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H. P. Lovecraft

Cthulhus Ruf

Mit Illustrationen von François Baranger
(7)
Hardcover
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H. P. Lovecrafts berühmteste Erzählung, brillant illustriert von François Baranger

Boston, 1926. Francis Thurston stößt im Nachlass seines kürzlich unter mysteriösen Umständen verstorbenen Großonkels auf seltsame Dokumente, die von unerhörten Todesfällen, Blutritualen in den Sümpfen von Louisiana, Künstlern, die nach albtraumhaften Visionen dem Wahnsinn anheimfallen und von gigantischen Städten, die vom Grund des Meeres emporsteigen, berichten. Bald erkennt Thurston, dass sein Großonkel mit seinen Nachforschungen der Wahrheit zu nahe gekommen ist: In den Schatten lauern Gestalten, die den schlafenden Gott Cthulhu aufwecken und damit die ganze Welt in Wahnsinn und Chaos stürzen wollen. Die Sterne scheinen richtig zu stehen – ist das Ende der Welt wirklich nahe?

»Filmisch, wuchtig und in den besten Szenen einschüchternd monumental. Eindrucksvoller hätte das Hollywood auch nicht hinbekommen.«

Kieler Nachrichten (10. February 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von H.C. Artmann
Originaltitel: Call of Cthulhu
Originalverlag: Design Studio Press
Mit Illustrationen von François Baranger
Hardcover mit Schutzumschlag, 64 Seiten, 26,0 x 35,0 cm, 64 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-453-53498-8
Erschienen am  12. October 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein tolles Buch!

Von: Seppel

20.10.2021

Ich habe an dieser Stelle sehr mit mir gehadert, ob ich drei oder vier Sterne geben soll, Offensichtlich wurde die Lokalisierung bereits nach dem ersten Band abgebrochen. Zumindest wurde mir auf Anfrage mitgeteilt, dass im Planungszeitraum bis nächsten Herbst keine Veröffentlichung des zweiten Bandes geplant ist, vom dritten (welcher bereits in vielen Sprachen erhältlich ist) gar nicht zu sprechen. Wer also gern sammelt sollte von dieser Fassung die Finger lassen und lieber zur englischen Version greifen, da das Vervollständigen dieser Reihe in einer deutschsprachigen Fassung alles andere als Sicher oder bestenfalls mit mehreren Jahren Verzögerung möglich ist. Vier Sterne gibt es trotzdem, da Cthulhus Ruf selbst ein abgeschlossenes Werk ist (Band 2 und 3 umfassen die Berge des Wahnsinns) Das Buch selbst ist in perfekter Qualität, die Zeichnungen fangen die Stimmung perfekt ein und bereichern das Leseerlebnis für jeden, der sich mit Lovecrafts recht trockenem Schreibstil schwierig tut ungemein. Wer also nur eine in sich geschlossene Geschichte will und wem die Sammlung dieser Bücher egal ist, oder in dieser Sammlung nicht zu viel Wert auf gleiche Sprache legt, kann also ohne schlechtes Gewissen zugreifen In diese Wertung sind Lovecrafts Ansichten NICHT mit eingeflossen. Hierbei handelt es sich um eine originalgetreue Übersetzung, keine Neuschreibung. Alles ist, im guten wie im schlechten, so wie es seinerzeit geschrieben wurde belassen. Jemand der Lovecraft liest sollte das erwarten und damit umgehen können.

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Ein Muss für Lovecraft Fans und alle, die es noch werden möchten.

