1984

Neu übersetzt von Jan Strümpel

(5)
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London, 1984: Winston Smith, Geschichtsfälscher im Staatsdienst, verliebt sich in die schöne und geheimnisvolle Julia. Gemeinsam beginnen sie, die totalitäre Welt infrage zu stellen, als Teil derer sie bisher funktioniert haben. Doch bereits ihre Gedanken sind Verbrechen, und der Große Bruder richtet seinen stets wachsamen Blick auf jeden potenziellen Dissidenten. George Orwells Vision eines totalitären Staats, in dem Cyberüberwachung, Geschichtsrevisionismus und Gedankenpolizei den Alltag gläserner Bürger bestimmen, hat wie keine andere Dystopie bis heute nur an Brisanz gewonnen.


Aus dem Englischen von Jan Strümpel
Originaltitel: 1984
Hardcover mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 12,2 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7306-0976-7
Erschienen am  18. Januar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Spannendes Buch

Von: Yanthara

03.03.2021

Da ich schon oft von dem Buch gehört habe und mein Tättoowierer mir das Buch immer wieder empfehlen hat, wollte ich es nun selbst lesen. Ich war positiv von dem Buch überrascht, zum einen fand ich die Übersetzung sehr stimmig, auch die Eigenwörter bzw Wortneuschöpfungen wurden gut übersetzt, wie beispielsweise Neusprech, Doppeldenk und alles. Wodurch der Lesefluss nicht gestört wurde, an sich lässt sich die Story sehr gut lesen. An manchen Stellen zieht sich aber leider die Story etwas. Und es dauert etwas bis die Handlung so richtig beginnt, da am Anfang ziemlich viel beschrieben wird. Das Buch ist in drei Teile unterteilt, im ersten Teil wird man quasi in die Welt eingeführt und lernt Winston kennen. Im zweiten Teil geht es um eine Art Liebesgeschichte. Hauptthema ist aber das auflehnen gegen den Großen Bruder. Teil Drei beschäftigt sich damit, dass man Winston wieder gefügig machen will, damit er wieder ein vorbildlicher Bürger ist. Diese drei Tele unterscheiden sich stark von einander, es war sehr spannend zu lesen, wie sich die Geschichte sich entwickelt. Es war auch erstaunlich, wie manche Geschehnisse und Gedanken aus den Buch auch auf unsere Gesellschaft zutreffen. 1984 ist ein Klassiker den man gelesen haben sollte, gerade auch weil er zum nachdenken anregt. Genauso sollte man Farm der Tiere gelesen haben, auch ein sehr schönes und kritisches Werk von George Orwell. Mir scheint auch, als wäre George Orwell ein Autor der immer etwas untergeht. Was ich sehr schade finde, weil seine Werke gut sind. Was mir immer noch nicht ganz klar ist, warum die Serie ‚Big Brother‘ genannt wurde. Klar der Große Bruder im Buch ist quasi die politische Übermacht, die alles überwacht und auch in jeder Wohnung eine Apparatur installiert ist, welche die Bewohner jeden Augenblick mit einer Kamera überwacht und sie auch abhört. Im Prinzip ist es im Buch der totale Überwachungs-Staat und es wird eine Gesellschaftskritik deutlich, aber dennoch greift die Serie den Big Brother auf. Ich finde es schwierig. Klar basiert die Serie quasi auch auf totaler Überwachung, aber ohne die Ideologie des Buches. Das Cover des Buches finde ich auch sehr passend mit der Skyline und dem großen Dreieck mit dem Auge darin. Was auch ein bisschen an die Illuminati erinnert. Wobei es ja auch irgendwo passend ist, weil es ja auch in 1984 auch um eine Art Verschwörung geht, zumindest würde ich die politischen Machenschaften des Großen Bruder auch als Verschwörung ansehen, gerade hin Hinblick auf die Manipulation die geschieht. Die Farben vom Cover finde ich auch gut gewählt, mit blau und grau.

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Der große Bruder, der alles sieht!

Von: Dennis

28.02.2021

Was für eine grandioses und erschreckend realitätsnahes Universum hat Orwell da bitte mit „1984“ erschaffen? Eine unglaublich detaillierte und komplexe Dystopie, die vor (selbst heute noch) zeitgenössischer Gesellschaftskritik nur so strotzt. 1949 erstmals erschienen und doch erschuf Orwell ein „Alexa“-ähnliches Gerät, dass zu Gunsten des Staates zur totalen Überwachung sämtlicher Bewohner eingesetzt wird. Die größte Stärke des Romans ist allerdings gleichzeitig schon fast die größte Schwäche, die der Roman mit sich bringt. Natürlich gibt es auch eine Rahmenhandlung rund um Winston Smith, der irgendwann beginnt die Grundsätze dieser Welt zu hinterfragen und dagegen anzukämpfen versucht. Allerdings wird selbst auf Seite 250 von 400 immer noch die Welt beschrieben und die Handlung steht oftmals regelrecht still. Nichtsdestotrotz ein enorm beeindruckender und ungemein wichtiger Roman, der jedoch einen langen Atem erfordert.

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Vita

George Orwell

George Orwell wurde 1903 in Motihari/ Bengalen als Sohn eines britischen Kolonialbeamten geboren. Er besuchte Privatschulen in England, diente in der burmesischen Imperial Police, arbeitete als Lehrer und Buchhandelsgehilfe, machte als Vagabund in Südengland und Paris Erfahrungen, kämpfte auf republikanischer Seite im Spanischen Bürgerkrieg und arbeitete als freier Schriftsteller und Journalist. Neben seinen Welterfolgen "Farm der Tiere" und "1984" ist er durch zahllose politische wie literarische Essays bekannt geworden. Er starb 1950 in London.

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