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George Orwell

1984

Neu übersetzt von Jan Strümpel

Hardcover
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London, 1984: Winston Smith, Geschichtsfälscher im Staatsdienst, verliebt sich in die schöne und geheimnisvolle Julia. Gemeinsam beginnen sie, die totalitäre Welt infrage zu stellen, als Teil derer sie bisher funktioniert haben. Doch bereits ihre Gedanken sind Verbrechen, und der Große Bruder richtet seinen stets wachsamen Blick auf jeden potenziellen Dissidenten. George Orwells Vision eines totalitären Staats, in dem Cyberüberwachung, Geschichtsrevisionismus und Gedankenpolizei den Alltag gläserner Bürger bestimmen, hat wie keine andere Dystopie bis heute nur an Brisanz gewonnen.


Aus dem Englischen von Jan Strümpel
Originaltitel: 1984
Hardcover mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 12,2 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7306-0976-7
Erschienen am  18. January 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ein absolutes Must-Read

Von: weltentzueckt

29.03.2022

Wer gerne liest, sollte zu diesem Buch greifen. Wer nicht gerne liest, sollte sich zumindest "Farm der Tiere" ansehen, das ähnliche Themen adressiert, aber nur etwa halb so dick ist. Nun aber back to 1984: ⁉️Welches Buch hat euch zuletzt richtig gefordert? Eure Hirnzellen angeregt und euch zum intensiven Nachdenken gebracht? Bei mir war das dieser Klassiker, der mich recht verwirrt und sprachlos zurücklässt. Das Bild des totalitären Überwachungsstaates ist gruselig und so so greifbar. Vielleicht ist die Geschichte für uns nur gruselig, weil sich so viel aus Orwells 1948 fertiggestelltem dystopischen Roman bereits bewahrheitet hat. Abgesehen davon fühlt er gesellschaftlichen Strukturen auf den Zahn. Er durchschaut und erklärt Machtverhältnisse und komplexe gesellschaftliche Themen wie Krieg, Politik und Manipulation der Massen wie kein anderer. Besonders angetan haben mir in diesem Buch seine Erläuterungen zu Überwachung, Krieg, Individualität (=Freiheit) vs Gemeinschaft (=Sicherheit) und „Neusprech“, einer Sprache, die aus politischen Gründen künstlich modifiziert wurde. Sie minimiert den Wortschatz, um aufrührerische Gedanken zu verhindern. Denn wenn es keine Worte für Rebellion gibt, können sie auch nicht gedacht werden. Er beweist damit die unschlagbare Kraft von Wörtern. Leider mochte ich den Protagonisten Winston überhaupt nicht. Von Anfang an war mir klar, dass es mit ihm kein besonders gutes Ende nehmen könnte und es war mir egal. Ich sah ihn beim Lesen nur als Tool, das mir die Kernaussagen des Buches näherbringen sollte. Ähnlich verhielt es sich mit seiner Bekannten, Julia. Ich bin mir sicher, dass Orwell genau diesen Eindruck beim Leser erwecken wollte, mir ist nur schleierhaft, weshalb. Vielleicht, um die unausweichbare Situation zu schildern, derer kein Einzelner etwas entgegenzusetzen vermag, egal, wie sehr er rebelliert. Ja, eine gewisse Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung liegt seinen Texten zugrunde, die wegen seines sehr nüchternen Schreibstils aber lange nicht klar zu Geltung kommt. Stellenweise war mir das Buch ein wenig zu langatmig, weshalb ich eher zu seinem zuvor erschienenen „Farm der Tiere“ raten würde, das viele der in „1984“ behandelten Themen bereits aufgriff. Trotzdem wundere ich mich nach wie vor, warum Orwell nicht im deutschen Lehrplan zu finden ist. Seine Werke bieten so viel Raum für Diskussion! 4 Sterne, aber trotzdem eine klare Leseempfehlung!

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Nach 73 Jahren noch immer brandaktuell!

Von: Jasmin (fluesterndewelt)

25.01.2022

Wow. Das ist das erste Wort, dass mir zu diesem Klassiker einfällt. JedeR von uns wird schon von George Orwells Dystopie gehört haben & auch das Gerücht wie aktuell das Buch noch heute sei, obwohl es bereits 1949 erstmalig erschien. Davon wollte ich mich endlich selbst einmal überzeugen. "Big Brother is watching you." Die Geschichte um Winston Smith wird in 3 Teilen erzählt. Im 1. Teil lernen wir den Protagonisten und das Regime kennen, im 2. Teil geht es um eine Verbotene Liebe & der 3. Teil zeigt die unvorstellbare Macht des Staates. Zunächst war ich skeptisch inwiefern ich mich in der Geschichte zurecht finden könnte. Diese Skepsis war allerdings völlig unnötig! Die neue Übersetzung war sehr flüssig zu lesen, dennoch kam ich nicht umhin ein paar Mal inne zu halten um mich etwas mehr in Winston hineinzuversetzen. Währenddessen hinterfragte ich auch immer und immer wieder die Vorgehensweise des Staates. "ᴋʀɪᴇɢ ɪꜱᴛ ꜰʀɪᴇᴅᴇɴ ꜰʀᴇɪʜᴇɪᴛ ɪꜱᴛ ꜱᴋʟᴀᴠᴇʀᴇɪ ᴜɴᴡɪꜱꜱᴇɴʜᴇɪᴛ ɪꜱᴛ ꜱᴛÄʀᴋᴇ" Da ich sehr interessiert an Geschichte bin fielen mir auch sehr schnell Parallelen zur Vergangenheit auf. Dies ist vor Allem im 1. Teil passiert. Unweigerlich fühlte ich mich an Hitler, Stalin oder Mussolini erinnert. Als Beispiel: während früher Nachbarn ihre jüdischen Mitmenschen bei der Gestapo anprangerten - fürchten sich in"1984" die Eltern vor ihren Kindern, welche unter der Gehirnwäsche des großen Bruders aufwachsen. Die Kinder werden zu Kinderhelden, da sie dem Regime treu dienen. Auch ist hier der Krieg allgegenwärtig, wie in der Vergangenheit. Erst im weiteren Verlauf wird die Aktualität des Werkes sichtbar: - Technik ist Fluch und Segen - Sprachlicher Euphemismus - Die wachsende Lücke zwischen Arm und Reich - Fake News Und dies sind nur ein paar Beispiele. "1984" wirkt auch nach dem Beenden des Buches selbst noch deutlich nach. Und ich verstehe nun warum es zu einem nahezu zeitlosen Klassiker in der Sparte der Dystopien wurde. Als George Orwell diesen Roman schrieb, war er sich wohl selbst nicht bewusst darüber wie brandaktuell seine Worte auch im Jahre 2022 noch sein würden! Sollte sich also jemand vornehmen dieses Jahr noch einen Klassiker lesen zu wollen: 1984 ist die beste Wahl hierfür!

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Vita

George Orwell

George Orwell wurde 1903 in Bengalen geboren. Er besuchte Privatschulen in England, diente in der burmesischen Imperial Police, arbeitete als Lehrer und Buchhandelsgehilfe, kämpfte auf republikanischer Seite im Spanischen Bürgerkrieg und arbeitete als freier Schriftsteller und Journalist. Seine Romane »1984« und »Farm der Tiere« machten ihn weltberühmt.

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Jan Strümpel

Jan Strümpel, geboren 1966, arbeitet als freiberuflicher Lektor in den Bereichen Belletristik und Sachbuch. Außerdem ist er als Übersetzer (George Orwell, James Joyce, H.G. Wells, Beatrix Potter u.a.), Herausgeber und Lehrbeauftragter tätig.

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