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Naja Marie Aidt

Carls Buch

"Ein herzzerreißendes Meisterwerk über einen unvorstellbaren Verlust." Linn Ullmann

(4)
Hardcover
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Im März 2015 kommt Naja Marie Aidts 25-jähriger Sohn Carl bei einem tragischen Unfall ums Leben. »Carls Buch« hält jene Monate nach dem verheerenden Anruf aus dem Krankenhaus fest. Sehr persönlich, aber gleichzeitig von erstaunlicher Allgemeingültigkeit schreibt die preisgekrönte dänische Schriftstellerin über den Versuch, das Unbegreifliche zu verstehen. Wie wir mit der Tatsache fertig werden, dass das Leben einfach so aufhört. Wie der Tod eines geliebten Menschen uns an die Grenze von Sprache führt. Wie wir Trost finden - bei Freunden und Familie, in unseren Erinnerungen und in der Literatur. Ergreifend, sprachlich brillant, mutig und unvergesslich.

»„Carls Buch“ ist ein verstörend gutes Buch.«

Sophie Wennerscheid / Süddeutsche Zeitung (19. October 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein
Originaltitel: Har døden taget noget fra dig så giv det tilbage - Carls bog
Originalverlag: Gyldendal
Hardcover mit Schutzumschlag, 176 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-630-87590-3
Erschienen am  30. August 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

So unglaublich traurig

Von: _leserin_

29.10.2021

Ich weiß nicht, ob ich je etwas so Tieftrauriges wie dieses Buch gelesen habe. Die dänische Schriftstellerin und Lyrikerin Naja Marie Aidt versucht den Tod ihres 2015 verunglückten Sohnes zu verarbeiten. Sie schreibt Erinnerungen, Gedichte, Nachrichten und frühere Tagebucheinträge nieder. Carl ist 25 Jahre alt, als er nach der Einnahme von Pilzen aus dem 4. Stock seines Wohnhauses springt. Er kommt ins Krankenhaus und wird künstlich am Leben erhalten – zu schwer sind die Verletzungen, als dass er dies überleben könnte. Schrecklich, das Warten, bis die Ärzte ihn für hirntot erklären, zugleich aber hoffen, dass alles doch noch anders ausgeht. Es ist das Schlimmste, was man sich als Eltern vorstellen kann – das eigene Kind stirbt. Unglaublich, wie es der Autorin gelingt, den Schmerz und den Verlust in Worte zu fassen und sich aber auch immer wieder zu fragen, was wäre wenn … Wenn die Polizei schneller reagiert hätte, wenn er nicht alleine gewesen wäre? Es nicht fassen zu können, was passiert ist. Die Beisetzung und die Vorstellung, dass das eigene Kind im Sarg liegt und einfach nicht mehr ist. Es ist ein sehr persönliches, autobiografisches Buch, das mir sehr naheging. Unter die Haut.

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Intensiv und bewegend

Von: _about.a_

15.10.2021

Es gibt wahrscheinlich keine Worte die dieses Buch angemessen beschreiben und schon gar nicht bewerten können. Denn Naja Marie Aidt hat nicht nur sehr ehrlich und autobiographisch die Geschichte vom Tod ihres Sohnes Carl aufgeschrieben sondern legt mit diesem Werk ihre ganze Seele und all ihren Schmerz offen. Dieser Schmerz und ihre Trauer sind in jeder Zeile fühlbar. Es ist keine gradlinige Erzählung denn der Verlust hat der preisgekrönten Schriftstellerin die Worte genommen, also reiht sie einzelne Fragmente, Gedanken, Notizen, Tagebucheinträge und Gedichte zu einer Collage aneinander die ein liebevolles Bild von Carl, seinem Leben und ihrem Verhältnis zueinander zeigt. Ihre Worte sind wie Wellen, mal zart und vorsichtig, mal mit voller Wucht. Wie eben auch Trauer und Kummer sich niemals gleichmäßig zeigen. Manchmal scheinbar unzusammenhängend, mit unterschiedlichen Schriftarten und - größen, leeren Absätzen, thematisch hin und her springend aber so ist das vielleicht wenn der Kopf nicht mehr fähig ist zu denken und nur noch einzelne Satzfetzen zulässt. Der Schmerz ist auf jeder Seite zu spüren. Mal ganz leise, mal brüllt und schlägt er uns Leser:innen aus jeder einzelnen Zeile entgegen. So bewegend, ehrlich und poetisch dass es nur schwer auszuhalten ist. Wir begleiten Naja Marie Aidt während ihrer Trauer, bei Rückschlägen aber auch beim Prozess der Heilung. Dieses Buch ist ein außergewöhnliches, intensives Meisterwerk auf knapp 170 Seiten und großartig übersetzt von Ursel Allenstein @gabegorsky, die wunderschöne Worte für uns findet für etwas, das kaum ausgesprochen werden kann. Vielen Dank an den @luchterhand_verlag und das @bloggerportal für das Rezensionsexemplar ❤️

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Vita

Die dänische Schriftstellerin und Dichterin Naja Marie Aidt, Jahrgang 1963, zählt zu den wichtigsten Stimmen Skandinaviens, ausgezeichnet u.a. mit dem renommierten Nordischen Literaturpreis und dem Großen Preis der Dänischen Akademie. Aidt wurde auf Grönland geboren und lebt heute in Brooklyn. Sie ist Mutter von vier Söhnen. »Carls Buch« gilt als eines der 10 besten Memoirs des letzten Jahrzehnts (Lithub). Bei Luchterhand ist zuletzt von Naja Marie Aidt der Roman »Schere, Stein, Papier« erschienen.

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Pressestimmen

»Ein grandioser poetischer Roman über Tod uund Leben.«

Elisabeth Böker / Nordis (22. October 2021)

»Naja Marie Aidt ist zweifelsfrei eine der besten Schriftsteller Skandinaviens. Immer interessant. Immer intelligent. Phantasievoll, präzise, poetisch. Eine der wenigen Autoren und Autorinnen, auf deren neue Bücher ich warte und die ich sofort lese. Und dann ist da Carls Buch: ein herzzerreißendes Meistwerk über einen unvorstellbaren Verlust, über die Kraft, den Tod eines Menschen durchzustehen, und über die Liebe. Ich wünschte von ganzem Herzen, Naja Marie Aidt hätte diese Buch nie schreiben müssen. Ein Memoir über ihre Trauer – und zugleich bin ich zutiefst dankbar, dass sie es geschrieben hat. Es ist erschütternd, es ist von bestechender Klarheit, es ist wunderschön.«

Linn Ullmann, Autorin von "Die Unruhigen" (13. February 2020)

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