Von: Bibliaphilia

01.04.2021

Inhalt „Die größte Gnade auf dieser Welt ist, so scheint es mir, das Nichtvermögen des menschlichen Geistes, all ihre inneren Geschehnisse miteinander in Verbindung zu bringen. Wir leben auf einem friedlichen Eiland des Unwissens inmitten schwarzer Meere der Unendlichkeit, und es ist uns nicht bestimmt, diese zu bereisen. Die Wissenschaften – deren jede in eine bestimmte Richtung zielt – haben uns bis jetzt wenig gekümmert; aber eines Tages wird das Zusammenfügen der einzelnen Erkenntnisse so erschreckende Aspekte der Wirklichkeit eröffnen, dass wir durch diese Enthüllung entweder dem Wahnsinn verfallen oder aus dem tödlichen Licht in den Frieden und die Sicherheit eines neuen, dunklen Zeitalters fliehen werden.“ H. P. LOVECRAFT Als Francis Thurston nach dem mysteriösen Tod seines Onkels in dessen Nachlass auf Hinweise über einen fanatischen Kult um ein Wesen stößt, das nicht von dieser Welt stammen soll, glaubt er, einem großen Geheimnis auf die Spur gekommen zu sein, das ihm noch zu Ruhm verhelfen wird. Doch je tiefer er sich in seine Nachforschungen stürzt, desto mehr offenbart sich ein lauerndes Grauen, das nicht nur seinen Verstand zu brechen droht. Cthulhus Kult lebt und bereitet seine Wiederkehr vor. Meine Meinung Die Kurzgeschichte Cthulhus Ruf gehört zu H. P. Lovecrafts bekanntesten. Als Leser verfolgt man den Bericht eines Ich-Erzählers, der sich nach den Zusammenhang mysteriöser Morde, wahnsinniger Künstler und der kultischen Verehrung einer Monströsität erklären möchte. Doch schon bald zeigt sich, dass die Ursachen für den Tod seines Onkels jenseits rationaler, menschlicher Vorstellung liegen. Wie Thurson wird man so zum Mitwisser eines Grauens, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Die Geschichte übt einen regelrechten Sog aus, dem man wie einem Ruf folgen muss. Lovecraft schafft es wie kein anderer, den Übergang zwischen nüchternem Bericht und dem langsamen Durchdringen des Schreckens herzustellen. Mich fasziniert vor allem die Entdeckung der toten Stadt R’lyeh, welche spannend, schockierend und dramatisch zugleich ist. „Wenn ich an die Ausmaße all dessen denke, was da unten im Verborgenen schlummern mag, wünschte ich fast, mich auf der Stelle umzubringen.“ FRANCIS THURSTON Anzumerken bleibt, dass sich auch in dieser Kurzgeschichte Anzeichen für Lovecrafts Rassismus finden, aber man muss sich vor Augen halten, dass der Autor ein Kind seiner Zeit ist und das Werk aus dem Jahr 1926 stammt. Auch wenn Kritik an seinem Weltbild berechtigt ist, kann ich sie von seiner Arbeit trennen, in der sich seine extremen und abzulehnenden Vorstellungen nicht durchsetzen. Da ich die Geschichte schon häufig gelesen habe, haben mich an dieser Ausgabe vor allem die Illustrationen von François Baranger begeistert. Wie Lovecraft es schafft, die Grenzen des Vorstellbaren mit Worten auszuloten, gelingt es Baranger, dem Schrecken ein Gesicht zu geben. Fernab von Klischees fangen seine düsteren, ästhetischen Abbildungen die Emotionen ein, die die Kurzgeschichte beim Leser weckt. Der zunehmende Wahnsinn in den Augen der Menschen und die monströsen Dimensionen und Formen der Stadt R’lyeh und der Gottheit Cthulhu wirken erschreckend und wunderschön zugleich. Eine große Empfehlung für Lovecraft Fans und alle, die es noch werden möchten!

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Vita

H. P. Lovecraft

Howard Phillips Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island, geboren und verbrachte sein ganzes Leben in New England. 1916 veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte, doch zu Lebzeiten blieb er als Schriftsteller verkannt. Erst lange nach seinem Tod am 15. März 1937 erlangte Lovecraft, vor allem durch bekanntere Kollegen wie Robert Bloch, Fritz Leiber, Stephen King, Joe R. Landsdale, Neil Gaiman und Alan Moore, seinen Status als Kultautor. Vor allem seine Geschichten rund um die Großen Alten, gottgleiche, grausame Wesen, die jeden Menschen in den Wahnsinn treiben, der ihnen auf die Spur kommt, fasziniert Fans und Horror-Schriftsteller seit Jahrzehnten und bilden die Basis für unzählige Romane, Spiele und Filme.

Zum Autor

H.C. Artmann

Hans Carl Artmann (1921-2000), geboren in Wien, führte ein Bohemienleben mit ausgedehnten Reisen zunächst in Wien, dann in Berlin, Malmö (Schweden) und schließlich Salzburg. Er gilt als einer der bedeutendsten Dichter der österreichischen Gegenwartsliteratur. Er begann mit surrealer Lyrik und feierte große Erfolge mit Wiener Mundartgedichten und phantastischer Kurzprosa. Seine Texte zeichnen sich durch eine Vorliebe für das Abwegige, Makabre, die barocke Sprachform und das Spiel mit Stilen, Gattungen und Epochen aus.

Zum Übersetzer

François Baranger

François Baranger, geboren 1970, arbeitet hauptsächlich als Covergestalter und Concept Artists und Illustrator für Computerspiele und Filme wie »Harry Potter«, »Kampf der Titanen« und »Die Schöne und das Biest«. Schon seit seiner Jugend ist er von H. P. Lovecrafts Horrorwelten fasziniert.

Zum Illustrator

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