht werden wollte. In dieser wichtigen geschichtlichen Spanne erzählt Slimani die Geschichte von Mathilde und Amine. Mathilde stammt ursprünglich aus dem Elsass und ist der Liebe wegen mit Amine in sein Heimatland Marokko gegangen. Dort durchlebt sie unterschiedliche Phasen. Zunächst sind da die Neugier und Freude wegen all dem Unbekannten, die jedoch schon bald abgelöst wird, durch den harten und bitteren Alltag. Als Europäerin hat sie im fremden Land zwar mehr Vorzüge als die einheimischen Frauen, muss sich aber dennoch in gewisser Weise der vorherrschenden Mentalität beugen. Ein innerer und äußerer Streit von Mathilde mit sich selbst und ihrer Umwelt wird dargestellt, der mit zusätzlichen Informationen zu Marokkaner*innen und der politischen Situation ausgeschmückt wird. Slimani erzählt in einem ruhigen Ton. Es gibt wenige Stellen, die dramatisiert sind. Viele Situationen, die andere Autor*innen möglicherweise hervorgehoben und besonders ausgeleuchtet hätten, verschwimmen mit dem normalen, alltäglichen Leben. Doch gerade dieser ruhige, dahinfließende Erzählstil fesselte mich. Die Figuren in der Geschichte erleben keine außergewöhnlichen Dinge, sondern sind Personen des Alltags, die überall vorkommen könnten. Schwierigkeiten und Probleme sind auch in bei ihnen vorhanden, doch sie werden nicht zu Sensationen und besonderen Höhepunkten der Handlung ausgeschlachtet, sondern realitätsgetreu geschildert. Slimani möchte keine Sensationsgeschichte schreiben, um größtmögliche Spannung zu erzeugen, sondern einen kleinen Ausschnitt der Gesellschaft in Marokko der damaligen Zeit darstellen. Leïla Slimani schreibt über und für die Menschen – das macht den Charme des Buches letztlich aus.

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Vita

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. »All das zu verlieren«, ebenfalls preisgekrönt, erscheint in 25 Ländern. »Das Land der Anderen« stand wochenlang auf Platz 1 der französischen Bestsellerliste. Der Roman basiert auf der Geschichte ihrer Großeltern. Leïla Slimani lebt mit ihrer Familie in Paris.

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Amelie Thoma

Amelie Thoma übersetzt Literatur aus dem Französischen, u. a. Texte von Marc Levy, Joël Dicker, Françoise Sagan und Simone de Beauvoir.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Ein entschiedenes Plädoyer für die Rechte von Frauen, für die Befreiung von sexuellen Tabus und einengenden Traditionen. Ein aufklärerisches Werk, kraftvoll erzählt. Ein wichtiger Roman.«

Dirk Fuhrig / WDR 3 (28. May 2021)

»Es ist die Familiengeschichte Leïla Slimanis und zugleich die brillante Weiterführung ihres literarischen Themas: Frauen, die versuchen, ihre Freiheitssehnsucht durchzusetzen und unabhängig zu leben.«

Mara Delius / Welt am Sonntag (23. May 2021)

»Der Roman zeichnet sich durch einen großen Reichtum an Emotionen aus, durch einen orientalisch grundierten Farbenklang und einen klaren analytischen Blick.«

Barbara von Machui / Der Standard (29. May 2021)

»Slimani schreibt nüchtern, fast unterkühlt. Auch die hervorragende Übersetzerin Amelie Thoma bleibt im Duktus einer angenehm unaufgeregten Alltagssprache.«

Birthe Mühlhoff / Süddeutsche Zeitung (22. May 2021)

»Über die schwierige Liebe einer Elsässerin zu einem Marokkaner«

Madame (21. April 2021)

»Leïla Slimani gelingt es, so lebendig und packend davon zu erzählen, dass man mitfühlt und mitleidet mit ihren Figuren.«

Heide Soltau / NDR Kultur (26. May 2021)

»›Das Land der Anderen‹ heißt ihr jüngster Roman, den Kritiker gerade einhellig als Literaturereignis feiern.«

Der Spiegel (07. March 2020)

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