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Das Institut

Roman

Hardcover
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In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.

»King [ist] neben seinen zugegebenermaßen sehr skurrilen Horrorplots einer der klügsten Chronisten Amerikas ..., der die Stimmungsschwankungen seines wankelmütigen Heimatlandes messerscharf erfasst und in eleganten Horrortrash übersetzt.«

David Steinitz, Süddeutsche Zeitung (28. September 2019)

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: The Institute
Originalverlag: Scribner
Hardcover mit Schutzumschlag, 768 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27237-8
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Leseprobe zu »Das Institut«

Rezensionen

Leider nur Mittelmaß

Von: Günter Flegel aus Theres

26.08.2021

Stephen King versucht sich in "Das Institut" wieder an einer Geschichte, die nicht mehr viel gemeinsam hat mit dem Horror, der ihn zu einem Weltstar gemacht hat. Die Story um ein Kind mit außergewöhnlichen Eigenschaften, das wie viele andere von einer mysteriösen Organisation in ein geheimnisvolles Institut entführt wird, hat ihre Schwächen. Man wird das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen, weil man wissen will, wie der Junge und sein Helfer, ein ehemaliger Polizist, aus dem Schlamassel herauskommen. Das löst sich, wie so oft bei King , im apokalyptischen Finale. Anders als etwa in "Es" krankt der Kampf der Kinder gegen eine böse Macht in "Das Institut" daran, dass es King nicht gelingt, das Grauen und die reale Welt kongenial miteinander zu verknüpfen. Dazu sind die Figuren viel zu sehr Holzschnitte, der Autor nimmt sich trotz der Länge des Romans kaum Zeit, die Figuren zu entwickeln. Der entführte Junge redet und handelt nicht wie ein Kind; vor seiner Entführung nicht und danach auch nicht. Plötzlich, über Nacht, findet er sich entführt, aus dem Alltag gerissen, in einem Institut wider, umgeben von bösen Menschen. Das ist purer Horror - könnte purer Horror sein wie das Auftauchen des Clowns und anderer Inkarnationen des Bösen im Kleinstadt-Idyll von "Es". Hier verschenkt King viel Potenzial, eben auch darum, weil seine Figuren viel zu schematisch gezeichnet sind. Es ist wie in einer Komödie, in der alle Protagonisten nicht "normal" sind - da wirkt kein Witz. Geniale Komik wie bei Charlie Chaplin oder Laurel & Hardy übersteigert das Absurde durch die Kollision mit der Alltagsnormalität. In Kings "Institut" ist alles übersteigert, surreal, fast absurd. Die Lokalität, das Drumherum, die Motivation. Und genauso übersteigert und surreal agieren die Figuren, brutale Wärter, skurrile Wissenschaftler, Kinder als kleine Genies, die Folter, Waffen und verschlossenen Türen widerstehen. Die Idee hinter dem Buch ist genial, es ist die Vision einer Welt, die von Wenigen ferngelenkt und gesteuert wird, was in Zeiten der virtuellen Realität und der staatlichen Eingriffe in Freiheitsrechte vor dem Hintergrund von Covid 19 gar nicht so absurd klingt. Kings Amerika in "Das Institut" ist zweifellos auch ein Stück der USA Trumps. Einige Szenen erinnern an den modernen Kleinstadt-Western "Hell or High Water", der 2016 im Kino lief. Ein verschwitztes, staubiges Amerika, angefüllt vom Summen latenter Gewalt. Leider dreht King an zu vielen Schrauben zu stark, und von manchem liefert das Buch einfach des Guten (oder des Bösen) zu viel. Trotzdem leistet es sich Längen. Der Leser wird nicht in die Geschichte gezogen. Er bleibt ein verdutzter Beobachter, am Ende einer mit vielen Fragezeichen, da auch die versuchte Auflösung nach der Apokalypse seltsam verkrampft wirkt. Als hätte King unter dem Zwang geschrieben, das Unerklärliche doch noch irgendwie erklären zu müssen. Für alle, die auf das Monster warten: "Das Institut" macht wie viele Alterswerke von Meister King klar: Das Monster steckt in jedem von uns. Das trifft ins Schwarze, und dafür jedenfalls verdient der Roman die volle Punktzahl.

