Material für Lesekreis und Buchclubs zu Heike Duken

Heike Dukens Roman »Denn Familie sind wir trotzdem«

Inspiriert von der wahren Familiengeschichte von Heike Duken

Die Schatten der Vergangenheit reichen weit in der Familie Fux – von 1925, als zwei Brüder schon als kleine Jungen zu Soldaten erzogen werden und in den Dreißigerjahren entscheiden müssen, auf welcher Seite sie stehen, bis zum heutigen Tag. Ina, die Tochter des einen Bruders, entfremdet sich von ihrer Familie und ihrer Geschichte. Sie wird mit neunzehn schwanger und beschließt, ihre Tochter Floh trotz der fehlenden Unterstützung des Vaters alleine großzuziehen. Als junge Frau stellt Floh, angetrieben vom Zorn auf den unerreichbaren Vater, auf Staat und Gesellschaft, Recherchen über ihre Familie an. Was sie entdeckt und dass sie selbst schwanger wird, verändert alles. Die Geschichte droht sich zu wiederholen, doch Floh ist entschlossen, zusammen mit ihrem Großvater den Fluch des Gestern zu überwinden und nach dem zu suchen, was Familie trotz allem zusammenhält.
Heike Duken
© Frank Hanewacker / Sedan Sieben
Über die Autorin

Heike Duken, geboren 1966 in München, studierte Psychologie und arbeitet in Nürnberg als Psychotherapeutin in ihrer eigenen Praxis. Ihr erster Roman bei Limes, „Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt“, wurde mit einem Stipendium des Deutschen Literaturfonds gefördert und von Presse und Lesern hochgelobt. Auch in ihrem neuen Roman »Denn Familie sind wir trotzdem« zeigt Heike Duken erneut ihr großes Talent, Figuren besonders realistisch und lebensnah zu zeichnen.
Fragen für die Diskussion zu Denn Familie sind wir trotzdem

1. Was sind für Sie die zentralen Themen des Romans?

2. Welche Auswirkungen hat der zweite Weltkrieg, und besonders das Leben der Brüder Paul und Gerd Fux, auf die nachfolgenden Generationen der Familie?

3. Gerd und Paul reagieren unterschiedlich auf die Erziehung und Indoktrinierung des Onkels. Glauben Sie, dass sich Kinder im dritten Reich dem Gedankengut des Regimes entziehen konnten? Wie kommt es, dass so viele, aber nicht alle Menschen anfällig dafür waren?

4. Paul bereut als alter Mann seine Überzeugungen und sein Handeln im dritten Reich. Hat er tatsächlich seine Einstellung geändert? Oder befürchtet er, sonst seine Enkelin zu verlieren? Kann sie ihm Glauben schenken?

5. Floh spricht mit ihrem Großvater Paul über dessen Vergangenheit. Kann sie ihm wirklich verzeihen? Können Sie Paul verstehen und ihm verzeihen?

6. Ina beschließt, ihr Kind zu bekommen und es alleine großzuziehen. Eine gute Entscheidung? Können Sie Inas Entschlossenheit, den Vater nicht zu kontaktieren, nachvollziehen?

7. Floh schreibt ihrem Vater Briefe in ihren Tagebüchern. Wie real und wie wichtig wird der Vater dadurch für Floh? Welche Gefühle entstehen beim Lesen der Briefe, wenn man doch weiß, dass die Beziehung zum Vater nur in der Fantasie stattfindet?

8. Als Teenager erfährt Floh mehr über ihren Vater und könnte ihn theoretisch auch kontaktieren. Warum tut sie es nicht? Würden Sie sich wünschen, sie würde es tun?

9. Floh wird als Teenager zunehmend politisch und engagiert sich in der linken Szene. Können Sie Floh verstehen? Glauben Sie, dass diese Entwicklung direkt mit ihrer Herkunft zusammenhängt?

10. Wie ihre Mutter wird Floh als Neunzehnjährige schwanger. Glauben Sie, dass das Zufall ist oder wiederholt sich die Geschichte? Gibt es (häufig sogar unbewusste) Muster und Wiederholungen in Familien?

11. Können Sie Flohs Entscheidung, mit dem Baby eine lange Reise nach Myanmar zu unternehmen, nachvollziehen? Was sind wohl ihre Beweggründe? Was hätten Sie als Flohs Mutter dazu gesagt?

12. Am Ende des Romans schafft die neue Generation eine Verbindung zwischen den Familien in Israel und Deutschland. Glauben Sie, dass junge Menschen die Chance haben, die Schatten der Vergangenheit und alte Gräben zu überwinden?

13. Mit welcher Figur im Roman können Sie sich am stärksten identifizieren? Gibt es Figuren, die Sie an Mitglieder ihrer eigenen Familie erinnern?

14. Haben Sie mit jemandem aus Ihrer Familie über den Krieg, Flucht oder den Nationalsozialismus gesprochen? Wirkt die Geschichte auch in Ihrer Familie in die kommenden Generationen hinein?

15. Was, glauben Sie, geschieht nach dem Ende des Romans?

Fragen für den Lesekreis als Download

Denn Familie sind wir trotzdem

€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)
In der Buchhandlung oder hier bestellen
Weiter im Katalog: Zur Buchinfo
Weitere Ausgaben: eBook (epub)

GENRE