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Toller Mystery-Thriller

Von: marisa.reads

28.03.2020

Klappentext: In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen. Meine Meinung: Da ich ein großer Thriller Fan bin, wollte ich unbedingt mein erstes Buch von Stephen King lesen. Ich hatte schon so viel gutes über Stephen King und seine Bücher gehört und wurde nicht enttäuscht. Stephen King hat etwas großartiges erschaffen. Das Setting und die Figuren sind super und bildlich dargestellt, so, dass selbst das Lesen auf über 700 Seiten nicht langweilig wird und man sich super in die Geschichte und die Charaktere hineinversetzen kann. Er hat die Kinder stark und mutig erscheinen lassen, die trotz der Gewalt und der fiesen Einflüsse um sie herum gelitten haben. Man konnte ihre Wut und ihren Schmerz richtig fühlen. Die Spannung kommt selbst bei dieser Länge nicht zu kurz und konnte mich in ganzer Linie überzeugen. Jedoch war das Ende so unerwartet, was mich durch die neue Perspektive der Geschehnisse nicht überzeugt hat und tatsächlich die Spannung verloren hat. Hier hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Der Schreibstil von Stephen King ist detailliert, so, dass dies nicht mein letztes Buch von ihm gewesen ist. Das Cover finde ich perfekt. Das Hellblau und die kleinen Lichteffekte sowie der Kopf eines Jungen und kleine Bäume passen sich perfekt zum Setting der Geschichte an. Fazit: Wer gerne Mystery-Thriller liest und ein Fan von Stephen King ist, wird dieses Buch hier Lieben. Ich gebe dem Buch 4,5/5 Sterne.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

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Pressestimmen

»Mit dem Roman Das Institut kehrt Stephen King zu seinen Wurzeln zurück - und erfindet sich doch wieder neu.«

Nico Pointner, dpa (10. September 2019)

»Stephen King [versteht es] wie kaum ein anderer, tiefsitzende Bilder des Grauens auftauchen zu lassen und eine gewaltige atmosphärische Sogwirkung zu erzielen.«

Tobias Sedlmaier, NZZ am Sonntag (27. October 2019)

»King schreibt seinen Hoffnungsroman rasant, schildert eine lebendige Welt voller Details und entwirft – wie üblich – glaubwürdiges Personal. Man kriegt das Buch kaum aus der Hand ...«

»Stephen King legt mit Das Institut ein Meisterwerk der Spannungsliteratur vor.«

Emmanuel van Stein, Kölner Stadt-Anzeiger (05. October 2019)

»Dies ist ein moralischer Zeigefinger, getarnt als Pageturner (mit Gestaltwandlern kennt King sich ja aus), ein Blick ins dunkle Herz Amerikas.«

Britta Heidemann, WAZ (23. October 2019)

»Das Institut ist eines der politischsten, erschütterndsten Bücher Kings. Es hält Trumps Amerika einen Spiegel vor.«

Gunther Reinhard, Stuttgarter Zeitung (05. October 2019)

»Nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch eine Kritik an der Skrupellosigkeit des modernen Amerikas.«

Kronen Zeitung (18. October 2019)

»Stephen King unterhält und hat etwas zu sagen.«

Peter Pisa, Kurier (30. October 2019)

»Stephen King verkörpert für mich trotz wachsender Konkurrenz den unangefochtenen König anspruchsvoller Horror- und Gruselliteratur in der Gegenwart.«

»Es ist der Sieg des Mitgefühls im Trump-Land. Und ein versöhnliches Zeichen in Zeiten des Hasses und der Niedertracht.«

Roswitha Glawe, Münchner Merkur (09. November 2019)

»King ist in Bestform: Er steigert die Spannung von Seite zu Seite ...«

Christof Ernst, Sonntag Express (17. November 2019)

»Was den Roman so fesselnd macht, ist der knallharte Realismus in der Beschreibung des amerikanischen Alltags, in dem alles möglich zu sein scheint, selbst das Unerklärliche.«

Uwe Grosser, Heilbronner Stimme (16. November 2019)

»Der Autor hat einfach ein beneidenswertes Gespür für Timing, Dynamik und Dialoge, aber auch für die Stimmung in ländlichen Kommunen … «

Alexander R. Wenisch, Rhein-Neckar-Zeitung (21. September 2019)

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